10. März 2011

Matthäus 28,16-20

Darum gehet hin und machet zu Jüngern

(Mt 28,19a) Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.

Die Jünger Jesu gingen nach Galiläa und trafen dort Jesus. Als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder, aber einige zweifelten. Jesus ist der Schöpfer und der souveräne Herrscher über den Himmel und die Erde. Er kam in diese Welt und starb am Kreuz, um uns die Sündenvergebung und das ewige Leben zu schenken. Und Gott erweckte ihn von den Toten auf. Er entschied sich, dieses kostbare Evangelium seinen schwachen Jüngern, die voller Zweifel und Furcht waren, anzuvertrauen. Alle Macht und Herrlichkeit gebühren ihm.

Jesus befahl seinen Jüngern, dass sie nun selbst Jüngererzieher sein sollten. Die Taufe bedeutet, dass man sich entscheidet, sich für Jesus hinzugeben. Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist besiegeln seinen Bund mit den Gläubigen. Jünger müssen die Bibel studieren und ihr gehorchen. Jüngererzieher müssen die Bibel lehren und anderen helfen, gemäß ihrer Lehre zu leben. Wir müssen von Jesus und seinem Wort trainiert werden, sodass wir seinen Befehlen gehorchen können. Und Jesus verheißt uns: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Gebet: Herr, hilf mir, Jesu Jünger zu sein und deinem Befehl zu gehorchen, auch ein Jüngererzieher zu sein. Hilf mir, immer bei dir zu bleiben.

Ein Wort: Machet zu Jüngern alle Völker

09. März 2011

Matthäus 28,1-15  

Jesu Auferstehung

(Mt 28,5.6) Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.

Frühmorgens am ersten Ostersonntag gingen Maria von Magdala und die andere Maria zum Grab Jesu. Sie waren voller Trauer, aber ihre Trauer wurde plötzlich in Erstaunen und Furcht verwandelt, als ein großes Erdbeben geschah und der Engel des Herrn den Stein vor dem Grab wegwälzte und sich darauf setzte. Die Wachen erschraken ebenfalls und wurden wie tot. Der Engel gab ihnen die Auferstehungsbotschaft und eine Mission: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht – und geht eilends hin und sagt es seinen Jüngern.“ Mit Furcht und großer Freude im Herzen gehorchten die Frauen, und auf dem Weg trafen sie Jesus selbst.

Die Wachen berichteten den Hohenpriestern die Tatsachen, die die Wahrheit der Auferstehung klar bezeugten. Aber die Hohenpriester waren nicht an der Wahrheit interessiert. Sie gaben den Wachen Bestechungsgeld, damit sie Lügen erzählten. Es gibt immer noch Menschen, die behaupten, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben und wieder auferstanden sei.

Gebet: Herr, danke, dass du meine Traurigkeit und Furcht durch Jesu Auferstehung in große Freude verwandelt hast.

Ein Wort: Jesus lebt; geh hin und verkündige es den Menschen

08. März 2011

Matthäus 27,45-56 

Der Tod Jesu

(Mt 27,50) Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.

Drei Stunden lang kam eine Finsternis über das ganze Land. Jesus litt zu dieser Zeit am meisten, weil er die Sünde der ganzen Welt auf sich nahm. Wegen unserer Sünde spürte er die Trennung von Gott tief in sich, so dass er schrie (Psalm 22,1): „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Am Kreuz ertrug unser Herr Jesus die unerträglichste physische und geistliche Höllenqual. Dann schrie er abermals und verschied.

Als Jesus starb, zerriss der Vorhang im Tempel in zwei Stücke, und der Eingang in das Heiligtum Gottes wurde geöffnet (Hebr 10,19-22). Die entschlafenen Heiligen wurden zum Leben auferweckt, weil Jesu Tod die Macht des Satans zerbrochen hat (Heb 2,14). Der Hauptmann bekannte: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!” Die treuen Frauen sahen alles in stiller Verzweiflung, aber sie rannten nicht davon. Sie wurden die ersten Zeuginnen seiner Auferstehung.

Josef aus Arimathäa, der seit langer Zeit ein heimlicher Jünger Jesu gewesen war, kam nun zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Er begrub ihn in seinem eigenen neuen Grab. Er und die beiden Marias waren Jesus bis zum Ende treu.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du meine Sünde am Kreuz getragen hast, sodass ich durch dein Blut in das Heiligtum Gottes gehen darf. Hilf mir, dir bis zum Ende treu zu sein.

Ein Wort: Jesus starb, um mich zu retten

07. März 2011

Matthäus 27,31-44  

Die Kreuzigung Jesu

(Mt 27,42) Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.

Jesus war durch die Folterungen so geschwächt, dass er sein Kreuz nicht mehr tragen konnte. Darum zwangen sie Simon aus Kyrene, Jesu Kreuz zu tragen. Dies war die schlimmste und zugleich beste Erfahrung für Simon, weil er dadurch Jesus persönlich begegnen konnte. Jesus lehnte es ab, das bittere Narkosemittel zu trinken, wodurch die Leiden etwas hätten verringert werden können. Die Soldaten teilten seine Kleider und erfüllten dadurch unwissentlich die Schrift (Ps 22,18). Das Schild über Jesu Haupt sollte Jesus verspotten und bezeugte aber die Wahrheit: „Dies ist Jesus, der Juden König.”

Jesus wurde zwischen zwei Räubern gekreuzigt. So wollten sie ihn noch mehr erniedrigen, aber auch dadurch wurde die Schrift erfüllt (Jes 53,12b). Als er hilflos zwischen Himmel und Erde hing und sein Blut langsam aus seinen Wunden heruntertropfte, gingen einige an ihm vorüber und lästerten: „Steig herunter vom Kreuz. Hilf dir doch selber.” Aber Jesus half sich nicht selber. Er gab sein Leben für die Sünden der Welt dahin. Er starb am Kreuz, um mich und dich und alle, die an ihn glauben, von ihren Sünden zu erretten.

Gebet: Herr, danke, dass du so sehr für mich am Kreuz gelitten hast und gestorben bist, um mich von meinen Sünden zu erretten. Wie kann ich dir diese Schuld jemals zurück bezahlen?

Ein Wort: Jesus litt und starb für mich

05. März 2011

Matthäus 27,11-30  

Jesu Verurteilung und Verspottung

(Mt 27,29) Und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!

Pilatus wusste, dass Jesus unschuldig war und dass die religiösen Leiter ihn aus Neid überantwortet hatten. Er  versuchte, sowohl Jesus freizulassen, als auch die Menge zufrieden zu stellen. Aber die Hohenpriester hatten „gute Arbeit“ geleistet, sodass die ganze Menge schrie: „Kreuzige ihn!“ Schließlich gab Pilatus nach. Er dachte, dass er das unschuldige Blut Jesu von seinen Händen abwaschen könnte. In der Tat sind alle Sünder mit Jesu Blut behaftet, weil er für unsere Sünden gestorben ist.

Bevor Jesus gekreuzigt wurde, benutzten die römischen Soldaten ihn in ihrer Unwissenheit für eine Verspottung, die voll tiefster Wahrheit war. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an. Sie flochten eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in die Hand. Dann verbeugten sie sich vor ihm und huldigten ihm. Jesus war wirklich ein König. Er erfüllte die Verheißungen an David (2. Sam 7,16; Jes 9,6.7). Er ist der König der Könige und der Herr der Herren (Phil 2,9-11). Es war für mich und für dich, dass er, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, solche Scham von den Händen der Sünder erduldete. 

Gebet: Herr, du hast solche Scham und Leid für mich ertragen. Was habe ich für dich getan?

Ein Wort: Er litt und vergoss sein Blut für mich

04. März 2011

Matthäus 27,1-10 

Das Ende des Judas

(Mt 27,3) Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück.

Es gibt einen Unterschied zwischen Buße und Bereuen. Petrus weinte bitterlich, als er Jesus verleugnet hatte. Er verzweifelte, aber er rannte nicht von Gott weg. Später begegnete ihm der auferstandene Jesus und vergab ihm. Als Judas sah, dass Jesus zum Tode verurteilt worden war, wurde er von Gewissensbissen geplagt. Er sagte: „Ich habe unschuldiges Blut verraten.” und gab die 30 Silberlinge zurück. Aber Sünde, die einmal begangen worden ist, kann nicht allein durch das Bereuen weggewaschen werden. Als Judas mit seinem Bedauern zu den Hohenpriestern kam, sagten sie zu ihm: „Das ist dein Problem.“ Judas konnte sein Sündenproblem nicht gelöst bekommen. Aber wenn er Buße getan hätte, hätte Gott ihm vergeben, weil Gott den bußfertigen Sündern immer vergibt.

Die religiösen Leiter erfüllten unwissentlich die Schrift, als sie das Geld dazu gebrauchten, um den Töpferacker zu kaufen (Sach 11:13). Der souveräne Gott herrschte immer noch über alle Ereignisse.

