15. Oktober 2011

Der Zehnte gehört dem Herrn

3. Mose 27,1-34

(3. Mose 27,30) Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und
von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN und sollen dem
HERRN heilig sein.

Dieses Kapitel lehrt uns, dass unser Gott sehr sorgfältig und
genau arbeitet und unsere Gelübde und Worte ernst nimmt. Wenn
jemand aus Dank für einen Segen Gottes sich selbst oder ein Familienmitglied,
ein Tier, ein Haus oder ein Feld Gott weihen wollte,
konnte dies abgelöst werden, weil das Versprochene in der Stiftshütte
praktisch nicht brauchbar war. Doch die Ablösesumme legte
Gott fest. Gott wollte seinem Volk auf diese Weise helfen, ihre
Worte und Gelübde zu halten. Wer lernt, seine Versprechen, die er
einmal getroffen hat, Gott gegenüber zu halten, wird auch lernen,
Gott zu gehorchen und Gottes Wort zu halten. Gott lässt sich bei
den Gelübden nicht täuschen und betrügen. Der Zehnte und die
Erstgeburt gehören ohnehin Gott. Sie können nicht als Gelübde verwendet
werden. Wir sollen nicht denken, dass die Gabe des Zehnten
und der Erstgeburt eine großartige Hingabe sei. Durch die Gabe
der Erstgeburt und des Zehnten sollte Israel lernen, als Schuldner
der Gnade Gottes zu leben. Paulus lebte auch mit dem Schuldnerbewusstsein
vor Gott (Röm 1,14.15). Deshalb war er bereit, immer
weiter sein Leben Gott zu weihen.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich meinte, die Gabe des Zehnten sei
eine besondere Hingabe. Herr, hilf mir, wie Paulus mit dem Schuldnerbewusstsein
zu leben und mein ganzes Leben dir zu weihen.

Ein Wort: Lebe mit dem Schuldnerbewusstsein

14. Oktober 2011

Segen und Fluch

3. Mose 26,1-46

(3. Mose 26,3.4a) Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und
meine Gebote halten und tun, so will ich euch Regen geben zur
rechten Zeit und das Land soll sein Gewächs geben.

In diesen Versen verheißt Gott seinem Volk ein segensreiches
Leben, wenn sie ihn als Gott anbeten und seinen Geboten gehorchen.
Gott würde ihnen dann Brot in Fülle, Frieden, Sieg über die
Feinde und Wachstum geben. Gott hatte in seiner Liebe ihr Joch
zerbrochen, so dass sie aufrecht gehen konnten (13). Die Antwort
auf diese erlösende Liebe Gottes sollte Gehorsam sein. Ein Leben
in Dank und Gehorsam gegenüber seinem Wort (1. Mose 2,15-17)
und damit in der Liebesbeziehung mit Gott, ist ein wahrhaft gesegnetes
Leben. Gott setzt diesem verheißenen gesegneten Leben ein
Leben in Ungehorsam und Götzendienst gegenüber und beschreibt
sehr klar die Folgen des Ungehorsams: Hungersnöte, Niederlagen,
Krankheiten, Demütigung, Tod und Vertreibung aus dem verheißenen
Land. Sie würden solange in Gefangenschaft bleiben, wie sie
die Erlassjahre nicht gehalten hatten. Das Ziel der Strafen war ihre
Buße. Gott verhieß ihnen, dass er dennoch an seinem Bund mit Abraham
festhalten würde. Wir haben auch täglich die Wahl zwischen
Gehorsam und Ungehorsam, zwischen Segen und Fluch. Nicht unsere
Bedingungen machen unser Leben verflucht, sondern unser eigener
Ungehorsam. Mit dieser Wahrheit sollen wir täglich vor Gott
leben, sofort Buße tun und seinem Wort wieder gehorchen.

Gebet: Herr, hilf mir, einem Wort Gottes zu gehorchen.

Ein Wort: Fluch oder Segen

13. Oktober 2011

Das Sabbatjahr und Erlassjahr

3. Mose 25,1-55

(3. Mose 25,38) Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland
geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben und euer
Gott zu sein.

Als Mose die Worte von Kapitel 26 auf dem Berg hörte, waren
die Herzen der Israeliten nach der Buße und dem Bau der Stiftshütte
sehr gehorsam gewesen. Sie warteten darauf, endlich von Gott
gesegnet zu werden und ins verheißene Land einziehen zu dürfen.
Aber wenn Menschen in materieller Hinsicht von Gott gesegnet
werden, ändern sich die Gesichter vieler und die Geldgier und Habgier
breiten sich aus. Gott warnte sie eindringlich davor, in Geldgier
zu fallen und ihre Nächsten zu übervorteilen und zu unterdrücken
(15.17.43). Sie sollten vielmehr Gott fürchten und immer daran
denken, dass sie selbst Sklaven in Ägypten waren. Gott wusste
aber, wie schwach sie waren und wollte ihnen durch das Sabbatjahr
und Erlassjahr helfen, Gottes Gnade und Eigentumsrecht über ihr
Leben, Gottes Segen und das verheißene Land anzuerkennen. Der
Herr ist der Schöpfergott, deshalb ist er der Eigentümer der Welt.
Wir müssen sein Eigentumsrecht anerkennen und das von Gott Anvertraute
im Vertrauen auf ihn gut verwalten. Habgier kommt daher,
dass man Gott nicht fürchtet, Gottes Eigentumsrecht ablehnt
und ihm nicht vertraut (21). Gott hat uns aus der Sklaverei geführt,
weil er unser Gott sein will. Dies ist der wahre Segen.

Gebet: Herr, hilf mir, dein Eigentumsrecht in der Segenszeit anzuerkennen
und im Vertrauen auf dich zu leben.

Ein Wort: Fürchte Gott und vertraue auf ihn!

12. Oktober 2011

Wer Gott lästert, der soll sterben

3. Mose 24,1-23

(3. Mose 24,16) Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes
sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder
Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben.

Gottes Herrlichkeit erfüllte die Stiftshütte (2. Mose 40,34.35).
Der brennende Leuchter und der Tisch mit den Schaubroten waren
Zeichen der Gegenwart Gottes und eine Vorausschau auf Jesus, der
das Licht der Welt und das Brot des Lebens ist (Joh 8,12; 6,35), nach
dem sich die Menschen in Sünden sehnen. Ein Leben in der Gegenwart
Gottes, in seinem Licht und von ihm gesättigt, ist ein Leben
in der Liebesbeziehung mit Gott. Dies wünschte sich Gott von seinem
Volk (2. Mose 19,4-6). Aber Gott wusste, dass die geistliche
Lage seines Volkes ganz anders war (10-23). In seinem Volk gab es
Gotteslästerung, Mord und Gewalt. Hinter dem Gesetz „Auge um
Auge, Zahn um Zahn“ steht Gottes Gerechtigkeit und das Prinzip
der Vergeltung. Nach diesem Prinzip gab Gott seinen einzigen Sohn
für unsere Sünden am Kreuz hin. Jesus wurde der Gotteslästerung
angeklagt und deshalb zum Tode verurteilt (Mt 26,65.66). Weil wir
Gott und seinen Namen gelästert haben, musste Gott Jesus der
Gotteslästerung anklagen. Gotteslästerung geschieht nicht nur mit
dem Mund, sondern auch in unserem Herzen, wenn wir gegen Gott
murren und ihm die Schuld für verschiedene Schwierigkeiten geben.

