1. Mai 2012

Damit sie alle eins seien

Johannes 17,20-26

(Joh 17,21) damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und
ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass
du mich gesandt hast.
Jesus schloss sein hohepriesterliches Gebet mit dem Gebet für die
Welt. Er betete nicht allein für seine Jünger, sondern auch für die
nächste Generation an Gläubigen, die durch das Zeugnis der Jünger
zum Glauben kämen. Sein hauptsächliches Gebetsanliegen
war, dass alle Gläubigen eins seien. Einheit ist wichtiger als recht
zu haben. Aber Einheit ist kein natürlicher Vorgang. Wo viele Menschen
zusammen sind, kommt es zu Zwietracht und Meinungsverschiedenheiten.
Manchmal scheint es schon unmöglich zu sein,
dass zwei Menschen eins werden. Einheit ist deshalb das beste und
machtvollste Zeugnis für eine ungläubige Welt. Wie können wir
aber eins sein? Einheit gibt es dort, wo Jesus im Mittelpunkt steht,
nicht unsere eigene Meinung. Wenn Jesus unser Herr ist, dann können
wir unsere persönlichen Meinungen verleugnen und mit anderen
demütig zusammenarbeiten. Dann können wir andere trotz
ihrer Schwächen annehmen und hoch achten. Wo Jesus der Herr
ist, da gibt es Einheit, über Gemeindegrenzen hinaus.

Gebet: Herr, lass uns in dir eins sein und gebrauche uns dadurch als
deine Zeugen in dieser Welt.

Ein Wort: In Gott und Jesus sind wir eins

30. April 2012

Heilige sie in der Wahrheit

Johannes 17,6-19

(Johannes 17,17) Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die
Wahrheit.
In diesem Abschnitt betete Jesus für seine Jünger. Er betete viel
mehr für sie als für sich selbst. Es waren nicht die Jünger gewesen,
die sich Jesus ausgesucht hatten, sondern Gott hatte sie erwählt
und Jesus anvertraut. Jesus gab ihnen Gottes Wort. Sie nahmen es
an und erkannten dadurch, dass Jesus der von Gott gesandte Messias
ist. Aber nun musste Jesus diese Welt verlassen und seine Jünger
alleine dort zurücklassen. Es wäre am einfachsten, wenn sie ihm
auf dem Weg zum Himmelreich direkt nachfolgen würden. Doch Jesus
betete nicht, dass Gott sie aus der Welt nimmt, sondern dass er
sie vor dem Bösen bewahrt. Er betete für ihre Heiligung. Heiligung
bedeutet, dass Gottes Bild in uns wiederhergestellt wird. Heiligung
geschieht nicht, indem wir uns in ein Kloster von der Welt zurückziehen.
Heiligung geschieht, indem wir unser Leben auf das Wort
Gottes gründen, nicht auf weltliche Ansichten und Meinungen. Wir
leben in der Welt, in die uns Gott gesandt hat, sind aber nicht von
der Welt oder weltlich.

Gebet: Herr, danke für deine Erwählung. Lass mich heute dein Wort
zur Grundlage meines Lebens nehmen.

Ein Wort: Dein Wort ist die Wahrheit

28. April 2012

Ich habe dich verherrlicht

Johannes 17,1-5

(Johannes 17,4) Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk
vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue.
Kurz vor seiner Verhaftung hinterließ Jesus seinen Jüngern ein besonderes
Gebet, das man das „hohepriesterliche Gebet“ nennt. Jesus
betet darin für sich selbst, seine Jünger und für die Welt. Zuerst
betete er für sich selbst. Er sah der Verhaftung und einem grausamen
Tod am Kreuz entgegen. Aber in seinen Worten findet man
keinen Fatalismus. Er betete vielmehr dafür, dass Gott ihn verherrliche,
damit er Gott verherrlichen könne. Die Ehre und Herrlichkeit
Gottes waren immer das Ziel seines Lebens gewesen. Die Herrlichkeit
Jesu bestand darin, dass Gott ihm Macht gegeben hatte, allen
Menschen, die ihm anvertraut waren, das ewige Leben zu geben.
Ewiges Leben kommt zu allen, die den wahren Gott und Jesus Christus
erkennen. Jesus hatte Gott verherrlicht, indem er die Aufgabe,
die Gott ihm anvertraut hatte, bis zum Ende erfüllt hatte. Nun kehrte
er zu seiner ursprünglichen Herrlichkeit zurück. Wie können wir
Gott in dieser Zeit verherrlichen? Wir sollen die von Gott gegebene
Aufgabe bis zum Ende erfüllen.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der dich unter allen Umständen verherrlicht
hat. Mein Lebensziel soll auch deine Herrlichkeit sein. Lass
mich meine Aufgabe bis zum Ende erfüllen.