Gebet: Herr, hilf mir, ein demütiges und bußfertiges Herz vor dir zu haben, weil ich ein Sünder bin, der deine Vergebung braucht.

Ein Wort: Nicht nur Bereuen, sondern Buße

03. März 2011

Matthäus 26,69-75

Die Verleugnung des Petrus

(Mt 26,75) Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Petrus wollte Jesus bis zum Ende treu sein; darum folgte er ihm von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters, als Jesus verhaftet wurde. Aber weil er sich nicht wirklich entschieden hatte, um Jesu willen zu leben und zu sterben, wurde er letztendlich von seiner Furcht überwältigt. Er ging in den Hof und saß dort zusammen mit den Wachen, aber er hatte keine klare Identität als Jünger Jesu. Jesus hatte ihm seine Verleugnung vorhergesagt, aber Petrus hatte Jesu Worte nicht angenommen. Er hatte nicht gebetet. Er befand sich an der Kampffront, aber er hatte keine Glaubensentscheidung in seinem Herzen getroffen.

Eine Magd erkannte Petrus, aber er leugnete, dass er mit Jesus zusammen gewesen war. Dann erkannte ihn eine andere Magd. Diesmal leugnete er wieder, indem er dabei sogar schwor. Zuletzt erkannte ihn jemand aufgrund seines galiläischen Akzents. Da nahm Petrus’ Angst überhand. Er verfluchte sich selbst und schwor: „Ich kenne den Menschen nicht.“ Dann krähte der Hahn. Petrus erinnerte sich an die Worte Jesu (34), ging hinaus und weinte.

Gebet: Herr, gib mir eine Entscheidung, um Jesu willen zu leben und zu sterben, und hilf mir, dein Wort in meinem Herzen festzuhalten.

Ein Wort: Erinnere dich an Jesu Worte

02. März 2011

Matthäus 26,57-68 

Jesus vor dem Hohen Rat

(Mt 26,64) Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.

Die religiösen Leiter versammelten sich mitten in der Nacht, um Jesus zu verhören. Sie hatten sich schon entschieden, dass sie Jesus zum Tode verurteilen wollten. Sie suchten nur noch nach einem Anklagegrund und einigen Zeugen, um ihn zu verurteilen. Zwei falsche Zeugen behaupteten, dass Jesus damit gedroht hätte, den Tempel zu zerstören. Sie verdrehten seine Worte (Joh 2,19-22). Jesus aber blieb still (Jes 53,7).

Der Hohepriester beschwor Jesus, dass er es ihm sagen sollte, wenn er der Christus wäre, der Sohn Gottes. Er antwortete: “Du sagst es.” Dann bezeugte er die herrliche Hoffnung, die in seinem Herzen war. Obwohl Jesus in diesem Moment vor den bösen Menschen stand, die ihn zum Tode verurteilen wollten, wusste er, dass sie eines Tages vor ihm stehen würden, weil er bald zur Rechten Gottes sitzen würde; und eines Tages würde er in Herrlichkeit wiederkommen, um ewig zu regieren. Jesus war derjenige, den sie als das anklagten, was er war, nämlich der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

Gebet: Herr, hilf mir, an deiner Verheißung und an der herrlichen Hoffnung festzuhalten und Jesus mutig zu verkündigen.

Ein Wort: Jesus regiert und wird eines Tages in Herrlichkeit wiederkommen.

01. März 2011

Matthäus 26,47-56  

Jesu Gefangennahme

(Mt 26,53.54) Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte? Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so geschehen muss?

Judas, einer der Zwölf, führte die Schar zu Jesus. Dann küsste er Jesus, weil er dies als Zeichen mit den Hohenpriestern ausgemacht hatte, und sagte: “Sei gegrüßt, Rabbi!“ Jesus rannte nicht weg, kämpfte oder hasste ihn nicht; stattdessen nannte er ihn „Mein Freund“. Jesus starb für seine Freunde (Joh 15,13). Als Judas Jesu Liebe ablehnte, kam der Satan in sein Herz.

Einer der Jünger (Petrus) dachte, dass er nun bereit sei zu kämpfen. Er hatte ein Schwert bei sich und machte davon Gebrauch. Aber Jesus stoppte ihn. Jesu Weg ist nicht der Weg des menschlichen Eifers noch der Weg des Schwertes. Seine Jünger hatten geschlafen, anstatt zu beten; darum waren sie nicht bereit.

Jesus hätte seinen Vater um eine Legion Engel bitten können, um ihm zu helfen, aber er tat dies nicht. Er ist gekommen, um Gottes Willen zu tun. Seine Gefangennahme und sein Tod sind die Erfüllung der Schrift.

Gebet: Herr, hilf mir, klare Orientierung bei allen meinen Entscheidungen zu finden, nicht für meinen persönlichen Vorteil oder aus menschlichen Berechnungen, sondern durch dein Wort.

Ein Wort: Um die Schrift zu erfüllen

28. Februar 2011

Matthäus 26,36-46  

Jesus in Gethsemane

(Mt26,39) Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!

Jesus war noch jung und voller Lebenskraft. Er wollte nicht sterben. Aber die Schrift sagt, dass er gesandt wurde, um für die Sünden der Welt zu sterben (Jes 53; 1.Pe 2,24). Er kämpfte allein im Gebet, um die Versuchungen des Fleisches zu besiegen – die Versuchung, einen einfacheren Weg zu finden. Er nannte Gott „Mein Vater“, weil er in keiner Sekunde an Gottes Liebe zweifelte. Wir können eine Entwicklung in seinem Gebet erkennen (37-38.39.42.44), während er darum kämpft, sich dem Willen Gottes unterzuordnen. (Vergl. Hebr 5,7-9.)

Jesus nahm seine drei Spitzenjünger mit sich zu dem Ort, wo er betete. Er teilte mit ihnen seine Trauer und bat sie darum, mit ihm zu wachen und zu beten. Er brauchte ihre Gebetsunterstützung, und sie selbst brauchten auch das Gebet, weil „der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist.“ Sie konnten ihren Körper nicht überwinden, darum schliefen sie. Später würden sie darum ihrer Angst nachgeben und weglaufen.

Gebet: Herr, hilf mir, zu beten, anstatt zu schlafen. Hilf mir, deinen Willen zu erkennen, und gib mir die Kraft, ihn zu tun.

Ein Wort: Nicht wie ich will, sondern wie du willst!

26. Februar 2011

Matthäus 26,31-35 

Jesus bereitet seine Jünger auf das Kreuz vor

(Mt 26,32) Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.

Jesus sagte seinen Jüngern, dass ihr Hirte in dieser Nacht geschlagen werden würde und die Schafe sich zerstreuen würden. Dadurch wurde die Prophezeiung aus Sacharja 13,7 erfüllt. Jesus gab ihnen aber auch eine Verheißung: “Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.“ Dies war eine Verheißung der Auferstehung und eine Verheißung, dass er sie wieder sehen würde. Aber die Jünger waren zu viel mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt, dass sie gar nicht zuhörten, was Jesus ihnen da erzählte.

Petrus war voller Zuversicht, dass er Jesus liebte und bis zum Ende treu sein würde. Aber Jesus kannte ihn besser als er sich selbst. Petrus wurde verletzt, als Jesus ihm sagte, dass dieser ihn dreimal verleugnen werde. Aber auf diese Weise bereitete Jesus ihn auf sein Versagen vor, damit er später Buße tun und zu Jesus umkehren konnte.

Gebet: Herr, ich möchte Jesus nicht verleugnen, aber ich bin so schwach. Herr Jesus, komm in mein Herz und hilf mir, dir bis zum Tod treu zu sein.

Ein Wort: Der auferstandene Jesus ist unser guter Hirte

25. Februar 2011

Matthäus 26,17-30 

Das Blut des Bundes

(Mt 26,28) Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

Jesus aß das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Es war das Abendmahl, wodurch er seine Liebe zu ihnen ausdrückte. Sein Herz war traurig, wegen des einen Mannes, der seine Liebe nicht angenommen hatte, sondern Satan erlaubt hatte, in sein Herz einzudringen. Als Jesus seine Jünger warnte, dass einer von ihnen ihn verraten würde, erkannte jeder die Möglichkeit des Verrates in seinem eigenen Herzen. Zuletzt versuchte Jesus, Judas von dem Weg der Zerstörung zu erretten.

Jesus lehrte sie die Bedeutung seines Todes und pflanzte die Hoffnung auf das Reich Gottes in ihre Herzen. Jesus dankte und brach das Brot und gab es seinen Jüngern. Er bat sie, an seinem Leiden teilzuhaben. Dann nahm er den Wein, dankte und gab ihn den Jüngern. Er repräsentierte sein Blut, das vergossen wurde, um den neuen Bund zwischen Gott und allen Gläubigen zu besiegeln. Wenn wir Jesus annehmen und an ihn glauben, sind unsere Sünden vergeben und wir werden frei. Wir dürfen dann mit der herrlichen Hoffnung leben, eines Tages mit Jesus in seinem himmlischen Reich gemeinsam zu essen und zu trinken.