Gebet: Herr, vergib mir meine Gotteslästerung.

Ein Wort: Lebe in Gottes Gegenwart

11. Oktober 2011

Der Sabbat und die Festtage

3. Mose 23,1-44

(3. Mose 23,2b) Dies sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt
als heilige Versammlung; dies sind meine Feste.

Gott half seinem Volk, ein heiliges Leben zu führen, indem
er ihnen den Sabbat und einige Festtage gab. Sechs Tage sollten
sie arbeiten, aber am Sabbat sollten sie nicht arbeiten. Gott gab ihnen
diesen Ruhetag, damit sie jede Woche ihre Beziehung mit Gott
durch Lob und Anbetung, aber auch durch Buße erneuern konnten.
Jesus „arbeitete“ am Sabbat sehr fleißig (Mk 3,2-6) und diente dem
lebengebenden Werk Gottes. Das Passafest und das Fest der ungesäuerten
Brote sollten dem Volk helfen, Gottes Gnade des Auszugs
aus der Knechtschaft in Ägypten niemals zu vergessen (2. Mose
13,8). Jesus starb als das einmalige Passalamm und befreite uns
von der Knechtschaft der Sünde. Diese Gnade dürfen wir niemals
vergessen. Neben dem Passafest waren das Wochenfest (Pfingstfest:
50 Tage nach dem Passafest) und das Laubhüttenfest die wichtigsten
Feste (5. Mose 16). Das Wochenfest war ein Erntefest, an
dem Gott für den Beginn der Weizenernte gedankt wurde. Nach
dem Wochenfest gab es einen Zeitraum von etwa vier Monaten,
ehe das Posaunenfest, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest
im siebten Monat begangen wurden. Auch beim Laubhüttenfest
sollte sich Israel an Gottes Gnade in der Wüste erinnern.

Gebet: Herr, danke, dass du mir Zeit zum Danken, zur Buße und Anbetung
gibst und diese Feste mir wahre Freude geben.

Ein Wort: Halte Gottes Feste!

10. Oktober 2011

Entheiligt nicht Gottes Namen und Opfer

3. Mose 22,1-33

(3. Mose 22,15) Denn die Priester sollen nicht entheiligen lassen
das Heilige der Israeliten, die Opfergabe für den HERRN,
Aaron und seine Söhne durften nicht von dem Opferfleisch
essen, wenn sie selbst auf irgendeine Weise unrein geworden waren

(1-15). Auch sollten sie darauf achten, dass das Opfer ohne
Fehler war, damit es den Opfernden auch vor Gott wohlgefällig
machen konnte. Ein Priester ist ein Mittler zwischen Gott und den
sündigen Menschen, er vermittelt durch das Opfer, früher durch die
Opfertiere, heute durch das Opfer in Jesus. Ohne das heilige Opfer,
kann er nicht vermitteln. Deshalb ist es seine wichtigste Aufgabe,
dass Opfer selbst zu heiligen, indem er Gottes Gebote absolut hält
und anderseits darauf achtet, dass das Opfer nicht entheiligt wird.
In unserer Zeit wird Gottes Opfer in Jesus auf verschiedene Weise
„entheiligt“, indem Gottes Wort relativiert oder Jesu Tod und Auferstehung
geleugnet wird. Diese Entheiligung des Heiligen kommt
vor allem daher, dass viele Gott nur von ihren „Resten“ opfern (20).
Wir können Gottes Opfer in Jesus in unserer Zeit heiligen, indem
wir selbst ein heiliges Leben führen, Gott unser Bestes opfern und
indem wir auch anderen helfen, Gott ihr Bestes zu opfern.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich dein heiliges Opfer in Jesus durch
meinen Ungehorsam und meine „Restopfer“ entheiligt habe. Hilf
mir, Jesu Opfer in meiner Generation zu heiligen.

Ein Wort: Entheilige nicht Jesu Opfer!

8. Oktober 2011

Ein Gott geweihtes Leben

3. Mose 21,1-24

(3. Mose 21,1) Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern,
den Söhnen Aarons, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an
keinem Toten seines Volks unrein machen,

Dieses und das folgende Kapitel wenden sich an Aaron und
seine Priester. Ein Priester sollte sich an keinem Toten seines Volkes
verunreinigen, außer an seinen nächsten Verwandten. Für alle Israeliten
galt das Gesetz, dass man sieben Tage unrein war, wenn man
einen Toten berührt hatte (4. Mose 19,14). Wenn also ein Priester
einen Toten berührt hatte, hätte er seinen Priesterdienst sieben
Tage lang nicht ausüben können. Die Priester und vor allem der Hohepriester
sollten keine Witwe, Verstoßene oder Hure zur Frau nehmen,
sondern eine Frau aus ihrem Volk. Gott hatte Aaron und seine
Nachkommen trotz der Sünde Aarons (2. Mose 32,4) und seiner
Söhne (10,1.2) in seiner einseitigen Gnade als Priester des Herrn
berufen. Gott lehrte hier Aaron und seine Söhne, dass ein Priester
des Herrn, sein ganzes Leben Gott weihen und opfern muss. Seine
Aufgabe als Priester, sein Volk zu Gott zu bringen, musste vor seiner
Beziehung zu verschiedenen Menschen stehen. Auch seine Familie
musste er Gott völlig weihen. Jesus lehrte auch: „Lass die Toten ihre
Toten begraben; du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes.“
(Lk 9,60)

Gebet: Herr, ich bin in deiner Gnade ein Priester für dein Volk. Hilf
mir, diese Aufgabe mit höchster Priorität zu erfüllen und ein Gott
geweihtes Leben zu führen.

Ein Wort: Lebe mit erster Priorität als Priester des Herrn

7. Oktober 2011

Absonderung

3. Mose 20,1-27

(3. Mose 20,24) Euch aber sagte ich: Ihr Land soll euch zufallen; und ich will es euch zum Erbe geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat.

In diesem Kapitel werden die Strafen für einige Vergehen ausgeführt, die in den Kapiteln 18 und 19 dargelegt wurden. Auf Kindesopfer, Geisterbeschwörung, Ehebruch, Geschlechtsverkehr mit Tieren, dem gleichen Geschlecht oder einigen Verwandten stand die Todesstrafe. Gott sind solche Dinge ein Gräuel und Ekel. Gott warnte sein Volk zum wiederholten Mal eindringlich, dass er heilig ist und sie heilig sein und nach seinen Geboten leben sollten, sonst würde er sie wie die Kanaaniter ausspeien. Gott gab seinem Volk so viele Reinheitsgebote, damit sie sich von dem gottlosen Leben der Kanaaniter absondern konnten. Absonderung ist ein wesentlicher Bereich der Heiligung, vor allem wenn wir wie die Israeliten gerade unser altes Leben in der Sklaverei der Sünde verlassen haben. Gott sonderte sein Volk ab, indem er die heidnischen Völker aus dem verheißenen Land vertrieb, aber sie sollten sich selbst entscheiden, ein abgesondertes Leben zu führen. Dies hat Israel in der Geschichte leider nicht getan, so dass Gott sie aus dem verheißenen Land wieder vertrieb (2. Kön 21,8-12). Wir dürfen nicht den gleichen Fehler wie Israel begehen und Gottes Absonderung in unserem Leben ablehnen.

Gebet: Herr, vergib meine Rebellion gegenüber deiner Absonderung.