Ein Wort: Wer für seine eigene Herrlichkeit in Gott betet, kann auch für andere beten

27. April 2012

Jesus hat die Welt überwunden

Johannes 16,16-33

(Johannes 16,33) Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir
Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe
die Welt überwunden.
Jesus sprach zu seinen Jüngern von seinem Tod und seiner Auferstehung:
noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr
sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ich mich sehen.
Weil die Jünger aber nicht akzeptieren wollten, dass Jesus sie
verlassen würde, konnten und wollten sie seine Worte nicht verstehen.
Jesus verglich die Situation mit einer Frau in den Geburtswehen.
Die Schmerzen sind groß, doch wenn das Kind da ist, sind
die Schmerzen vergessen und es herrscht reine Freude. Jesu Tod
war für seine Jünger mit viel Angst, Schmerzen und Traurigkeit verbunden.
Doch am Tag der Auferstehung würde alle ihre Trauer in
Freude verwandelt werden. Zu ihrer Freude sollte unter anderem
gehören, in Jesu Namen zu beten und Gebetserhörung zu erfahren.
Die Jünger waren überzeugt von ihrem Glauben. Doch ihr Glaube
sollte erst noch auf eine harte Probe gestellt werden. Menschlich
würden sie versagen, aber in Jesus könnten sie überwinden, weil
Jesus die Welt schon überwunden hat.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der die Welt überwunden hat. Lass
mich heute auf Jesus schauen und ein überwindendes Glaubensleben
führen.

Ein Wort: Seid getrost und überwindet durch Jesus

26. April 2012

Der Geist der Wahrheit

Johannes 16,5-15

(Johannes 16,7) Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch,
dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster
nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
Die Herzen der Jünger waren voller Trauer, weil Jesus sie verlassen
musste und sie allein zurücklassen würde, und auch, weil eine Zeit
harter Verfolgung auf sie wartete. Doch Jesus war nicht traurig, weder
über seinen eigenen Tod, noch wenn er über seine Jünger nachdachte.
Er fand es sogar gut für sie, dass er wegginge. Denn dann
könnte er ihnen den Heiligen Geist senden. Der Heilige Geist ist der
Geist der Wahrheit. Er hat zwei Aufgaben. Zum einen öffnet er der
Welt die Augen über Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Die grundlegende
Sünde besteht darin, nicht an Jesus zu glauben. Gerechtigkeit
kommt dadurch, dass Jesus zum Vater geht. Der Fürst dieser
Welt ist schon gerichtet und hat damit keine Macht mehr über uns.
Der Heilige Geist überführt die Sünder ihrer Sünde. Zweitens ist der
Heilige Geist der Tröster der Gläubigen. Er steht ihnen bei und leitet
sie in der Wahrheit, so dass sie Jesu Zeugen sein können. Er ist sogar
besser als die Anwesenheit Jesu, weil er Raum und Zeit überwindet.

Gebet: Herr, erfülle mich heute mit deinem Heiligen Geist und leite
mich in aller Wahrheit, so dass ich Jesu Zeuge sein kann.

Ein Wort: Der Heilige Geist leitet uns in alle Wahrheit.