Gebet: Herr, ich gehöre dir, weil du mit mir einen Bund geschlossen und ihn mit deinem Blut besiegelt hast.

Ein Wort: Nun gehöre ich Jesus.

24. Februar 2011

Matthäus 26,1-16 

Die Salbung in Betanien

(Mt 26,13) Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Am Passafest wurde die Befreiung des Volkes Gottes aus der Sklaverei in Ägyptenland gefeiert (Ex 12). Das Blut des Passalammes wurde an die Türpfosten gestrichen. Diejenigen, die unter dem Blut des Lammes war-en, wurden errettet, als der Engel des Herrn durch Ägypten zog. Jesus kam als das Passalamm in diese Welt. Er errettet uns von der Sündensklaverei und vom Tod (Joh 1,29). Die bösen Menschen planten Jesu Tod. Aber sie erfüllten dadurch die Schrift und verdammten sich selbst.

Als Jesus gerade in Betanien zum Abendessen eingeladen war, trat plötzlich eine Frau zu ihm herein und goss ein sehr teures Parfüm auf sein Haupt aus. Vielleicht war sie die Maria aus Betanien (Joh 12). Vielleicht war sie eine Frau, die durch ihre eigenen Sünden schmutzig und nutzlos geworden war, aber Jesu vergebende und reinigende Liebe erfahren hatte. Jesu Jünger Judas dachte aber nicht an Jesu Liebe oder Gottes Gnade für die Armen. Er dachte nur an das Geld (14-16). Jesus aber nahm diese Tat der Liebe und Dankbarkeit der Frau an und stellte sie als eine der Hauptpersonen in seiner Evangeliumsgeschichte auf.

Gebet: Herr, hilf mir, Jesus mehr zu lieben als alles andere, und seine Liebe mit den anderen zu teilen.

Ein Wort: Eine wunderschöne Tat des Glaubens

9. Februar 2011

Matthäus 25,31-46 

Von den Schafen und den Böcken

(Mt 25,40) Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Das erste Mal kam Jesus in diese Welt, um als unser Erretter am Kreuz zu sterben. Das zweite Mal wird er in Herrlichkeit wiederkommen, um die Erde zu richten.

Wer sind die gesegneten Schafe, die das Reich des Vaters ererben werden? Es sind diejenigen, die mit der Gesinnung Christi gelebt haben – als Brüder und Freunde für die Hungrigen, die Heimatlosen, die Kranken, die Gefangenen und die Einsamen. Diejenigen, die den Bedürftigen mit Jesu Herzen um Jesu willen dienen, werden ein Erbteil in Jesu Reich haben. 

Einige Menschen glauben nicht an die Hölle. Aber Jesus lehrt, dass diejenigen, die in dieser Welt ohne Jesus im Herzen leben, für die ewige Verdammnis bestimmt sind in dem Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist. Wir können nur Jesu Gesinnung und Herz haben, wenn wir über unsere Sünden Buße tun und ihn als unseren Erretter und Herrn annehmen.

Gebet: Herr, hilf mir, als dein Schaf zu leben und zu wachsen, bis ich ein Hirte für deine Schafe sein kann.

Ein Wort: Lebe mit der Gesinnung Christi

8. Februar 2011

Matthäus 25,14-30  

Von den anvertrauten Zentnern

(Mt 25,21) Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!

Das Königreich ist wie ein Mann, der außer Landes ging. Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an – jedem gemäß seiner Tüchtigkeit. Zwei von ihnen nahmen das, was ihnen anvertraut worden war, und brachten damit Gewinn für ihren Herrn. Jeder von ihnen arbeitete hart und konnte das verdoppeln, was ihm anvertraut worden war. Als der Herr der Knechte nach langer Zeit zurückkam, forderte er Rechenschaft von ihnen. Er sagte zu jedem: “Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht!“ Er belohnte sie mit noch größerer Verantwortung und mehr Gelegenheit zum Dienen und schenkte ihnen einen Anteil im Himmelreich.

Aber der dritte Knecht brachte keinen Gewinn. Er nahm sein Geld, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn darin. Er schien sehr weise zu sein, aber er war nur ängstlich und faul. Als er selbstgerecht vor seinem Herrn mit seinem Zentner und seinen Entschuldigungen erschien, wurde sein Herr sehr ärgerlich. Gott will, dass wir unsere Zeit, Talente und das Leben, das er uns gegeben hat dazu gebrauchen, um ihm und unserer Generation zu dienen. Wir müssen durch den Glauben leben, und nicht mit Furcht.

Gebet: Herr, hilf mir, in den kleinen Dingen treu zu sein.

Ein Wort: Sei treu in den kleinen Dingen

7. Februar 2011

Matthäus 25,1-13   

Von den klugen und törichten Jungfrauen

(Mt 25,4) Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.

Jesus, der Bräutigam, wird sicher kommen und sein Königreich herbeiführen. Wie sollen wir dann leben? In diesem Gleichnis sind zehn Jungfrauen hinausgegangen, um dem Bräutigam zu begegnen. Sie nahmen alle ihre mit Öl gefüllten Lampen mit, aber fünf von ihnen haben noch zusätzliches Öl mitgenommen, für den Fall, wenn er etwas später kommen würde. Dieses zusätzliche Öl steht für den beharrlichen, hingebenden Glauben – Glaube, der nicht aufgibt, selbst wenn die Nacht lang ist und das Vorankommen sehr mühsam ist.

Zu Mitternacht erhob sich ein freudiges Rufen: “Siehe, der Bräutigam kommt!“ Aber die fünf törichten Jungfrau-en hatten kein Öl mehr. Sie baten die klugen, ihnen et-was von ihrem abzugeben, aber diese lehnten ab. Jeder muss Jesus mit dem eigenen Glauben begegnen – keiner kann den Glauben eines anderen ausleihen. Während die törichten Jungfrauen Öl kaufen gingen, kam der Bräutigam, ging mit denen, die bereit waren, zur Hoch-zeit hinein und schloss die Tür. So verpassten die törichten ihre Chance, dem Bräutigam zu begegnen und konnten nicht an der Hochzeit teilnehmen.

Gebet: Herr, ich liebe dich. Du bist mein wahrer Mann, mein Freund und Heiland. Hilf mir, im Glauben und in der Liebe fest zu bleiben und auf dein Kommen mit einem bereiten Herzen zu warten.

Ein Wort: Nimm dein eigenes Öl mit

5. Februar 2011

Matthäus 24,36-51

Sei ein treuer und kluger Knecht

(Mt 24,45) Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?

Niemand außer Gott weiß, wann Jesus wiederkommen wird. Diejenigen, die von sich behaupten, dies zu wissen, sind Lügner. In den Tagen Noahs hatte niemand eine Sintflut erwartet. Jeder war mit seinen eigenen Angelegenheiten zu sehr beschäftigt. Sie waren mit den Dingen des täglichen Lebens beschäftigt. Sie dachten darüber nach, was sie essen sollten, wie sie schöne Kleidung, Autos, einen Freund oder Freundin, Computer usw. bekommen könnten. Sie führten keinen geistlichen Kampf und hatten keinen Raum für Gott in ihrem Leben. Sie waren nicht bereit, Gott zu begegnen, als die Flut plötzlich hereinbrach. Die Menschen, die heutzutage auf diese Weise leben, sind nicht bereit, Jesus zu begegnen, wenn er wiederkommt. Jesus sagt uns, dass wir immer wachsam und bereit sein müssen.

Wie können wir dann bereit sein? Wir können es, wenn wir dem Vorbild des treuen und klugen Knechtes folgen. Ihm wurde der Haushalt seines Herrn anvertraut. Er gibt seinen Leuten zur rechten Zeit zu essen. Er arbeitet hart; er schiebt seine Aufgaben nicht auf. Derjenige, der vor den Augen der Menschen lebt, wird nicht bereit sein; derjenige, der vor Gott lebt, wird bereit sein, wenn Jesus wiederkommt.

Gebet: Herr, hilf mir, auf dein Kommen mit einem fleißigen und bereiten Herzen zu warten.

Ein Wort: Sei ein treuer und kluger Knecht

4. Februar 2011

Matthäus 24,15-35  

Das Kommen des Menschensohns

(Mt 24,30) Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Jesus sprach über zwei schreckliche Zeiten. Die erste war die Zerstörung von Jerusalem, die im Jahre 70 v.Chr. geschah. Die andere wird sein, wenn Jesus wiederkommt. Wenn die heiligen Dinge entheiligt werden und Gott beschimpft, anstatt angebetet wird, dann wissen wir, dass diese schreckliche Zeit angebrochen ist. In dieser Zeit dürfen die Leute Gottes nicht von der Furcht überwältigt werden, noch dürfen sie versuchen, durch materielle Dinge Sicherheit zu suchen. Wir dürfen uns nicht von den falschen Christussen täuschen lassen. Gott wird seine Auserwählten beschützen.