Ein Wort: Nimm Gottes Absonderung an

6. Oktober 2011

Du sollst deinen Nächsten lieben

3. Mose 19,1-37

(3. Mose 19,18b) Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst;
ich bin der HERR.

Gott ist heilig, darum soll Gottes Volk auch ein heiliges Leben führen. Gott gab seinem Volk in diesem Kapitel viele Anweisungen, wie sie in ihrem praktischen Alltagsleben ein geheiligtes Leben führen sollten: Ehrung der Eltern, Fernhalten von Götzen, Einhaltung der Feiertage, Opferung gemäß Gottes Anweisungen, Verzicht auf die Nachlese zu Gunsten der Armen, nicht stehlen, lügen oder falsch schwören, kein Hass oder keine Verleumdung gegen deinen Nächsten, dafür Zurechtweisung. Sie sollten weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben, ihren Leib nicht ritzen, ihre Töchter nicht zur Hurerei anhalten und alte Menschen ehren. Weil sie selbst Fremdlinge in Ägypten waren, sollten sie die Fremdlinge, die bei ihnen wohnten, nicht bedrücken. Alle Anweisungen und Gebote erfüllen sich in dem „einen Wort“: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ (Gal 5,14; Mk 12,31). „Wie dich selbst“ ist sozusagen die Richtschnur, die wir an unserer Liebe zu unserem Nächsten anlegen sollen. Wie wir uns selbst lieben, wissen wir. So viele Stunden, wie man an sich selbst und seine Probleme denkt, soll man an den anderen denken. Wie viel Geld man für sich selbst ausgibt, soviel soll man dem Nächsten geben. Keiner kann ein heiliges Leben vor Gott führen, ohne dafür zu kämpfen, seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben.

Gebet: Herr, vergib meine Selbstliebe. Hilf mir, täglich meinen Nächsten wie mich selbst zu lieben.

Ein Wort: Fang heute an, deinen Nächsten zu lieben!

5. Oktober 2011

Nach Gottes Geboten leben

3. Mose 18,1-30

(3. Mose 18,4) sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; ich bin der HERR, euer Gott.

Die Kapitel 18 bis 20 sind vor dem Hintergrund der Kulturen Ägyptens und Kanaans zu sehen. Viele hier geschilderte Lebensweisen waren dort üblich. In Kapitel 18 geht es um das siebte und zehnte Gebot (2. Mose 20,14.17), d.h. um den Schutz der Ehe und Familie. Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist von Gott gegründet (1. Mose 2,18-25). Die Ehe oder Familie ist die Kernzelle einer Gesellschaft. Wird sie zerstört, wird eine Gesellschaft zerstört. Gott verbot den Geschlechtsverkehr zwischen Blutsverwandten, so z.B. mit dem Vater, der Mutter, der Stiefmutter, der Schwester, den Enkeln, der Tante, der Schwiegertochter oder der Schwägerin. Kindsopfer (21), Homosexualität (22) und Geschlechtsverkehr mit Tieren waren unter den Ägyptern und Kanaanitern normal. Eine solche Lebensweise ist aber Gott ein Gräuel. Sie macht nicht nur einen Menschen unrein, sondern ein ganzes Land (25). Als Gottes Volk sollen wir nach Gottes Geboten leben und nicht wie die Menschen um uns herum. Auch wenn verschiedene Lebensweisen in unserer Gesellschaft „normal“ geworden sind, sollen wir nach Gottes Geboten leben, sonst können wir nicht zum Volk Gottes gehören.

Gebet: Herr, hilf mir, mich nicht dem gottlosen Lebensstil unserer Zeit anzupassen, sondern nach deinen Geboten zu leben.

Ein Wort: Gottes Gebote sollen wir halten

4. Oktober 2011

Im Blut ist das Leben

3. Mose 17,1-16

(3. Mose 17,11) Denn des Leibes Leben ist im Blut und ich habe es euch für den Altar gegeben, dass ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist.

Gott gebot seinem Volk, ihre Tiere weder im Lager noch draußen vor dem Lager zu schlachten, sondern vor der Tür der Stiftshütte. Durch dieses Gebot wollte Gott seinem Volk einerseits helfen, nicht in die Versuchung zu geraten, Götzendienst zu betreiben (7). Zum anderen wollte er ihnen helfen, das Prinzip der Sühnung zu verstehen. Das Prinzip der Sühnung lautet: Leben für Leben. Der Lohn der Sünde ist der Tod (Röm 6,23), der durch Blutvergießen symbolisiert wird. So gibt es ohne Blutvergießen keine Vergebung (Hebr 9,22). Vergebung bei Gott geschieht nicht, weil die Strafe für die Sünde aufgehoben wird, sondern weil sie auf ein Opfer übertragen wird, das sein Blut vergießt. Um dieses Prinzip zu verstehen verbot Gott den Israeliten, Blut zu essen. „Denn das Blut ist die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist.“ Das Prinzip der Sühnung hat sich nicht geändert. Gott ist die Liebe, aber wir kommen nicht einfach so in das Reich Gottes. Jesus musste sein Blut am Kreuz vergießen, damit unsere Sünde gesühnt wird. Apostel Paulus hatte das Prinzip der Sühnung verstanden (Gal 2,20). In ihm lebte Christus, Christus war sein Leben, deshalb war Hingabe sein Gewinn (Phil 1,21).

Gebet: Herr, hilf mir, mit dem Prinzip der Sühnung zu leben.

Ein Wort: Das Blut ist die Entsühnung

3. Oktober 2011

Der große Versöhnungstag

3. Mose 16,1-34

(3. Mose 16,34) Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr Israel einmal im Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden. Und Aaron tat, wie der HERR es Mose geboten hatte.

Einer der höchsten jüdischen Feiertage war der Versöhnungstag (hebr. Jom Kippur), der am zehnten Tag des siebten Monats, also fünf Tage vor dem Laubhüttenfest, gefeiert wurde. Es war ein Fastentag, denn an diesem Tag sollte das Volk von allen Sünden gereinigt werden (30). Aaron musste sich und sein Haus zuerst durch ein Sündopfer entsühnen. Danach wurde durch das Blut eines Bockes, das gegen den Gnadenthron gesprengt wurde, das Heiligtum von den Verunreinigungen und Übertretungen der Israeliten entsühnt (16), sowie durch das Blut eines Stiers und eines Bockes der Altar. Dann sollte Aaron seine beiden Hände auf den Kopf des anderen Bockes legen und über ihm alle Sünden der Israeliten bekennen. Dieser Sündenbock nahm alle Missetat auf sich und wurde anschließend in die Wüste getrieben. Jom Kippur ist eine Vorausschau auf Jesus (Hebr 9,12). Als Jesus starb, zerriss der Vorhang zum Allerheiligtum. Das alte Opfersystem und der alte Bund wurden hinfällig, weil Jesu einmaliges Opfer die Sünden aller Menschen sühnt. Sein Blut ist das Blut des Bundes (Mt 26,28), das uns mit Gott versöhnt. Jesu Blut sühnt nicht nur unsere Sünde, es hat auch die Macht uns zu verändern, so dass wir dem lebendigen Gott dienen können (Hebr 9,13-15).

Gebet: Herr, danke, dass Jesu Blut all meine Sünde sühnt und mich auch reinigt und verändert.

Ein Wort: Heute ist dein Versöhnungstag!