25. April 2012

Der Hass der Welt

Johannes 15,18-16,4

(Johannes 15,19) Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre
lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der
Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
„Die Welt“ hatte Jesus gehasst, also würde sie auch die Jünger hassen.
„Die Welt“ bezieht sich auf alle die Menschen, die ihr Leben
nicht unter die Herrschaft Gottes stellen, sondern es selbst regieren
wollen. Sie machen sich selbst Götzen oder Ersatzreligionen, die ihnen
nicht in ihr Leben hineinreden. Die Welt hätte eigentlich die
Gelegenheit gehabt, Jesus richtig zu erkennen, denn er hatte drei
Jahre unter ihnen gelebt und gewirkt. Sie lehnten Jesus ab, weil sie
Gott selbst ablehnten. Das war in Gottes Wort bereits vorausgesagt
worden. Jesus sagte seinen Jüngern eine Zeit starker Verfolgung voraus.
Menschen wie Saulus dachten, mit der Christenverfolgung sogar
Gott einen Dienst zu erweisen. Doch die Jünger brauchten den
Hass der Welt nicht zu fürchten. Es war nur ein Anzeichen dafür,
dass sie in der Nachfolge Jesu stehen. In der Zeit der Verfolgung sollen
wir uns an Jesu Wort erinnern und fest an Jesus bleiben, so wie
die Rebe am Weinstock bleibt und dadurch alle Stürme übersteht.

Gebet: Herr, mache mich frei von aller Sorge um das Ansehen in der
Welt. Lass mich Jesus auch in der Zeit der Verfolgung nachfolgen.

Ein Wort: Bleibe in Jesu Liebe, wenn die Welt dich hasst.

24. April 2012

Ich habe euch erwählt

Johannes 15,9-17

(Johannes 15,16) Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe
euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und
eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen,
er’s euch gebe.
Jesus liebte seine Jünger (und uns) mit der vollkommenen Liebe
Gottes. Seine Liebe bestand darin, dass er sein Leben gab für seine
Freunde. Jesu Freunde können wir sein, indem wir in seiner Liebe
bleiben. In Jesu Liebe zu bleiben bedeutet, seine Liebe durch den
Glauben anzunehmen. In Jesu Liebe zu bleiben bedeutet, seinem
Wort zu folgen. Das ist nicht der blinde Gehorsam eines Knechtes,
der nicht weiß, was sein Herr tut. Jesus hat uns sein Wort selbst
vorgelebt. Sein Gebot besteht vor allem darin, dass wir uns untereinander
lieben, so wie er uns geliebt hat. Jesu Liebe ist eine
hingebende Liebe. Lieben wir unsere Glaubensgeschwister so, wie
Jesus uns geliebt hat? Sind wir bereit, etwas zu opfern und unser
Leben zu geben? Nicht wir haben Jesus ausgewählt, sondern er hat
uns erwählt. Durch seine Gnade können wir seine Freunde sein, ein
fruchtbringendes Leben führen und Gebetserhörung erfahren. Wir
können lieben, weil er uns zuerst geliebt hat und sein Leben für uns
gegeben hat.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich zuerst geliebt und sein Leben
für mich gegeben hat. Lass mich in dieser Liebe bleiben und andere
so lieben.

Ein Wort: Jesu einseitige Auserwählung für ein fruchtbares Leben

23. April 2012

Ich bin der wahre Weinstock

Johannes 15,1-8

(Johannes 15,5) Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in
mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich
könnt ihr nichts tun.
Jesus vergleicht hier seine Beziehung zu seinen Jüngern mit den
Reben an einem Weinstock. Eine Rebe kann nur Früchte bringen,
wenn sie am Weinstock bleibt. Gute Frucht können wir nur in der
beständigen Verbindung mit Jesus bringen, nicht aus uns selbst.
Dabei ist gute Frucht sowohl unser tiefer Wunsch als auch das Ziel
Gottes, unseres Herrn. Gott wird wie ein Weingärtner die Reben
ohne Frucht wegnehmen und die fruchtbringenden Reben noch
mehr reinigen. Dabei werden alle Triebe, auch ganz gesunde, bis
auf einen oder zwei weggenommen, damit die Rebe ihre Kraft nicht
für viele Blätter verbraucht, sondern sich auf die Früchte konzentrieren
kann. Manchmal muss Gott einige Aktivitäten in unserem
Glaubensleben abschneiden, auch wenn sie eigentlich gut und richtig
erscheinen, damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren
und mehr Frucht für ihn bringen können. Der Reinigungsprozess
geschieht vor allem durch das Wort Gottes. Durch das Wort Gottes
bleiben wir mit Jesus verbunden und unsere unnützen Triebe werden
täglich gereinigt.

Gebet: Herr, reinige mein Herz und mein Leben und hilf mir, in Jesus
zu bleiben, damit mein Leben für dich gute Früchte trägt.