Jesus wird auf den Wolken des Himmels wiederkommen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Dies ist der Tag des Gerichts für alle Völker und der Tag der Errettung für alle, die zu Jesus gehören. Wenn er wiederkommt, wird jeder es wissen, weil es wie ein großer Blitz sein wird, der den ganzem Himmel vom Osten bis zum Westen erleuchten wird. Er wird seine Auserwählten sammeln von den vier Enden des Himmels.

Gebet: Hilf mir, jeden Tag so zu leben, dass ich bereit bin, Jesus willkommen zu heißen, wenn er in Kraft und Herrlichkeit wiederkommt.

Ein Wort: Jesus wird in großer Herrlichkeit wiederkommen.

3. Februar 2011

Matthäus 24,1-14 

Dann wird das Ende kommen

(Mt 24,14) Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Jesu Jünger waren Männer vom Lande. Sie waren von den großen Gebäuden, insbesondere dem Tempel in Jerusalem, sehr beeindruckt. Aber Jesus lehrte sie, dass die Dinge dieser Welt, die so fest und sicher zu sein scheinen, alle eines Tages zerstört werden. Das Ende der Zeit wird allmählich kommen, bis Jesus wiederkommt (3). Wir dürfen uns nicht von der falschen Sicherheit durch materielle Dinge täuschen lassen; wir dürfen uns auch nicht von falschen Messiassen oder falschen Hoffnungen täuschen lassen.

Wenn sich das Ende nähert, wird der Druck immer mehr zunehmen. Gottes Leute werden gehasst und verfolgt werden; viele Menschen werden durch falsche Sekten verführt werden. Wenn die Boshaftigkeit zunimmt, wer-den die Menschen immer misstrauischer und ängstlicher und die Liebe wird in vielen erkalten. Gottes Leute müssen darum bis ans Ende fest beharren und das Evangelium in der ganzen Welt verkündigen.

Gebet: Herr, wärme mein kaltes Herz mit deiner Liebe. Hilf mir, bis ans Ende zu beharren und das Evangelium in der ganzen Welt zu verkündigen.

Ein Wort: Das Evangelium muss gepredigt werden

2. Februar 2011

Matthäus 23,29-39  

Jerusalem, Jerusalem

(Mt 23,37) Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!

Die Pharisäer, die Jesus verwarfen, waren die Nach-kommen einer langen Reihe von Menschen, die Gottes Knechte verfolgt und getötet haben. Alle Menschen, die nicht Buße tun wollen, gehören dazu. Die Propheten, die das Wort Gottes lehren und die Menschen zur Buße aufrufen, und die Männer und Frauen, die ihre Generation herausfordern, indem sie Gottes Wort gehorchen, sind immer die Zielscheiben der Verfolgung, angefangen von Abel bis zu dem Propheten Secharja. Dieser Secharja wurde von dem König Joasch getötet (2.Chr 24,20-22), weil er gegen die Götzendienerei gesprochen hatte. Es war immer eine sehr kostspielige Sache für einen Menschen, der klar auf Gottes Seite stand und die Wahrheit verkündete. Jesus kam mit offenen Armen der Liebe und des Segens zu Gottes Volk. Er kam, um sie von ihren Sünden zu retten und sie unter seinen Flügeln zu sammeln. Wie traurig ist Gott, wenn die Menschen seine Liebe ablehnen! Diejenigen, die Gottes Liebe ablehnen, müssen aber sein gerechtes Gericht erfahren, weil Jesus wiederkommen wird als ein Richter.

Gebet: Herr, komme in mein Herz. Erfülle mich mit deiner Liebe und Leidenschaft.

Ein Wort: Heiße Jesus willkommen, wie teuer es auch sein mag.

1. Februar 2011

Matthäus 23,13-28 

Lasse das Wichtigste nicht beiseite

(Mt 23,23b) Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.

Die Pharisäer lebten gemäß den Traditionen der Ältesten und sie waren sehr treu darin, die jüdischen Kulturen zu befolgen. Aber sie suchten nicht Gott durch das Gebet und gehorsames Bibelstudium. Sie brandmarkten Jesus als einen Sektenführer und versuchten, die Menschen daran zu hindern, zu ihm zu kommen. Sie arbeiteten hart daran, um die Konvertierten zu ihrer Denkweise zu bewegen. Jesus nannte sie Kinder der Hölle. Jesus bezeichnet sie auch fünfmal als “Blinde”. Sie sind blind, weil sie alles nur aus physischer oder materialistischer Sichtweise betrachten. Sie haben keine geistliche Einsicht.

Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben sind wichtig. Der innere Mensch ist wichtig. Wir müssen unsere Herzen reinigen und Jesus darin regieren lassen. Dann können wir Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben praktizieren. Wir dürfen das Wichtigste nicht beiseite lassen.

Gebet: Herr, reinige mein Herz und gib mir geistliche Einsicht.

Ein Wort: Gehorche Gott; vernachlässige nicht das Wichtigste.

18. Dezember 2010

Matthäus 23,1-12

Wie man erhöht wird

 (Mt 23,11.12) Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

Die Pharisäer waren Bibelschüler, die die Bibel fleißig studierten, aber sie gehorchten ihren Lehren nicht. Anstatt demütig vor Gottes Wort Buße zu tun, banden sie schwere Bürden auf andere Menschen, indem sie ihnen viele Gesetze auferlegten, und dabei wollten sie die Ehre und Anerkennung als Bibellehrer erhalten. Jesus lehrte seine Jünger, dass sie die Bibel bis dahin studieren sollten, bis sie Gottes Wort gehorchten; aber Jesu Jünger dürfen nicht wie die Pharisäer werden.

Gottes Knechte müssen vor Gott leben. Sie müssen Gott erhöhen, nicht sich selbst. Wir sind alle Brüder und Schwestern in Christus. Wir müssen Gott, unserem Vater, gehorchen und ihn lieben und von unserem Lehrer, Jesus Christus lernen. Derjenige, der aufhört zu lernen und zu wachsen, kann nicht als Jünger bezeichnet werden. Jesu Jünger müssen Diener sein, die die anderen ehren und respektieren. Wir müssen voneinander lernen und einander ermutigen.

Gebet: Herr, verändere mein stolzes Herz in ein demütiges und lernwilliges Herz, Hilf mir, in der Liebe zu wachsen.

Ein Wort: Suche allein Gottes Ehre

17. Dezember 2010

Matthäus 22,41-46 

Christus ist der Herr

 (Mt 22,43) Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen…?”

Die Pharisäer und die jüdischen Leiter warteten auf einen politischen Messias. Sie wollten einen mächtigen König wie König David, der ihre menschlichen Bedingungen verbessern würde. Darum verwarfen sie den demütigen Jesus, der in diese Welt gekommen ist, um die Menschen von den Sünden zu befreien und das Reich Gottes in den Herzen der Menschen wiederherzustellen. Als Jesus sie fragte: „Wessen Sohn ist der Christus?“, antworteten sie: „Er ist der Sohn Davids.“

Daraufhin zitierte Jesus Psalm 110, einen Psalm, der von David über den Messias geschrieben worden ist. In diesem Psalm spricht David über den Messias als seinem Herrn. Dies bedeutet, dass der Messias mehr ist, als nur ein menschlicher Nachkomme des Königs David. Der Messias ist Gott selbst. Diejenigen, die sich ihm widersetzen und ihn ablehnen, werden besiegt und unter seine Füße gelegt werden. Sein Königreich ist ein geistliches Königreich, und diejenigen, die ihm angehören, werden mit Christus regieren.

Gebet: Herr, du bist mein Christus. Regiere mein Herz und Leben. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem deine Feinde unter deine Füße gelegt werden.

Ein Wort: Jesus ist mein König und Herr.

16. Dezember 2010

Matthäus 22,34-40 

Liebe Gott und deinen Nächsten

 (Mt 22,37) Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5).

Als einer von den Schriftgelehrten Jesus fragte: “Welches ist das höchste Gebot im Gesetz?“, zitierte Jesus 5.Mose 6,5. Das erste und höchste Gebot ist, Gott zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Gott ist unser Schöpfer. Er schuf uns zu seiner Herrlichkeit. Er will an erster Stelle in unserem Herzen stehen, an erster Stelle bei unseren Entscheidungen und an erster Stelle bei unserer Lebenshingabe. Wenn wir Gott wirklich lieben, ist es unsere größte Freude, ihm zu gefallen.

Dann zitierte Jesus 3.Mose 19,18, und fügte das zweite höchste Gebot hinzu. Einige Menschen denken: „Wenn ich Gott von ganzem Herzen liebe, dann gibt es darin keinen Platz mehr für einen anderen.“ Aber die geistliche Mathematik funktioniert nicht auf diese Weise. Wenn jemand Gott von ganzem Herzen liebt, dann bekommt er von Gott die Kraft und Fähigkeit, auch die anderen in der rechten Weise zu lieben. Wenn jemand Gott nicht liebt, dann liebt er im Grunde nur sich selbst am meisten.