1. Oktober 2011

Unreinheit bei Männern und Frauen

3. Mose 15,1-33

(3. Mose 15,31a) Und ihr sollt die Israeliten wegen ihrer Unreinheit absondern, damit sie nicht sterben in ihrer Unreinheit, …

Kapitel 15 bezieht sich auf die Unreinheit bei Männern und Frauen, die durch verschiedene Sekrete des menschlichen Körpers verursacht wurden, seien diese gewöhnlich oder krankheitsbedingt. Wenn ein Mann an seinem Glied einen Ausfluss hatte, so galt er als unrein. Alle, die solch einen Unreinen berührten oder sich auf sein Lager setzten, wurden unrein, aber nur bis zum Abend. Sie mussten sich waschen, aber keine Opfer bringen. Wurde ein Mann von seinem Ausfluss geheilt, so musste er sich nach sieben Tagen waschen und am achten Tag zwei Tauben opfern, eine Taube als Sündopfer, die andere als Brandopfer. Das gleiche musste eine Frau tun, die von einer irregulären Monatsblutung geheilt wurde. In der Zeit der normalen Monatsblutung galten die Frauen als unrein. Sie mussten aber nichts opfern. Gott verlangte, dass man die in den Kapiteln 11 bis 15 beschriebenen unreinen Menschen absonderte. Er tat dies, nicht nur um die anderen vor verschiedenen Krankheiten zu schützen, sondern damit diese nicht in ihrer Unreinheit stürben. (31) Sie würden sterben, wenn sie in Gottes Wohnung gingen. Gott will, dass kein Mensch in seiner Unreinheit stirbt. Er gibt oftmals eine Zeit der „Absonderung“, damit wir geheilt werden.

Gebet: Herr, hilft mir, in der Zeit der „Absonderung“ Buße zu tun und mich von dir heilen zu lassen.

Ein Wort: Damit sie nicht sterben in ihrer Unreinheit

09. August 2011

Reinigung

3. Mose 14,1-57

(3. Mose 14,14) Und der Priester soll von dem Blut des Schuldop-
fers nehmen und es dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des
rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf
die große Zehe seines rechten Fußes.

Kapitel 14 spricht über die Reinigung eines Aussätzigen, nach
seiner Heilung. Wenn eine Person geheilt wurde, konnte sie nicht
einfach in die Gemeinschaft zurückkehren, sie musste sich reinigen.
Die Reinigung geschah durch das Blut. Zunächst durch das Blut ei-
nes Vogels, das auf den Geheilten gesprengt wurde. Danach muss-
te der Geheilte seine Haare abscheren, die Kleider und sich selbst
waschen. Obwohl er jetzt rein war (8), musste der Geheilte noch
sieben Tage außerhalb des Zeltes bleiben und sich dann erneut
alle Haare scheren, seine Kleider und seinen Körper waschen. Nun
musste er zwei Lämmer (ein Lamm, wenn man arm war) als Schuld
und Sündopfer opfern. Das Blut des Lammes wurde auf das rechte
Ohrläppchen, den rechten Daumen und die große Zehe des rechten
Fußes gestrichen. Nur durch das Blut des Lammes konnte seine Be-
ziehung mit Gott und den Menschen wiederhergestellt werden und
konnte er zurück in die Gemeinschaft kommen. Jesu Blut reinigt un-
sere Ohren, damit wir sein Wort hören können. Es reinigt unsere
Hände, um Gottes Willen zu tun und unsere Füße, so dass wir auf
Gottes Wegen gehen können.

Gebet: Herr, reinige meine Ohren, damit ich dein Wort hören kann.
Reinige meine Hände und Füße, damit ich deinen Willen tun und
deine Wege gehen kann.

Ein Wort: Saubere Ohren, Hände und Füße

08. August 2011

Aussatz

3. Mose 12,1-13,59

(3. Mose 13,46) Und solange die Stelle an ihm ist, soll er unrein sein,
allein wohnen, und seine Wohnung soll außerhalb des Lagers sein.

Nach der Entbindung war die Frau 8 Tage unrein (bzw. 14
Tage bei der Geburt eines Mädchens) Diese Unreinheit ist eine Er-
innerung daran, dass wir alle in Sünden geboren sind (Ps 51,7). In
Kapitel 13 werden verschiedene Hautveränderungen beschrieben,
die jeweils vom Priester genau beobachtet und beurteilt werden
sollten, ob es sich um Aussatz handelt oder nicht. Wurde Aussatz
festgestellt, so musste diese Person vom Priester für unrein erklärt
werden. Wer aussätzig war, sollte zerschlissene Kleider und offene
Haare tragen, seinen Bart verhüllen und “Unrein” rufen, damit er
als unrein erkannt werden konnte. Aussätzige mussten außerhalb
der Stadt wohnen. Für die Übertragung des Erregers bedarf es eines
langfristigen Kontakts mit einem Infizierten, dies weiß man heute,
Gott wusste dies schon damals. In Europa gibt es heute so gut wie
keine Leprakranken, aber Europa ist voller Menschen mit Sünden-
aussatz. Auch heute müssen wir als Priester des Herrn genau fest-
stellen, um welchen Sündenaussatz es sich handelt. Jesus berührte
die Aussätzigen und machte sie rein (Mt 8,3). Auch wir müssen die
Menschen berühren, die an ihren Sünden wie Aussatz leiden. Wir
müssen sie zu Jesus bringen, damit er sie heilt und reinigt.

Gebet: Herr, danke, dass Jesus die Aussätzigen berührte. Hilf mir,
dies auch zu tun, statt sie wegzuschicken.

Ein Wort: Berühren, statt wegschicken

07. August 2011

In Anfechtung und Schmach

Psalm 69,1-37

(Ps 69,14) Ich aber bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach
deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Dieser Psalm wurde von David gedichtet, der wegen seiner
Feinde seine Heimat verließ und in Anfechtung und Schmach geriet.
Wie kann unser Glaube wiederhergestellt werden, wenn wir uns in
Anfechtung und Schmach befinden? Erstens sollen wir flehentlich
beten (1-7). David ging während seines geistlichen Tiefes zu Gott
und betete. Sein Leiden nahm überhand (2-5). Dennoch betete er
beharrlich (4; Jer 33,3). Zweitens sollen wir uns um ein frommes Le-
ben bemühen (8-13). Der Psalmist wurde um Gottes willen verfolgt
und geschmäht (8-10). Er wurde stark verspottet (11-13). In dieser
Zeit bemühte er sich um ein frommes Leben vor Gott (11.12; 1. Tim
4,7-8). Drittens sollen wir dem Gebetsleben unverändert treu sein
(14-29). Sein beständiges Glaubensleben konnte man darauf zu-
rückführen, dass er treu betete (14). Im Schlamm und tiefen Wasser
betete er (15-17). Er betete auch, als er sich in Schmach, Schande,
Scham und Schmerzen befand (19-22). Viertens sollen wir Gott lo-
ben, indem wir auf die Erfüllung der Errettung vorausschauen (30-
37). Ein verbittertes Herz kann nicht verbittert bleiben, wenn es sich
lobend an Gott wendet.

Gebet: Herr, stelle meinen Geist wieder her. Lehre mich, dir unter
allen Umständen zu danken und zu beten.

Ein Wort: Ich aber bete zu dir, HERR.

06. August 2011

Darum sollt auch ihr heilig sein

3. Mose 11,1-47

(3. Mose 11,45) Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland
geführt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn
ich bin heilig.

