15. Mai 2012
Es war kein König in Israel
Richter 21,1-25
(Richter 21,25) Zu der Zeit war kein König in Israel; jeder tat, was
ihm recht dünkte.
Das Verbrechen in Gibea war bestraft, aber die langfristigen Folgen
waren schwerwiegend. Ein Riss war zwischen den Stämmen
Israels entstanden. Der Stamm Benjamin war bis auf 600 Männer
ausgelöscht. Auch alle Frauen waren getötet worden. Die Israeliten
hatten sich mit einem Eid gebunden, den Benjaminitern ihre
Töchter nicht zur Frau zu geben. So war der Stamm Benjamin zum
Aussterben verurteilt. Als den Israeliten dies bewusst wurde, tat
es ihnen leid. Sie konnten ihren Eid aber nicht zurücknehmen. Sie
suchten nach einem menschlichen Ausweg, ohne Gott zu befragen.
Sie schlugen die Stadt Jabesch in Gilead, die nicht mit in den Kampf
gezogen war, und gewannen so 400 unverheiratete Frauen. Weil
dies noch nicht genug war, sollten die übrigen Benjaminiter einfach
Mädchen beim Fest in Silo rauben. Dann hätten ihre Väter den Eid
nicht gebrochen, aber der Bestand des Stammes Benjamin wäre gesichert.
Die langfristigen Folgen der Sünde sind gravierend. Wenn
wir versuchen, sie auf menschliche Weise zu lösen, entstehen fragwürdige
Situationen. Der Verfasser kommentiert, dass die Ursache
der Orientierungslosigkeit darin lag, dass es keinen König in Israel
gab. Wenn wir Jesus als unseren Herrn und König annehmen, können
wir anfangen, das zu tun, was vor Gott richtig ist.
Gebet: Herr Jesus, du bist mein wahrer Herr und König. Lehre mich
zu tun, was vor dir richtig ist.
Ein Wort: Folge Jesus, dem wahren König!