Gebet: Herr, fülle mein Herz mit deiner Liebe. Hilf mir, Jesus am meisten zu lieben, danach die anderen und zuletzt mich selbst.

Ein Wort: Liebe Gott von ganzem Herzen

15. Dezember 2010

Matthäus 22,23-33  

Der Gott der Lebenden

(Mt 22,32) »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.

Die Sadduzäer glaubten weder an das Himmelreich noch an die geistliche Realität. Sie wollten den Glauben an die Auferstehung lächerlich machen, darum erfanden sie eine traurige Geschichte über eine Frau, die sieben Brüder hintereinander heiraten musste, wegen des levitischen Ehegesetzes. Ihre Frage an Jesus kam aus ihrer Unwissenheit über die Bibel. Darum lehrte Jesus sie die Bibel. Das Buch Mose erzählt von den Glaubensvorfahren im Präsens; d.h. obwohl sie gestorben waren, lebten sie immer noch in Gott. Der Gott der Lebenden ist immer noch ihr Gott.

Gott ist der Schöpfer. Er gibt und nimmt das Leben. Er schenkt auch das ewige Leben. Die Menschen, die sich nur mit dem Tod beschäftigen und die dem Fatalismus und Materialismus Raum in ihrem Herzen geben, können Gottes Macht nicht erfahren. Die Beziehung zwischen den Menschen im Himmelreich ist viel schöner als die höchste und heiligste Bindung auf Erden.

 Gebet: Herr, weil du lebst, darf auch ich für immer leben. Gepriesen sei dein Name!

Ein Wort: Er ist der Gott der Lebenden

14. Dezember 2010

Matthäus 22,15-22 

Des Kaisers Dinge … und Gottes

(Mt 22,21b) So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Die Römische Armee erzwang den Römischen Frieden in Israel. Besonders die Juden ärgerten sich darüber, dass sie den Römern Steuern bezahlen mussten. Einige dachten, dass es nicht recht sei, solch ein ungerechtes System zu unterstützen. Die Pharisäer versuchten, Jesus in eine Falle zu locken, als sie ihm eine Frage über die Steuern stellten. Aber ihr Patriotismus war nur eine Maske ihrer Selbstsucht – sie wollten in Wahrheit niemandem irgendetwas geben. Jesus stellt solche Selbstsucht bloß, welche die Religion als Maske benutzen will.

Die römische Münze trug das Bild und die Inschrift des Kaisers, aber Gottes Bild ist in jedem Menschen. Er ist unser Schöpfer. Wir gehören ihm. Wenn wir uns selbst Gott übergeben, hat die weltliche Macht keine Kontrolle mehr über uns. Jesus lehrte uns, dass wir das bezahlen sollen, was wir schuldig sind. Am wichtigsten aber ist, dass wir unser Herz und unser Leben Gott geben, unserem Schöpfer, indem wir seinem Wort gehorchen und seine Souveränität anerkennen.

Gebet: Herr, vergib mir meine Selbstsucht; hilf mir, meine menschlichen Verpflichtungen zu erfüllen, und mich selbst dir zu übergeben.

Ein Wort: Gib dem Kaiser und gib Gott

13. Dezember 2010

Matthäus 22,1-14

Die königliche Hochzeit

(Mt 22,2) Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.

Das Himmelreich ist wie eine königliche Hochzeit, voller Freude und Glück.  Jesus, der Sohn Gottes, ist der Bräutigam. In diesem Gleichnis sandte der König sein Wort zu den eingeladenen Gästen (den Juden), damit sie zur Hochzeit kommen würden. Aber sie waren zu beschäftigt mit ihren eigenen Angelegenheiten, darum lehnten sie die Einladung ab. Der König war sehr ärgerlich. Gott ist unser König. Seine Angelegenheiten müssen immer an erster Stelle stehen.

Der König sandte seine Knechte noch einmal hinaus, damit sie alle einladen sollten, die sie fänden. Dies ist ein Gleichnis für Gottes Mission an die verlorene heidnische Welt. Als die Knechte dies taten, wurden alle Tische voll.

Der König gab jedem der Gäste ein wunderschönes hochzeitliches Gewand. Wenn wir zu dem himmlischen Hochzeitsfest kommen, müssen wir unsere dreckigen Kleider zuerst ausziehen, d.h. unsere Sünden und unsere Selbstgerechtigkeit, und stattdessen die Gerechtigkeit Christi anziehen.

Gebet: Herr, danke für deine Einladung zu deinem himmlischen Hochzeitsfest. Hilf mir, mich mit Jesu Gerechtigkeit zu kleiden. 

Ein Wort: Trage das Hochzeitsgewand eines Christen

11. Dezember 2010

Matthäus 21,33-46

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

(Mt 21,42) Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift (Psalm 118,22-23): »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.«?

Dieses Gleichnis handelt von Gottes  Erlösungsgeschichte. Obwohl Gott und sein Sohn von den selbstsüchtigen Menschen verworfen wurden, wurde Gott dadurch nicht besiegt. Der Herr des Weinbergs in diesem Gleichnis ist Gott; sein Weinberg ist Israel. Er segnete die Israeliten und wollte sie als sein Heiliges Volk und als Königreich von Priestern kostbar gebrauchen. (Ex 19,5.6). Sie wollten nur den Segen, aber brachten ihm keine Frucht des Gehorsams und der Liebe. Sie verwarfen die Propheten, weil sie nicht Buße tun wollten. Schließlich sandte Gott seinen Sohn, aber sie töteten diesen. Diejenigen, die Gott und seinen Sohn verwerfen, um für ihre eigenen Gelüste und Vorteile zu leben, sind wie die bösen Weingärtner.

Jesu Glaube und Geschichtsverständnis basierten auf der Heiligen Schrift.  Er sah über seine bevorstehenden Leiden und Kreuzestod hinaus auf den Sieg. Gott würde ihn – den verworfenen Stein – zum Eckstein seiner Erlösungsgeschichte machen. 

Gebet: Herr, hilf mir, ein treuer Verwalter meines Lebens zu sein und Frucht für dich hervorzubringen.

Ein Wort: Bringe Frucht für Gott, deinen Erlöser

10. Dezember 2010

Matthäus 21,28-32

Das Gleichnis von den ungleichen Söhnen

(Mt 21,32) Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s saht, tatet ihr dennoch nicht Buße, sodass ihr ihm dann auch geglaubt hättet.

Der erste Sohn klang grob und rebellisch. Als sein Vater ihn bat, im Weinberg zu arbeiten, lehnte er knallhart ab. Aber er dachte über die Bitte seines Vaters und seine eigene grobe Antwort nach. Er tat Buße und ging doch hin, um für seinen Vater zu arbeiten. Der zweite Sohn war sehr höflich. Er wollte seinen Vater wahrscheinlich nicht verletzen. Als sein Vater ihn darum bat, etwas zu arbeiten, sagte er schnell: „Ja gerne.“ Aber er war in der Tat faul, selbstsüchtig und mit seinen eigenen Angelegenheiten zu sehr beschäftigt. Darum ging er nicht hin. Es lässt sich leicht erkennen, wer von den beiden seinem Vater gefiel.

Die Pharisäer waren wie der zweite Sohn. Sie schienen sehr religiös zu sein und hatten immer die richtigen Antworten. Aber sie taten nur, was sie wollten. Die Zöllner waren grob und sündig. Aber sie hörten Jesu Worte zu und taten Buße. Dadurch wurde ihr Leben verändert. Gott wünscht sich von uns Buße und den Gehorsam des Glaubens.

Gebet: Herr, hilf mir, zu glauben und deinem Wort zu gehorchen und fleißig für dein Werk zu arbeiten.

Ein Wort: Tu Buße, glaube und gehorche

9. Dezember 2010

Matthäus 21,23-27  

Die Frage nach Jesu Vollmacht

(Mt 21,24) Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; wenn ihr mir die sagt, will ich euch auch sagen, aus welcher Vollmacht ich das tue.

Jesus hatte die Käufer aus dem Tempel vertrieben und die Hohenpriester hart getadelt. Wenn er im Tempel lehrte, dann hörten ihm die Menschen gerne zu. Die Hohenpriester waren eifersüchtig auf seine Macht und Popularität. Jesus hatte keine Ausbildung als ein Priester oder Schriftgelehrter. Er hatte nie an einem ihrer Seminare teilgenommen. Darum  war er aus ihrer Sicht nicht dazu berechtigt, Gottes Wort zu lehren. Sie forderten ihn auf, seine Vollmacht unter Beweis zu stellen. Jesus antwortete, indem er ihnen eine Gegenfrage stellte: War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Johannes der Täufer war ein wahrer Held. Wenn er die Buße predigte, hatten Tausende von Menschen Buße getan. Er starb als ein Märtyrer, weil er das böse und unmoralische Leben des Königs Herodes getadelt hatte. Der gleiche Johannes hatte Jesus als den von Gott verheißenen Messias klar bezeugt. Darum lehnten die religiösen Leiter es ab, auf Jesu Frage zu antworten. Menschen, die nicht der Wahrheit folgen, sondern nach ihren eigennützigen Plänen handeln, sind böse Menschen. Jesus ist der Christus Gottes; wir müssen ihm folgen und gehorchen.