Die Kapitel 11 bis 15 beinhalten verschiedene Reinheitsvor-
schriften. In Kapitel 15 wird ausführlich erklärt, welche Tiere für die
Israeliten rein und welche unrein waren. Jesus erklärte alle Speisen
für rein, weil nicht die Speisen den Menschen unrein macht (Mk
7,18-23). Der Gott Israels ist auch unser Gott. Er ist heilig, deshalb
sollen auch wir heilig sein. Die Heiligung ist immer noch Gottes Wil-
le an sein Volk. Wenn Gottes Volk kein geheiligtes Leben führt und
wie die Ungläubigen lebt, können die Ungläubigen Gott nicht er-
kennen. Wir sollen durch unser geheiligtes Leben Salz und Licht der
Welt sein. Heiligung geschieht einerseits durch die Buße, anderseits
durch die Absonderung. Gottes Wort heiligt und reinigt uns (Eph
5,27.28) einerseits, anderseits bewahrt uns der Gehorsam gegen-
über dem Wort Gottes davor zu sündigen (Ps 119,9). Johannes der
Täufer führte ein geheiligtes Leben, weil er ein von der Welt abge-
sondertes Leben führte, aber vor allem, weil er den Willen Gottes
an seinem Leben erfüllte (Lk 1,15-17). Das geheiligte Leben mach-
te ihn geistlich stark und mutig. Wenn wir ein äußerlich gesehen
reines Leben führen, aber Gottes Willen an unserem Leben nicht
erfüllen und für unsere eigene Ehre Leben, führen wir ein unreines
Leben.

Gebet: Herr, du bist heilig, deshalb sollen auch ich ein heiliges Le-
ben zu führen.

Ein Wort: Wir sollen heilig sein

05. August 2011

Der Tod von Nadab und Abihu

3. Mose 10,1-20

(3. Mose 10,3a) Da sprach Mose zu Aaron: Das ist’s, was der HERR
gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind,

Nadab und Abihu waren die zwei ältesten Söhne Aarons. Sie
hatten alles miterlebt, den Auszug aus Ägypten und den Durchzug
durchs Rote Meer. Mit ihrem Vater und siebzig von den Ältesten,
hatten sie das Privileg gehabt Gott zu schauen (2. Mose 24,9-11).
Durch Gottes Strafe für Israel nach dem Abfall von Gott (2. Mose
32,25ff) hatte sie gesehen, wie ernsthaft Ungehorsam, Rebellion
und Götzendienst ist. Auch der Bau der Stiftshütte hatte sie den
absoluten Gehorsam bis ins Detail gelehrt. Gott hatte ihnen auch
herrliche Priesterkleider gegeben, und sie hatten bei der Einset-
zung als Priester sieben Tage die Tür der Stiftshütte nicht verlassen.
Kurz gesagt: Sie hatten den heiligen Gott erfahren und hätten ihn
mit Ehrfurcht und absoluten Gehorsam dienen sollen, der auch die
Sünde ihres Vaters gesühnt und sie als Priester allein in der Gnade
einsetzt hatte. Dass sie dennoch Gott ein Opfer nach ihrer eigenen
Vorstellung brachten, zeigt, dass sie keine Ehrfurcht vor Gott hatten
und hochmütig waren. Gottes Strafe fiel deshalb so hart aus. Sie
waren Gottes Priester und Gott nahe, deshalb erzeigte sich Gott als
heilig und richtete sie, weil sie Gottes Opfer verachtet hatten. Gott
verlangte von Aaron, ihn mehr zu ehren als seine Söhne (2. Sam
2,29).

Gebet: Herr, du bist heilig, dennoch darf ich dir in Jesu Blut nahe
sein. Hilf mir, mit heiliger Furcht zu leben.

Ein Wort: Gott erzeigt sich als heilig, die ihm nahe sind

04. August 2011

Ein Feuer vom Herrn

3. Mose 9,1-24

(3. Mose 9,24) Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehr-
te das Brandopfer und das Fett auf dem Altar. Da alles Volk das sah,
frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz.

Nach den sieben Tagen des Einsetzungsopfers nahmen Aa-
ron und seine Söhne ihren Dienst als Priester des HERRN auf. Zu-
nächst musste Aaron ein Sündopfer für die Sühnung seiner Sünden
schlachten (2. Mose 32,2ff) und danach ein Brandopfer bringen.
Dann erst durften Aaron und seine Söhne für das Volk ein Sündop-
fer schlachten und Brand-, Friedens- und Speiseopfer darbringen.
Nach diesen Opferungen erhob Aaron seine Hände auf zum Volk
und segnete sie und ging mit Mose in die Stiftshütte. Als beide
wieder herauskamen, segneten sie erneut das Volk. Da erschien die
Herrlichkeit des Herrn allem Volk. Ein Feuer ging aus von dem Herrn
und verzehrte das Brandopfer und das Fett auf dem Altar. Dies zeigt,
dass Gott ihre Opfer angenommen hatte. Nach dem “Sündenfall”
des Volkes durch ihren Götzendienst war die Beziehung zu Gott
ganz zerstört (2. Mose 32). Aber durch das Gebet von Mose, die
Errichtung der Stiftshütte und Opferung im absoluten Gehorsam,
konnte Gott jetzt wieder mit seiner Herrlichkeit unter seinem Volk
sein. Gottes Annahme des Opfers war wie ein Neuanfang für Israel.
Als das Volk sah, dass Gott ihr Opfer annahm, freuten sie sich sehr
und fielen auf ihre Antlitz.

Gebet: Herr, ich preise dich, dass du das Opfer Jesu am Kreuz ange-
nommen hast, all meine Sünden gesühnt und mir einen Neuanfang
gegeben hast.

Ein Wort: Ich freue mich und falle auf mein Angesicht

03. August 2011

Die Priesterweihe

3. Mose 8,1-36

(3. Mose 8,30b) Und Mose nahm von dem Salböl und dem Blut auf
dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine
Söhne und ihre Kleider; so weihte er Aaron und seine Kleider, seine
Söhne und ihre Kleider.

Mose gehorchte Gottes Anweisungen aus 2. Mose 29 bzgl.
der Priesterweihe. Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser
und kleidete sie mit der Priesterkleidung. Er salbte die Stiftshütte
und alles, was darin war und heiligte es. Aaron und seine Söhne leg-
ten ihre Hände auf den Kopf des Sündopfertiers und Mose schlach-
tete das Tier. Der erste Widder wurde vollständig als Brandopfer
dargebracht, der zweite Widder als Einsetzungsopfer. Das Blut des
zweiten Widders strich Mose auf das Ohrläppchen, den Daumen
und die große Zehe von Aaron und seinen Söhnen. Das Fett und
Teile der Eingeweide wurden verbrannt. Schließlich sprengte Mose
das Blut vom Altar und Salböl auf die Priester, so weihte er sie. Das
Fleisch des Tieres wurde vor der Tür der Stiftshütte gekocht und
sollte von Aaron und seinen Söhnen gegessen werden. Sieben Tage
(33) sollten sie nicht von der Tür der Stiftshütte weggehen, bis die
Tage des Einsetzungsopfers vorüber waren. Diese Einsetzung ge-
schah ohne Eid des Priesters, diese Priesterschaft ist nicht ewig,
aber Jesus wurde durch den Eid Gottes eingesetzt, seine Priester-
schaft ist ewig (Heb 7,21.28).

Gebet: Herr, danke für Jesu Einsetzung als ewigen Priester, der mich
für immer selig macht, denn er lebt für immer und bittet für mich
(Heb 7,24.25).