Ein Wort: Herr, danke für den wahren Weinstock Jesus

21. April 2012

Der Friede Christi

Johannes 14,27-31

(Johannes 14,27) Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe
ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke
nicht und fürchte sich nicht.
Die Herzen der Jünger waren erschrocken und voller Furcht vor der
Welt. Denn die Welt will gerade Jesus das Leben nehmen. Deshalb
gab er ihnen die Verheißung seines Friedens. Jesu Friede ist etwas
völlig anderes als der Friede der Welt. Der Friede in der Welt ist ein
unsicherer und instabiler Zustand. Nachdem atomares Wettrüsten
und kalter Krieg überwunden erscheinen, haben sich die Kriegsschauplätze
nur an andere Orte verlagert. Terroranschläge sind
eine tägliche Bedrohung. Jesus jedoch hat seine Verheißung bereits
erfüllt. Er gibt uns Frieden mit Gott. Dafür hat er sein Leben am
Kreuz geopfert. Der Friede mit Gott bleibt auch dann, wenn unser
Leben in eine Krise gerät. Der Friede mit Gott ist höher als unsere
Vernunft. Wenn Gott für uns ist, wer kann dann wider uns sein? Der
Friede in uns beginnt damit, dass wir durch den Glauben an Jesus
mit Gott Frieden haben und zu Jesus hinaufsehen. Wenn du wegen
des Glaubens an Jesus in der Welt bedrängt wirst, soll die Welt gerade
in diesem Moment erkennen, dass du so wie Jesus den Vater
lieb hast und sein Gebot hältst.

Gebet: Herr, danke, dass ich durch Jesus mit dir Frieden haben kann.
Lass mich Jesu Frieden haben und meine Furcht vor der Macht des
Fürsten dieser Welt überwinden.

Ein Wort: Ich habe Frieden in Dir

20. April 2012

Eine Wohnung für den Heiligen Geist

Johannes 14,15-26

(Johannes 14,23) Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich
liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben,
und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
Jesus konnte nun nicht mehr lange bei seinen Jüngern bleiben. Deshalb
könnten sie sich wie Waisen in einer feindseligen Umgebung
fühlen. Doch Jesus lehrte sie, dass es doch einen Weg gibt, die enge
Verbindung mit ihm aufrecht zu erhalten. Sie sollen leben, so wie
Jesus lebt. Jesus kann in ihnen wohnen und sich ihnen offenbaren,
wenn sie Jesu Worte halten. Sie werden zu einem passenden Gefäß,
zu einer Wohnung für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist wird
auch der Tröster genannt. Seine Aufgabe ist es, die Jünger zu trösten,
alles zu lehren und sie an alles zu erinnern, was Jesus ihnen
gesagt hatte. Während das Werkzeug des Teufels die Lüge ist, ist der
Heilige Geist der Geist der Wahrheit. Wie kann Jesus im Alltag bei
uns sein? Der Heilige Geist kann auch heute in uns wohnen, wenn
wir Jesu Worten folgen, in einer Liebesbeziehung zu ihm leben und
ein passendes Gefäß für ihn bilden.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich zuerst geliebt hat. Lass mich
Jesu Worten folgen und dadurch ein passendes Gefäß für den Heiligen
Geist bilden.

Ein Wort: Wer Jesus liebt, wird sein Wort halten

19. April 2012

Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben

Johannes 14,1-14

(Johannes 14,6) Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit
und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Jesu Ankündigung seines Weggangs zum Vater hinterließ in den Jüngern
eine große Leere und Angst vor Zukunft. Jesus sicherte ihnen
die himmlischen Wohnungen zu, die aus dem Herzen der Jünger die
Angst austreiben sollten. Jesus aber kommt wieder zu ihnen nach
seiner Vorbereitung der himmlischen Wohnungen. Insofern ist Jesu
Weggang notwendig. Wenn Jesus nach seiner Vorbereitung zu seinen
Jüngern kommt, kennen sie den Weg zu Gott. Wenn Jesus es
nicht tut, kennen sie den Weg zu Gott nicht, weil niemand zu Gott
gehen und wieder zu ihnen kommen würde. Thomas aber wollte
Jesu Worte nicht annehmen. Er forderte von Jesus, ihm den Weg
jetzt zu zeigen. Da antwortete Jesus ihm, dass er selbst der Weg
und die Wahrheit und das Leben ist. Philippus verlangte von Jesus,
ihm die Gestalt Gottes zu zeigen. Gott aber hat sich in Jesus offenbart.
Wer ihn sieht, sieht auch den Vater. Jesus sprach zu seinen
sorgenvollen Jünger über den Vorteil des Glaubens an ihn. Denn
sie können nun Gott, den Vater Jesu, in seinem Namen bitten. Und
dieser Glaube ermöglicht jedem, der da glaubt, ein noch größeres
Werk zu tun als das Jesu.