Gebet: Herr, du hast alle Macht im Himmel und auf Erden. Hilf mir, dir zu gehorchen.

Ein Wort: Jesus hat Vollmacht

8. Dezember 2010

Matthäus 21,18-22

Glaube und Gebet

 (Mt 21,22) Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr’s empfangen.

Jesus sah den fruchtlosen Feigenbaum mit seinem wunderschönen Blattwerk wie ein Bildnis für den Tempel. Der Tempel und die Priester sahen äußerlich schön aus; sie trugen prachtvolle Roben und feierten viele Feste und formelle Gottesdienste. Aber es gab kein Gebet oder wahre Anbetung Gottes darin, und keinen Glauben. Solch eine Religion ist eine tote. Darum gab Jesus seinen Jüngern eine Lektion über den Glauben, indem er den Feigenbaum verfluchte.

Als die Jünger sich über den verdorrten Feigenbaum verwunderten, lehrte Jesus sie, wie man den lebendigen Glauben haben kann, Glauben, der sogar Berge versetzen kann. Erstens, hab Glauben an Jesus, denn sein Wort ist die Wahrheit. Zweitens, vertreibe alle Zweifel aus deinem Herzen. Drittes, bete zu Gott. Lasst uns alle Zweifel und Unfruchtbarkeit der Vergangenheit vertreiben und das Gebet lernen, das sogar Berge versetzen kann.

Gebet: Herr, vertreibe alle Zweifel aus meinem Herzen und lehre mich den Glauben, der Berge versetzen kann. Hilf mir, zu beten, indem ich an deine Verheißungen glaube und dir für deine Treue danke.

Ein Wort: Zweifle nicht; glaube und bete

7. Dezember 2010

Matthäus 21,12-17  

Mein Haus soll ein Bethaus heißen

(Mt 21,13) und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen«; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.

Als Jesus in den Tempel ging, sah er, wie die religiösen Leiter dort ihr eigenes Geschäft betrieben. Sie beteten nicht und sie kümmerten sich nicht um Gottes Werk oder um Gottes Volk. Jesus heilte die Blinden und Lahmen, die zu ihm in den Tempel kamen. Dies war das Werk des Messias. Aber obwohl Jesus Gottes Wort lehrte und die Kranken heilte, hörten die religiösen Leiter ihm nicht zu und glaubten ihm nicht. Sie wurden vielmehr ärgerlich, als die Kinder Jesus, dem Messias, zujubelten: „Hosianna dem Sohn Davids!“ Jesus lehrte sie anhand der Bibel, dass die Kinder die Wahrheit sagten. Ihre fröhlichen Loblieder erfüllten ebenso die Schrift.

Gebet: Herr, reinige mein Herz und schaffe darin Raum für Gebet. Gib mir Augen, dein Werk zu sehen, und Eifer, es von ganzem Herzen zu tun.

Ein Wort: Mache Gottes Haus zu einem Haus des Gebets

6. Dezember 2010

Matthäus 21,1-11 

Siehe, dein König kommt

(Mt 21,5) »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.«

Jesus wollte sein Königtum ankündigen. Er tat dies, indem er in Jerusalem auf einem Esel einreiten wollte, wie der Prophet Sacharja prophezeit hatte (Sach 9,9.10). Darum sandte er seine zwei Jünger in das nächste Dorf, um dort eine Eselin und ihr Füllen zu holen. Jesus ist der Eigentümer aller Dinge. Er gab seinen Jüngern auf diese Weise eine Lektion im Gehorsam, um sie auf die kommenden Ereignisse vorzubereiten.

Als Jesus in Jerusalem einritt, war die ganze Stadt aufgebracht. Die Jünger gaben ihre Kleider als Sattel für den Esel. Die Menschen breiteten sogar ihre Kleider auf den Weg und hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie vor Jesus auf den Weg. Dies war die Weise, wie man früher die Könige Israels in der Stadt willkommen geheißen hatte. (2.Kön 9,13). Aber Jesus war ein demütiger und sanftmütiger König. Er kam nicht mit seiner Armee, um die Stadt mit Gewalt zu einzunehmen; er kam in Frieden, um die Menschen zu retten und ihnen das Leben zu geben und in den Herzen der Menschen mit Gerechtigkeit und Frieden zu herrschen.

Gebet: Herr, ich heiße dich willkommen in meinem Herzen, mein Retter und König; herrsche dort mit deinem Frieden.

Ein Wort: Siehe, dein König kommt zu dir.

4. Dezember 2010

Matthäus 20,29-34  

Die Heilung von zwei Blinden

(Mt 20,30) Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und als sie hörten, dass Jesus vorüberging, schrien sie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!

Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem, um dort zu sterben. Es folgte ihm eine große Menschenmenge, als er mit seinen Jüngern Jericho verließ. Zwei blinde Bettler, die am Wegesrand saßen, hörten, dass Jesus vorüberging. Sie glaubten daran, dass er der Messias war, der in diese Welt gekommen ist, um die Blinden sehend und die Lahmen gehend zu machen; darum schrien sie mit all ihrer Kraft: „Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser!“ Das Volk fuhr sie an, weil sie so laut und unverschämt waren. Aber das war den Bettlern egal. Sie schrien vielmehr umso lauter. Sie hatten mehr geistliche Einsicht als Jakobus und Johannes (21-22) und als die Menge (31).

Jesus tadelte die Bettler nicht. Er weist diejenigen, die ihn um sein Erbarmen bitten, niemals zurück! Als er sie fragte, was sie von ihm wollten, sagten sie: „Herr, dass unsere Augen aufgetan werden.“ Jesu Herz jammerte für sie und er heilte ihre blinden Augen. Jesus will auch unsere geistliche Blindheit heilen.  

Gebet: Herr, erbarme dich meiner und über die sündenkranken jungen Menschen, die nicht einmal wissen, dass sie blind sind.

Ein Wort: Jesus schenkt den Blinden das Augenlicht.

30. Juni 2010

Matthäus 16,21-28

Wenn jemand mir nachfolgen will

(Mt 16,24) Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

Nach Petrus’ Bekenntnis, begann Jesus ihn über seine bevorstehenden Leiden, Tod und Auferstehung zu leh-ren. Aber als Jesus über seinen Tod sprach, nahm Pet-rus ihn beiseite und fuhr ihn an. Er sagte, dass er an Jesus glauben würde, aber er nahm Jesu Worte nicht an. Jesu Worte passten nicht zu seiner Vorstellung vom Christus und widersprachen seinem Gefühl. Seine Ge-danken waren voller menschlicher Pläne; auf diese Wei-se versuchte er Jesus, wie Satan, ohne es zu bemer-ken. Wenn wir Gottes Wort aus unseren menschlichen Gefühlen ablehnen, werden wir zu Feinden Gottes.

Jesus sagt uns, dass, wenn wir nur dafür kämpfen, unsere physischen Lebensbedingungen zu verbessern, und nur versuchen, uns und unsere eigene Familie zu schützen, dann werden wir das Leben, das wir zu erhalten suchen, verlieren. Aber wenn wir Jesus nachfolgen, können wir das wahre Leben finden. Wir müssen unsere Gefühle und Vorstellungen verleugnen und Jesu Worte annehmen; wir müssen das Kreuz der Mission, das er uns gab, auf uns nehmen. Wir folgen ihm, wo auch im-mer er uns hinführt, und können dadurch im Bild Jesu heranwachsen.

Gebet: Herr, hilf mir, heute mein Kreuz auf mich zu neh-men und dir nachzufolgen.

Ein Wort: Folge Jesus nach

29. Juni 2010

Matthäus 16,13-20  

Das Bekenntnis des Petrus

(Mt 16,16) Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Jesu Jünger berichteten, was die Leute über Jesus sagten. Er hatte viele gute Werke getan und war sehr bekannt. Gott hatte immer in der Geschichte Propheten gesandt, um die Menschen zu warnen, zu segnen und ihnen zu helfen. Es gibt viele große Lehrer, Heilige und Märtyrer. Wenn Jesus nicht mehr als einer von ihnen wäre, dann bräuchten wir unser Leben nicht für ihn hin-zugeben.

Aber Jesus ist nicht irgendjemand. Seine Frage richtet sich an die suchenden Menschen. Die Antwort bestimmt das Schicksal eines Menschen. Petrus machte das Be-kenntnis, das jeder Christ machen sollte: „Du bist Chris-tus, des lebendigen Gottes Sohn!“ Jesus ist der Messi-as, der Sohn des lebendigen Schöpfergottes. Wenn jemand dieses Bekenntnis ablegt, muss er sein Herz und Leben für Jesus hingeben. Gott selbst offenbart den Christus denen, die ihn suchen. Auf solch einen Fels des bekennenden Glaubens baut Jesus seine Gemeinde.