Ein Wort: Jesus als ewiger Priester geweiht

02. August 2011

Es ist ein Hochheiliges

3. Mose 7,1-38

(3. Mose 7,1) Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Es ist ein
Hochheiliges.

Gott spricht hier über den Umgang der Priester mit dem Op-
fer, mit dem Hochheiligen. Das Schuldopfer und Sündopfer war ein
Hochheiliges. Das Blut sollte am Altar vergossen werden und das
Fett und die Eingeweide auf dem Brandopferaltar verbrannt wer-
den, aber der Rest des Fleisches sollte dem Priester gehören. Nur
die männlichen Priester durften es an heiliger Stätte essen, weil
es ein Hochheiliges war (6). Jesu Blut und sein Fleisch (Mt 26,28)
ist auch ein Hochheiliges, das wir, wenn Gott uns als königliche
Priester berufen hat (1. Petr 2,9), hochachten und nicht mit Füßen
treten dürfen (Heb 10,29). Eli, der ein Priester des Herrn war, und
seine Söhne verachteten das Hochheilige. Die Söhne Elis nahmen
sich Fleisch und Fett von dem Opfer, wie sie wollten (1. Sam 2,13-
15.17). Eli verachtete das Opfer, indem er seine Söhne mehr ehrte
als Gott (1. Sam 2,29), deshalb richtete Gott sie und nahm ihnen das
Priestertum. Wenn wir Gottes Opfer in Jesus, nicht als Hochheil-
ges achten, werden wir auch unser Priestertum verlieren. Gott gab
den Priestern auch alle Speiseopfer (9) und das Fleisch der Lob- und
Dankopfer (15.32), aber nur wer rein war, durfte von dem Opfer-
fleisch essen, sonst würde er ausgerottet werden (21).

Gebet: Herr, danke für Jesu Blut, das all meine Sünde gesühnt hat.
Herr, hilf mir, es als Hochheiliges täglich zu achten und dich mit mei-
nem Leben zu ehren.

Ein Wort: Es ist ein Hochheiliges.

01. August 2011

Es soll nie verlöschen

3. Mose 6,1-23

(3. Mose 6,6) Ständig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nie
verlöschen.

Kapitel 6 und 7 stellen das “Opfergesetz” dar. Auf den ersten
Blick scheint es eine Wiederholung der vorhergehenden Kapitel zu
sein, aber dies stimmt nicht. Die Kapitel 1 bis 5 richten sich an das
Volk Israel (1,2), während sich die Kapitel 6 und 7 an die Priester
richten. Gott lehrte seine Priester ihre Rechte und Pflichten. Das
Brandopfer sollte die ganze Nacht bis zum Morgen auf dem Altar
brennen. Morgens sollte der Priester die Asche neben den Altar
schütten, sich umziehen und die Asche vor das Lager tragen und
dann neues Holz auf dem Altar anzünden. Das Feuer auf dem Al-
tar sollte nie verlöschen. Der Brandopferaltar sollte nie verlöschen,
weil das Volk ununterbrochen Gott anbeten sollte. Anderseits sollte
es nie verlöschen, weil er der Ort war, wo der Sünder mit seinen
Sünden zu Gott kommen und Sühnung erfahren oder auch Gott
anbeten konnte. Dieser Weg zu Gott sollte immer offen sein. Als
Priester des Herrn (1. Petr 2,9) haben wir auch heute Rechte und
Pflichten. Der Weg zu Gott ist durch Jesu Tod und Auferstehung im-
mer geöffnet (Lk 23,45). Aber wir müssen auch heute den “Brand-
opferaltar” immer am Brennen halten, indem wir Gottes Wohlta-
ten verkündigen und Fürbitte für die Menschen einlegen, die diese
Gnade in Jesus noch nicht kennen. Dies ist unsere Pflicht als Priester
des Herrn.

Gebet: Herr, hilf mir, das “Feuer” nie ausgehen zu lassen, indem ich
bete und deine Wohltaten verkündige.

Ein Wort: Das “Feuer” darf nie erlöschen.

31. Juli 2011

Gott hilft uns auch

Psalm 68,1-36

(Ps 68,20) Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf,
aber er hilft uns auch.

Dieser Psalm wurde von David gedichtet, während die Lade
Gottes von dem Haus Obed-Edoms nach Jerusalem getragen wur-
de. David erinnert sich an Gott, der ihnen half, ihre Last in Zeiten
des Leidens zu tragen. Dieser Gott hilft uns auch heute noch, unsere
Last zu tragen. Was für ein Leben sollen wir als Christen führen? Ers-
tens sollen wir für den Sieg Gottes beten (1-3). Jedes Mal wenn die
Israeliten vom Berg Sinai zum verheißenen Land aufbrachen und
weiterzogen, sprach Mose das Gebet aus Vers 2. Zweitens sollen
wir Gottes Gnade tief erkennen (4-20). Der Psalmist betet für die
Gerechten (4-7). „Die Gerechten freuen sich von Herzen (4).“ Gott
ist ein Vater der Waisen (6). Er bringt die Einsamen in eine Familie.
Er führt die Gefangenen zur wahren Freiheit (7). Aber die Abtrün-
nigen bleiben in der Wüste in ihrer eigenen Sünde. Gott gibt sei-
nem Volk sogar in der Wüste den Sieg (8-19). Dieser Text gibt einen
Ausblick auf Jesus, der von den Toten auferstand und zum Himmel
auffuhr, um uns vom ewigen Tod zu retten (19). Unser Heiland trägt
jeden Tag unsere Lasten (20). Er besiegt alle Feinde Gottes. Wir sol-
len auch Gott loben, der uns Kraft gibt (21-36). Der Psalmist lobt
Gott, der sein Volk vom Tod errettete (21).

Gebet: Herr, danke, dass du mir hilfst, meine Mission vor dir zu tra-
gen. Lass mich täglich dir Lob und Dank bringen.

Ein Wort: Gott gibt uns Mission und hilft uns dabei.

30. Juli 2011

Das Schuldopfer

3. Mose 5,14-26

(3. Mose 5,16a) Dazu soll er, was er gesündigt hat an dem Geweih-
ten, erstatten und den fünften Teil hinzufügen und es dem Priester
geben.

Das Schuldopfer (hebr. ‘āshām) unterscheidet sich vom Sünd-
opfer. Der Unterschied besteht darin, dass vor der Sühnung eine
Erstattung geschehen musste (16). Wenn jemand sich aus Versehen
an dem Gott Geweihten versündigt hatte, sollte er das Genommene
erstatten und 20% hinzufügen (16). Dann erst sollte die Sühnung
durch die Opferung eines Widders als Schuldopfer vollzogen wer-
den. Gott spricht in diesen Versen von der Schuld gegenüber ihm
und gegenüber dem Nächsten. Die Schuld gegenüber Gott besteht
darin, dass man etwas nimmt, was Gott gehört und indem man ge-
genüber dem Gebot des Herrn sündigt und gegen es handelt. Bei
der Schuld gegenüber dem Nächsten geht es darum, dass jemand
seinem Nächsten mit Gewalt, Lüge oder Unrecht etwas genommen
hat. Dieser sollte das Genommene wiedergeben und den fünften
Teil Aufschlag (24). Der Zöllner Zachäus im NT gab denjenigen, die
er betrogen hatte, das Vierfache zurück (Lk 19,8). Er tat nicht nur
mit den Lippen Buße und nahm Jesu Vergebung in Anspruch, son-
dern kehrte um zu Gott. Der Aufschlag von 20 % sollte die Israeliten
lehren, dass es sich nicht lohnt zu sündigen und forderte sie heraus,
zu Gott umzukehren.