Gebet: Herr, vergib mir die Sünde meiner Sorge. Hilf mir, den Weg,
die Wahrheit und das Leben durch Jesus zu haben. Hilf mir, im Glauben
selbständig zu sein und dich um alles zu bitten.

Ein Wort: Jesus mein Weg, meine Wahrheit und mein Leben von Gott

18. April 2012

Ein neues Gebot

Johannes 13,31-38

(Johannes 13,34-35) Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch
untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander
lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine
Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Judas hatte sich aufgemacht, Jesus zu verraten. Es blieb jetzt nicht
mehr viel Zeit, die Jesus mit seinen Jüngern verbringen konnte. Wo
er hinging, konnten sie ihm diesmal nicht folgen. Sie waren auf sich
gestellt. In dieser Stunde gab Jesus ihnen ein neues Gebot. Die Liebe
zu Gott und dem Nächsten gab es schon im Alten Testament.
Doch die Jünger sollten sich untereinander so lieben, wie Jesus sie
geliebt hatte. Angesichts der Versuchung des Satans ist diese Liebe
unter den Jüngern Jesu um so wichtig. Liebe erkennt man oft daran,
wie wir mit den Fehlern anderer umgehen; wir sollen sie weder
richten noch unter den Teppich kehren, sondern vergeben und den
anderen demütig zur Buße leiten. Petrus wollte seine Schwäche
nicht zugeben. Er brauchte eine Erfahrung seines Versagens, damit
er anderen demütig dienen konnte.

Gebet: Herr, lass mich deine Liebe annehmen und andere so lieben,
wie du mich lieb hast.

Ein Wort: Liebe so, wie Jesus dich geliebt hat!

17. April 2012

Herr, wer ist’s?

Johannes 13,21-30

(Johannes 13,25) Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte
ihn: Herr, wer ist’s?
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, war er
dann doch betrübt darüber, Judas bald ihn vertraten würde. Jesus
kündigte ihnen den Verrat an, damit sie dadurch nicht in Zweifel
geraten würden, sondern Jesus als den Messias annehmen
könnten(vgl. Apg 1,15-22). Die Jünger waren schockiert. Wer könnte
so etwas tun? Sie baten Johannes, der Jesus besonders nahe zu
stehen schien, ihn direkt zu fragen. Jesus wies auf Judas, indem er
ihm einen Bissen eintauchte und gab. Judas war so nah bei Jesus
und doch konnte er Jesus nicht folgen. Was war der Grund? Es war
der Satan, der Judas in Besitz nahm. Trotz der Andeutung Jesu, dass
er Judas so lieb habe, konnte der Satan das Herz Judas erhärten.
Jesus musste ihn freigeben zu seinem Vorhaben. Niemand unter
den Jüngern aber wusste, was Jesus zu Judas sagte. Die Menschen
stehen in harter Versuchung, wenn sie dem Herrn folgen wollen.
Wenigstens hätte einer unter den Jüngern den harten Kampf in Judas
erkennen sollen. Jeder von uns kann Jesus verraten, weil der
Satan uns angreift.

Gebet: Herr, danke für deine unveränderliche Liebe. Hilf mir, den
Glaubenskampf der anderen Gläubigen zu verstehen.