Gebet: Herr Jesus, du bist der Christus, der Heiland der Welt. Du bist mein Retter und mein Herr.

Ein Wort: Wer ist Jesus für dich?

28. Juni 2010

Matthäus 16,1-12 

    Über das Geschichtsbewusstsein

(Mt 16,8) Als das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, was bekümmert ihr euch doch, dass ihr kein Brot habt?

Die Pharisäer hatten viele Zeichen Jesu gesehen, aber sie glaubten nicht an Jesus. Sie konnten anhand des Aussehens des Himmels erkennen, welches Wetter kommen würde. Aber sie verwarfen die klaren geistli-chen Zeichen und lehnten es ab, an Jesus zu glauben. Die Zeichensucher wollen sich nie hingeben. Das Zei-chen des Jona deutet auf Jesu Tod und Auferstehung und ruft die Menschen zur Buße auf.

Als Jesus mit seinen Jüngern über den See fuhr, warnte er sie vor dem Sauerteig der Pharisäer. Aber weil sie hungrig waren, dachten sie nur an Brot. Die Pharisäer wollten nicht an Jesus glauben, weil sie sich nicht hingeben wollten. Dieser Unglaube kommt aus der Selbstsucht und breitet sich schnell auf andere aus. Darum tadelte Jesus den Unglauben seiner Jünger und erinnerte sie daran, wie er zweimal eine riesige Menschenmenge gespeist hatte. Sie brauchten Geschichtsbewusstsein, um sich vor dem schlechten Einfluss zu schützen. Wir müssen uns auch stets davor schützen, indem wir uns immer an die Gnade Gottes erinnern.

Gebet: Herr, du hast mich von meiner Sünde errettet und mir den wahren Sinn des Lebens geschenkt. Hilf mir, Geschichtsbewusstsein zu haben und im Glauben zu wachsen.

Ein Wort: Habe Geschichtsbewusstsein

26. Juni 2010

Matthäus 15,29-39 

Die Speisung der Viertausend

(Mt 15,32) Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Das Volk jammert mich; denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege.

Jesaja prophezeite, dass der Messias die Augen der Blinden auftun, die Lahmen gehend und die Stummen redend machen würde (Jes 35,4-6a). Als die riesige Menschenmenge, in der es auch viele Heiden gab, sah, wie Jesus diese Verheißungen alle erfüllte, priesen sie den Gott Israels. Sie kamen, weil sie von Jesu Liebe und Hirtenherz zu einer heidnischen Frau gehört hatten (15,21-28). Sie kamen, weil auch sie sich nach der Barmherzigkeit und Liebe des guten Hirten sehnten.

Jesus hatte ein Mutterherz und das Verantwortungsbe-wusstsein eines Vaters für diese Menschen. Er rief sei-ne Jünger zusammen und teilte mit ihnen seine Sorgen: “Ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege.” Die Jünger hatten schon einmal einer riesigen Menschenmenge zu essen gegeben, aber sie stießen immer noch an ihre menschliche Grenze. Sie fragten Jesus: „Woher sollen wir soviel Brot nehmen?” Jesus sagte ihnen erneut, dass sie das zu ihm bringen sollten, was sie hatten. Er dankte Gott für die Brote; dann brach er sie und speiste damit durch seine Jünger alle Menschen.

Gebet: Herr, danke für dein Hirtenherz und deine Liebe. Hilf mir, an deine Allmacht zu glauben.

Ein Wort: Jesus kennt unsere Bedürfnisse

25. Juni 2010

Matthäus 15,21-28  

Der Glaube der kanaanäischen Frau

(Mt 5,27) Sie sprach: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.

Als Jesus sich in heidnisches Gebiet zurück zog, hatte er nicht die Absicht, dort ein neues Werk zu beginnen. Er konzentrierte sich auf die verlorenen Schafe aus dem Hause Israels, weil er ihr Hirte war, der „Sohn Davids“, der die Hoffnungen und Prophezeiungen der Propheten erfüllte. Später wollte er seine Jünger zu allen Völkern der Erde senden. Aber es gab da eine Frau, die nicht so lange warten konnte. Sie erkannte in ihm den Messias und kam zu ihm, um ihn um seine Barmherzigkeit zu bitten. Sie kam durch den Glauben, mit einem zerbro-chenen Herzen zu ihm.

Diese Frau glaubte an Jesus und sie liebte ihre Tochter. Jesus versuchte sie zu ignorieren, aber sie war sehr hartnäckig. Sie kniete vor ihm nieder und bat ihn um seine Hilfe. Jesus sagte ihr, dass er nicht das Brot der Kinder wegnehmen und vor die Hunde werfen dürfe. Sie akzeptierte seine Worte demütig und bat ihn um die Brosamen. Jesus war von ihrem Glauben sehr bewegt. Er erfüllte ihre Bitte und segnete sie. Jesus segnet nicht diejenigen, die dafür privilegiert sind, sondern diejeni-gen, die Glauben und Herz haben.

Gebet: Herr, schenke mir solchen beharrlichen Glauben und tiefe Liebe dieser heidnischen Frau.

Ein Wort: Jesus segnet den beharrlichen Glauben

24. Juni 2010

Matthäus 15,1-20

Gottes Gebote und menschliche Traditionen

(Mt 15,3) Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen?

Die Pharisäer kritisierten Jesu Jünger, weil sie ihre Hände nicht gewaschen hatten, bevor sie aßen. Dies war damals keine Hygienefrage, sondern ein religiöses Ritual. Sie behaupteten, dass religiöse Zeremonien wichtiger wären als Gottes Wort. Jesus tadelte sie, weil sie menschliche Traditionen mehr lehrten als die Bibel. Er gebrauchte eins der Zehn Gebote als ein Beispiel, nämlich „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“ Wenn wir Gott lieben und dafür leben, ihm zu gefallen, dann werden wir sein Wort hochachten und es in unse-rem Herzen festhalten.

Für Jesus waren schmutzige Hände nicht das Problem, aber ein schmutziges Herz und ein schmutziger Mund. Wenn Gottes Wort in unserem Herzen ist, bewahrt es uns vor dem Bösen und vor unreinen Gedanken (Joh 15,3; Ps 119,11). Wenn Gottes Wort nicht in unserem Herzen ist, sind wir wie Pflanzen, die Gott nicht gepflanzt hat. Wir sind geistlich blind. Unsere Herzen sind voll von unreinen Gedanken – Begierde, Eifersucht und Klagen, und unser Mund spricht oft Worte, die andere verletzen oder versuchen oder herunterreißen.

Gebet: Herr, reinige mein Herz durch Jesu Blut und pflanze dein Wort darin ein.

Ein Wort: Gottes Wort muss in meinem Herzen sein

23. Juni 2010

Matthäus 14,22-36  

Jesus und Petrus auf dem Wasser

(Mt 14,29) Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.

Nachdem er die Menschenmenge gespeist hatte, trieb Jesus seine Jünger, in das Boot zu steigen und über den See zu fahren. Er ließ das Volk gehen und ging allein auf einen Berg, um zu beten. Unterdessen kämpften die Jünger gegen einen heftigen Wind und hohe Wellen. Jesus kam zu ihnen und ging auf dem See. Die Jünger erschraken, weil sie in ihrem Kampf nicht erkennen konnten, dass es Jesus war. Er war aber nicht gekommen, um sie zu erschrecken, sondern um ihnen neuen Mut zu geben und sie Glauben zu lehren. 

Da wurde Petrus sehr mutig. Er sagte zu Jesus, dass er ihm befehlen solle, auf dem Wasser zu Jesus zu kom-men. Und Jesus sagte: “Komm her!” Solange Petrus Jesu Befehl gehorchte und seine Augen auf Jesus rich-tete, konnte er wirklich ohne Furcht auf dem Wasser gehen. Aber als er den starken Wind sah, schaute er darauf und vergaß Jesus. Und er begann zu sinken. Jesus zog ihn aus dem Wasser und tadelte ihn wegen seiner Zweifel. Furcht ist das Gegenteil von Glauben. Glaube bedeutet, dass man seine Augen immer auf Jesus richtet und ihn um Hilfe anruft. Petrus bekannte seinen Glauben an Jesus als den Sohn Gottes. Und Jesus setzte sein messianisches Werk fort (34-36).

Gebet: Herr, gib mir Mut, durch den Glauben zu gehen, und den Glauben, immer auf dich zu sehen.

Ein Wort: Gehorche Jesus und geh durch den Glauben 

 

22. Juni 2010

Matthäus 14,13-21  

Die Speisung der Fünftausend

(Mt 14,13) Als das Jesus hörte, fuhr er von dort weg in einem Boot in eine einsame Gegend allein. Und als das Volk das hörte, folgte es ihm zu Fuß aus den Städten.