Gebet: Herr, ich habe gegen dich und auch meinen Nächsten ge-
sündigt. Hilf mir, 20 % Aufschlag zurückzugeben, statt nur mit den
Lippen Buße zu tun.

Ein Wort: Gib 20% Aufschlag!

36

29. Juli 2011

Ein zehntel Scheffel

3. Mose 5,1-13

(3. Mose 5,11a) Vermag er aber auch nicht zwei Turteltauben oder
zwei andere Tauben zu geben, so bringe er für seine Sünde als sein
Opfer ein zehntel Scheffel feinstes Mehl als Sündopfer dar.

Die hier aufgeführten Opfer waren auch Sündopfer. Vier Ar-
ten der Sünden werden genannt, für die ein Sündopfer gebracht
werden konnte: wenn man einen gehörten Fluch nicht anzeigt,
wenn man unwissentlich etwas Unreines oder einen Unreinen an-
rührt und wenn man einen Schwur unbedacht spricht und dann
nicht halten kann. Eine Person, die sich auf diese Weise schuldig
gemacht hatte, sollte diese bekennen und als Buße ein Muttertier
(Schaf oder Ziege) als Sündopfer darbringen. Dieses “Bekennen”
unterscheidet sich vom vorher erwähnten Sündopfer. Der Priester
würde dann die Sühnung vollziehen. Gott gab jedem die Chance,
Sühnung seiner Sünden zu erfahren, auch die Ärmsten konnten ihm
opfern. Denn wenn der Opferbereite kein Schaf opfern konnte, soll-
te er zwei Tauben opfern, konnte er auch dies nicht, dann hatte er
die Möglichkeit, ein zehntel Scheffel feinstes Mehl zu opfern (etwas
mehr als 1 kg). Dies konnte auch die Ärmsten opfern. Damit öffne-
te Gott für alle den Weg zu ihm. Gott wollte nicht die Opfertieren,
sondern er wollte, dass jeder in seinem Volk in der Liebesbeziehung
mit ihm lebte und Sühnung seiner Sünden erfuhr.

Gebet: Herr, danke, dass du mit Jesu Geburt in einem Stall die Tür
für jeden zu dir geöffnet hast. Die Tür ist offen, aber ich muss selbst
hineingehen (Off 3,20).

Ein Wort: Jeder kann zu Gott kommen.

28. Juli 2011

Das Sündopfer

3. Mose 4,1-35

(3. Mose 4,2) Rede mit den Israeliten und sprich: Wenn jemand aus
Versehen gegen irgendein Gebot des HERRN sündigte und täte, was
er nicht tun sollte:

Das Sündopfer (hebr. hattā‘th) sollte zur Sühnung einer Sün-
de geopfert werden, die der Priester (3), die Gemeinde (13), der
Stammesfürst (22) oder sonst jemand aus Versehen gegen Gottes
Gebot begangen hatte. Derjenige, der das Opfer darbringen wollte,
sollte das Tier (Stier, Bock oder Ziege) selbst in der Stiftshütte vor
dem Herrn töten. Das Fett und die Eingeweiden wurden auf dem
Brandopferaltar verbrannt. Bei dem Opfer des Stammesfürsten
oder sonst einer Person, goss der Priester das Blut des Tieres an den
Fuß des Brandopferaltars, so wurde die Sühnung durch den Pries-
ter vollzogen. (26.31). Das Fleisch durften die Priester essen (7,31).
Wenn aber der Opfernde der gesalbte Priester selbst war oder die
Gemeinde, wurde das Blut zudem gegen den Vorhang im Heiligtum
gesprengt und an die Hörner des Räucheraltars gestrichen. Deshalb
wurde das Fleisch des Tieres hinausgetragen aus dem Lager und
dort verbrannt. Jesus wurde für die Sühnung unserer Sünden drau-
ßen vor der Stadt geopfert (Heb 9,12). Gott forderte von seinem
Volk, die Verantwortung für ihre Sünden gegen das Gebot zu tra-
gen, auch wenn sie aus Versehen begangen wurden.

Gebet: Herr, danke für die Sühnung meiner Sünden. Hilf mir, inne
zu werden (23) und meine Sünde gegen dein Gebot anzuerkennen
und damit zum Kreuz zu kommen.

Ein Wort: Werde inne und ergreife Gottes Sühnung!

27. Juli 2011

Das Friedensopfer

3. Mose 3,1-17

(3. Mose 3,1) Ist aber sein Opfer ein Dankopfer und will er ein Rind
darbringen, es sei ein männliches oder ein weibliches, so soll er vor
dem HERRN ein Tier opfern, das ohne Fehler ist.

Das dritte Opfer, auf Hebräisch “schelem”, wurde von Luther
mit “Dankopfer” übersetzt, wörtlich aber lässt es sich besser mit
“Friedensopfer” übersetzen. Mit diesem Friedensopfer sollten die
Israeliten den Frieden mit Gott feiern, der aufgrund der Wirkung
des sühnenden Blutes gestiftet worden war. Anders als beim Brand-
opfer wurde nicht das ganze Tier verbrannt. Der Anteil des Herrn
war das Fett, die Nieren, der Leberlappen und der Fettschwanz,
nur dieser Anteil wurde verbrannt. Die Leviten erhielten die rech-
te Keule und die Brust des Tieres (7,31-33), den Rest des Fleisches
erhielt der Opfernde selbst. Es ist das einzige Opfer, bei dem auch
der Opfernde einen Anteil erhielt. Mit diesem Opfer feierten die
Israeliten eine Art Gemeinschaftsmahl. Dass wir als Kinder Gottes
im Frieden mit Gott leben dürfen, ist wirklich ein Grund, Gott zu
opfern und ihm zu danken und auch gemeinsam zu feiern. Dieser
Friede mit Gott kommt allein durch das Blut, nach Jesu Opfertod am
Kreuz als das Lamm Gott (Joh 1,29), durch das Blut Christi. Deshalb
warnt Gott in Vers 17, Blut nicht zu essen. Nicht nur das Blut des
Opfertieres sollte nicht gegessen werden, sondern das Blut von al-
len geschlachteten Tieren (5. Mose 12,16.23), denn im Blut ist das
Leben.

Gebet: Herr, danke für den Frieden mit dir im Blut Christi. Dies ist
ein Grund, dir täglich zu danken.

Ein Wort: Opfere ein Friedensopfer!

26. Juli 2011

Das Speiseopfer

3. Mose 2,1-16

(3. Mose 2,13) Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein
Speisopfer soll niemals ohne Salz des Bundes deines Gottes sein;
bei allen deinen Opfern sollst du Salz darbringen.