Jesus war sehr traurig über den Tod des Johannes. Er wollte mit seinen Jüngern allein sein, darum zog er sich in einsame Gegend zurück. Aber diese Gegend blieb nicht einsam! Eine große Menschenmenge wartete auf ihn, die einen Hirten suchten. Jesus hatte ein Hirtenherz für sie und diente ihnen den ganzen Tag. Die Jünger warteten geduldig bis zum Abend. Dann machten sie einen vernünftigen Vorschlag: „Die Leute sind bestimmt hungrig; lass sie doch nach Hause gehen, damit sie sich etwas zu essen kaufen können!“ Jesu Antwort war schockierend. „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Jesus wollte, dass seine Jünger sein Hirtenherz lernten und den Glauben, der die Welt überwindet.

Sie hatten nur 5 Brote und 2 Fische, und eine Aufgabe, die unmöglich zu erfüllen schien. Aber als sie das, was sie hatten, zu Jesus brachten, segnete er die Brote und Fische und befähigte die Jünger, sodass sie die ganze Menge überreichlich speisen konnten.

Gebet: Herr, nimm unsere 5 Brote und 2 Fische gnädig an und speise die Menschen in dieser Welt mit dem Wort Gottes.

Ein Wort: Gebt ihr ihnen zu essen!

21. Juni 2010

Matthäus 14,1-12 

Das Ende Johannes des Täufers

 (Mt 14,5) Und er hätte ihn gern getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten.

Als Herodes von Jesus hörte, dachte er an Johannes den Täufer. Jesus predigte auch die Buße. Er sprach über das Reich Gottes und heilte viele Menschen. Hero-des hatte eine schreckliche Sünde gegen Gott began-gen; er hatte Johannes den Täufer, einen Knecht Got-tes, getötet. Er lebte nun in Angst, wegen seiner Sünde und Schuld. Natürlich war Jesus nicht Johannes! Aber seine Schuld und Sünde brachten Herodes dazu, dass er dachte, dass Johannes zurückgekommen wäre, um ihn heimzusuchen.

Herodes war ein König, aber er konnte nicht mal über seine eigene Familie herrschen. Als Johannes ihn we-gen seines unmoralischen Lebens getadelt hatte, tat er keine Buße; stattdessen ließ er Johannes ins Gefängnis werfen. Herodias war noch skrupelloser. Sie benutzte ihre Tochter, um den Kopf des Johannes zu fordern. Herodes war zu schwach. Er war ein Sklave seiner Frau, seiner Gäste, seines Stolzes und seiner Furcht – darum ließ er Johannes schließlich enthaupten. Ein un-moralischer Lebensstil scheint ein Ausdruck der Freiheit zu sein, aber in der Tat macht es sogar einen König zu einem Sklaven.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich wahrhaft frei macht von der Sünde, vom Stolz und der Furcht.

Ein Wort: Sei kein Sklave; tue Buße

19. Juni 2010

Matthäus 13,53-58 

Ein Prophet ohne Ehre

(Mt 13,57b.58) Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Hause. Und er tat dort nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.

Jesus hatte die Menschen viele Gleichnisse gelehrt. Er heilte die Kranken und trieb die bösen Geister aus. Die Menschen, die ihn als ihren wahren Hirten erkannten, waren gesegnet. Jesus wollte diese Liebe und Gottes Segen auch mit den Menschen in seiner Heimatstadt teilen, darum ging er in die Synagoge in Nazareth und lehrte dort. Die Menschen waren beeindruckt von seiner Popularität und bewunderten seine Weisheit und Voll-macht. Sie bekamen die Gelegenheit, ihn als ihren Mes-sias anzunehmen und auch Gottes Segen zu erfahren.

Aber sie hatten noch andere Gedanken über Jesus in ihrem Herzen und fingen an, über seinen menschlichen Hintergrund zu sprechen. Sie erkannten ihn nicht als Gottes Knecht an; darum konnten sie Gottes Segen nicht empfangen. Jesus kann in einer solchen ungläubigen Umgebung, die voll von menschlichen Gedanken ist, nicht arbeiten. Wenn wir Gottes Knecht und Gottes Werk nur vom menschlichen Gesichtspunkt aus betrachten, werden wir geistlich blind. Dann kann Jesus weder in uns noch durch uns wirken.

Gebet: Herr, hilf mir, deine Knechte und dein Werk von deiner Seite her zu betrachten. Nimm meine hochmüti-gen Gedanken von mir und gib mir ein demütiges Herz und geistliche Augen.

Ein Wort: Glaube an Gottes Wort und sieh sein Wirken

06. April 2010

Matthäus 28,16-20

Darum gehet hin und machet zu Jüngern

(Mt 28,19a) Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.

Die Jünger Jesu gingen nach Galiläa und trafen dort Jesus. Als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder, aber einige zweifelten. Jesus ist der Schöpfer und der souve-räne Herrscher über den Himmel und die Erde. Er kam in diese Welt und starb am Kreuz, um uns die Sünden-vergebung und das ewige Leben zu schenken. Und Gott erweckte ihn von den Toten auf. Er entschied sich, die-ses kostbare Evangelium seinen schwachen Jüngern, die voller Zweifel und Furcht waren, anzuvertrauen. Alle Macht und Herrlichkeit gebühren ihm.

Jesus befahl seinen Jüngern, dass sie nun selbst Jün-gererzieher sein sollten. Die Taufe bedeutet, dass man sich entscheidet, sich für Jesus hinzugeben. Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist besiegeln seinen Bund mit den Gläubigen. Jünger müssen die Bibel stu-dieren und ihr gehorchen. Jüngererzieher müssen die Bibel lehren und anderen helfen, gemäß ihrer Lehre zu leben. Wir müssen von Jesus und seinem Wort trainiert werden, sodass wir seinen Befehlen gehorchen können. Und Jesus verheißt uns: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Gebet: Herr, hilf mir, Jesu Jünger zu sein und deinem Befehl zu gehorchen, auch ein Jüngererzieher zu sein. Hilf mir, immer bei dir zu bleiben.

Ein Wort: Machet zu Jüngern alle Völker

05. April 2010

Matthäus 28,1-15

Jesu Auferstehung

(Mt 28,5.6) Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.

Frühmorgens am ersten Ostersonntag gingen Maria von Magdala und die andere Maria zum Grab Jesu. Sie wa-ren voller Trauer, aber ihre Trauer wurde plötzlich in Erstaunen und Furcht verwandelt, als ein großes Erdbe-ben geschah und der Engel des Herrn den Stein vor dem Grab wegwälzte und sich darauf setzte. Die Wachen erschraken ebenfalls und wurden wie tot. Der Engel gab ihnen die Auferstehungsbotschaft und eine Mission: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht – und geht eilends hin und sagt es seinen Jüngern.“ Mit Furcht und großer Freude im Herzen gehorchten die Frauen, und auf dem Weg trafen sie Jesus selbst.

Die Wachen berichteten den Hohenpriestern die Tatsa-chen, die die Wahrheit der Auferstehung klar bezeugten. Aber die Hohenpriester waren nicht an der Wahrheit interessiert. Sie gaben den Wachen Bestechungsgeld, damit sie Lügen erzählen sollten. Es gibt immer noch Menschen, die behaupten, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben und wieder auferstanden sei.

Gebet: Herr, danke, dass du meine Traurigkeit und Furcht durch Jesu Auferstehung in große Freude ver-wandelt hast.

Ein Wort: Jesus lebt; geh hin und verkündige es den Menschen

17. Februar 2010

Matthäus 11,25-30

Jesu Joch

(Mt 11,29) Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

Die lebensüberdrüssigen, kultivierten und anscheinend sehr schlauen Leute wollten Jesus nicht annehmen. Sie taten nicht Buße und nahmen Gottes Vergebungsgnade und Segen nicht an. Aber Jesu kindliche Jünger waren Menschen, die ein demütiges Herz hatten. Sie waren lernwillig. Sie nahmen Jesus und das Wort Gottes einfach an. Gott offenbart seine Wahrheit und Liebe solchen Menschen.

Jesu Einladung gilt für alle, die müde in ihrer Seele und von ihrer Schuld, Furcht und Sünde beladen sind. Er nimmt unsere Lasten von uns und gibt uns stattdessen sein Joch. Ein Joch verhilft dem Ochsen dazu, seine Kraft für einen guten Zweck zu gebrauchen. Es befähigt ihn, mit dem Bauern und mit den anderen Ochsen zusammen zu arbeiten. Jesu Joch auf sich zu nehmen, bedeutet, sich selbst für die Nachfolge Jesu hinzugeben und seinem Wort zu gehorchen. Nur wenn wir Jesu Wort von Herzen gehorchen, können wir von ihm lernen und wahre Ruhe für unsere Seele finden.

Gebet: Herr, gib mir dein Joch; nimm meine Sündenlast, weltlichen Sorgen und Schuld von mir. Befähige mich, dass ich dir fruchtbar dienen kann.

Ein Wort: Komm zu Jesus; nimm sein Joch auf dich, sodass du wahre Ruhe in ihm findest.