Das Speiseopfer ist ebenfalls wie das Brandopfer ein freiwilli-
ges Opfer (1.4), aber anders als das Brandopfer ist es ein Gedenkop-
fer. Gottes Volk sollte nicht nur lernen, zu Gott zu kommen, wenn
sie gesündigt hatten (Brandopfer). Sie sollten auch lernen, Gott und
seiner Gnade zu gedenken und aus Dank für seine Gnade ihm zu
opfern, wenn sie wollten. Gott zwingt niemanden, ihm zu danken.
Bei keinem Speiseopfer durfte das Salz fehlen. Salz hat bewahrende
Kraft. Aber das gesalzene Opfer bewahrt nicht nur das Leben vor
Gott, sondern es verbindet auch mit Gott. Gott nennt es selbst “Salz
des Bundes”. Durch das Opfersalz sollte die Beziehung mit Gott fest
im Bund stehen. Viele kommen nur zu Gott, wenn sie ein Problem
haben oder von Gott etwas haben wollen. Aber als heiliges Volk (1.
Petr 2,9) müssen wir lernen, Gott auch “gesalzene Opfer” freiwillig
zu bringen. Gott lädt uns ein, mit ihm fest im Bund zu stehen, indem
wir täglich für seine Gnade an unserem Leben in Jesus Christus dan-
ken, nicht nur mit den Lippen, sondern indem wir Gott unser Leben
opfern (Röm 12,1). Ein Teil des Speiseopfers sollte verbrannt wer-
den, den anderen erhielten die Priester. Es ist auch wichtig, nicht
nur Gott, sondern auch seinen Priestern zu danken.

Gebet: Herr, hilf mir dir täglich, ein “gesalzenes Opfer” zu bringen,
ein Opfer, das mich an dich bindet.

Ein Wort: Opfere ein gesalzenes Opfer!

25. Juli 2011

Das Brandopfer

3. Mose 1,1-17

(3. Mose 1,3) Will er ein Brandopfer darbringen von Rindern, so
opfere er ein männliches Tier, das ohne Fehler ist, vor der Tür der
Stiftshütte, damit es ihn wohlgefällig mache vor dem HERRN,

In den Kapiteln 1-5 werden fünf verschiedene Opfer ge-
nannt. Das Brandopfer gehört mit dem Speiseopfer und Dankopfer
zu den freiwilligen Opfern. Der Ausdruck “will er” wiederholt sich
mehrfach. Das Brandopfer war ein Sühneopfer, aber nicht für eine
bestimmte Sünde. Jeder, der den inneren Wunsch hatte, sich bei
Gott zu heiligen und Sühnung seiner Sünden zu erfahren, konnte
ein Brandopfer bringen. Gott schrieb nur vor, welche Tiere geop-
fert werden sollten (ein Vieh, entweder ein Rind, Schaf oder eine
Ziege, ohne Fehler oder eine Taube), aber er sagte nicht für welche
Sünde welches Tier geopfert werden sollte. Jeder sollte dies selbst
entscheiden. Es ist interessant, dass dies das erste Opfer war, das
Gott seinem Volk sozusagen anbot, um sich zu heiligen. Gott wollte,
dass sich sein ganzes Volk heiligt. Die Heiligung eines Volkes beginnt
mit der Heiligung des Einzelnen. Dies war damals eine persönliche
Sache und Entscheidung und ist es auch heute. Gott opferte sei-
nen einzigen Sohn am Kreuz, aber er zwingt uns nicht zum Kreuz zu
kommen. Das Feuer am Brandopferaltar sollte nie ausgehen (6,5).
Jeden Tag konnten die Israeliten zu Gott kommen und durch das
Brandopfer Sühnung finden.

Gebet: Herr, du gibst mir durch das Opfer Jesu täglich die Möglich-
keit, Sühnung meiner Sünden zu erfahren.

Ein Wort: Willst du?

24. Juli 2011

Einführung in das 3. Buch Mose (Leviticus)

Heiligung ist das Hauptthema des Buches. Das Buch Leviticus wurde
von Mose verfasst (zwischen 1450 und 1410 v.Chr.). Gott offenbarte
diese Worte Mose in den fünfzig Tagen nachdem die Stiftshütte er-
richtet worden war (2. Mose 40,17) und ehe die Israeliten den Sinai
verließen (4. Mose 10,11).

Gliederung:
1. Verschiedene Arten der Opfer (Kap.1-5)
2. Opfergesetze (Kap. 6.7)
3. Die Weihe der Priester (Kap. 8-10)
4. Rein und unrein (Kap. 11-15)
5. Der große Versöhnungstag (Kap. 16)
6. Gesetze zu den Opfern (Kap. 17)
7. Gesetze für das persönliche Verhalten (Kap.18-22)
8. Die Feste des Herrn (Kap. 23)
9. Zeremonial- und Moralgesetze (Kap. 24)
10. Das Sabbatjahr und das Jubeljahr (Kap. 25)
11. Segen und Fluch (Kap. 26)
12. Gelübde und Abgaben (Kap. 27)

Der Leitvers ist 11,45: “Denn ich bin der HERR, der euch aus
Ägyptenland geführt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr hei-
lig sein, denn ich bin heilig”. Gott ist heilig, aber die Israeliten waren
Sünder. Gott hatte ihnen die Stiftshütte gegeben, aber die berufe-
nen Leviten und das Volk mussten nun wissen, wie sie dort Opfer
bringen und sich heiligen konnten.
Sie mussten lernen, in der richten Beziehung mit Gott zu le-
ben und wie sie ihm dienen konnten. Durch die Opfer sollten sie
erkennen, dass sie Sünder sind. Sie sollten lernen, zu Gott zu kom-
men und Sühnung durch das vorgegebene Opfer zu finden. Es gibt

nur einen Weg der Heiligung, nämlich durch das Blut des Opfers.
Gott ermahnte sie klar, wenn sie nicht als sein heiliges Volk leben
würden, würde er sie verfluchen und strafen (Kap. 26). Auch wir
müssen ein heiliges Leben führen, ein heiliges Volk sein, weil Gott
heilig ist.

»Es gibt kein anderes Buch im gesamten inspirierten Buch
der Bücher, (…) welches mehr direkte Worte Gottes enthält als das
3. Buch Mose. (…) Diese Überlegung wird uns anregen, dieses Buch
mit besonderem Interesse und großer Aufmerksamkeit zu lesen.«
Andrew A. Bonar

Es danken dir alle Völker

Psalm 67,1-8

(Ps 67,4) Es danken dir, Gott, die Völker. Es danken dir alle Völker.

Der Psalmist träumt davon, dass alle Völker Gott danken und
ihn lobpreisen. Wie kann dies geschehen? Wir sollen dafür beten,
dass das Evangelium unter allen Heiden verkündigt wird (1-4). Gott
segnet sein Volk, damit er verherrlicht werde. Er möchte, dass sein
Segen durch sein Volk über die ganze Erde fließt. Durch seinen Se-
gen soll sein Weg auf Erden und unter allen Heiden sein Heil er-
kannt werden. Wir sollen auch dafür beten, dass Gott die Völker
auf Erden regiert (5.6). Gott gibt allen Völkern Freude, weil er die
Menschen recht richtet (4). Wenn Gott ein Land regiert, ist dessen
Volk wirklich gesegnet. Es singt dann vor Freude, weil er das Volk
mit Gerechtigkeit regiert. Gott leitet die Völker der Erde auf dem
Pfad des Friedens und der Gerechtigkeit.
Um Gottes Segen sollen wir ihn bitten (7.8). Wenn das ganze
Volk Gott anbetet und preist, wird er das Land mit Fruchtbarkeit
und reicher Ernte segnen. Wenn die gottlosen Völker der Welt den
Segen Gottes für sein Volk erkennen, werden sie Gott fürchten und
zu ihm umkehren.

Gebet: Herr, segne uns, damit wir ein Segen sind. Zeige deine Füh-
rung und lass dein Heil zu allen Völkern kommen.

Ein Wort: Alle Welt fürchte Gott!