Ein Wort: Jeder könnte Jesus verraten

16. April 2012

Die Fußwaschung

Johannes 13,1-20

(Johannes 13,14) Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die
Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die
Füße waschen.
Ab dem dreizehnten bis zum siebzehnten Kapitel geht es um Jesu
Abschiedsreden in einem Obergemach in Jerusalem. Vor seinem
letzten Passafest wusste Jesus, dass Judas Iskariot ihn an die Oberen
der Juden verraten würde. Jesus aber hegte keinen Hass gegen
Judas und sah seinen Tod trotz des Verrats als seine Rückkehr zu
Gott an. Jesus konnte seine Jünger viel intensiver lieben, weil sie
nun ohne ihn weiter in jener Welt leben würden. So wie die Füße
eines Menschen trotz der täglichen Reinigung wieder schmutzig
werden, wurde einer der von ihm geliebten Zwölf von der Weltliebe
gefangen. Jesus sah sowohl den Verrat Judas als auch den schmutzigen
Staub an den Füßen seiner Jünger mit der verstehenden Liebe
und begann, ihnen die Füße zu waschen. Jesus befahl seinen Jüngern,
seinem Beispiel zu folgen und sich gegenseitig die Füße zu
waschen. Jesu Beispiel zeigt uns, dass der Schmutz bzw. die Sünden
der anderen uns keinen Anlass geben können, andere zu hassen.
Man soll in Liebe den anderen die Füße waschen. Dadurch wächst
die Liebe umso mehr.

Gebet: Herr Jesus, danke für deine grenzenlose Liebe zu mir. Lass
mich täglich deine Reinigung in Anspruch nehmen und hilf mir, andere
in deiner Liebe aufzunehmen.

Ein Wort: Selig seid ihr, wenn ihr’s tut

25. Januar 2012

Wer glaubt unserm Predigen?

Johannes 12,37-50

(38) damit erfüllt werde der Spruch des Propheten
Jesaja, den er sagte (Jesaja 53,1): „Herr, wer glaubt unserm Predigen?
Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?“

Johannes hatte sieben Wunderzeichen Jesu beschrieben. Jesus war
anhand dieser Zeichen leicht als der verheißene Messias und Erretter
zu identifizieren. Doch obwohl er solche Zeichen tat, glaubten
die Menschen nicht an ihn. Johannes erinnert sich daran, dass der
Prophet Jesaja dies bereits vorausgesagt hatte. Die Menschen nahmen
Jesus nicht an, weil sie ein verstocktes Herz hatten. Andere
glaubten zwar an ihn, trauten sich aber nicht, sich zu ihrem Glauben
öffentlich zu bekennen. Sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als
Ehre bei Gott. Wer aber Jesus durch den Glauben sieht, der sieht
Gott. Jesus lud die Menschen noch einmal von ganzem Herzen zu
sich ein. Wer an Jesus glaubt, der bleibt nicht in der Finsternis. Jesus
ist nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern zu erretten. Wer
Jesus verachtet und seine Worte nicht annimmt, der hat sich schon
selbst das Urteil gesprochen. Gottes Wort wird ihn am jüngsten Tag
richten. Deshalb sollen wir Jesu Worte hören und bewahren.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der gekommen ist, die Welt und mich
zu erretten. Lass mich Jesu Worte hören und bewahren.

Ein Wort: Predige das Wort!

24. Januar 2012

Wenn das Weizenkorn erstirbt

Johannes 12,20-36

(24) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn
das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein;
wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Auf dem Fest wollten einige Griechen mit Jesus sprechen. Doch Jesus
ließ sich nicht auf eine intellektuelle Diskussion ein. Stattdessen
lehrte er am Beispiel des Weizenkornes die Hingabe. Ein Weizenkorn,
das sein eigenes Leben erhalten will, bleibt allein, weil es keine
Frucht bringt. Um Frucht zu bringen, muss es in die Erde fallen
und dort ersterben. Das sieht verlustreich aus, ist aber der einzige
Weg, um Frucht zu bringen. Jesus selbst ist uns diesen Weg vorausgegangen.
Er gab sein Leben am Kreuz. Dadurch kann er alle zu sich
ziehen, die sein Opfer annehmen. Wer sein Leben in dieser Welt
lieb hat und erhalten will, der wird zum Schluss mit leeren Händen
dastehen. Wer dagegen sein Leben für Jesus investiert, der wird es
zum ewigen Leben erhalten. Jim Elliot sagte einmal: „Der ist kein
Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, um das zu gewinnen,
was er nicht verlieren kann.“ Wer Jesus dienen will, der muss bereit
sein, ihm nachzufolgen und das Leben eines ersterbenden Weizenkornes
zu führen.

Gebet: Herr, lehre mich, mein Leben für dich zu investieren, damit
es reiche Frucht für dich bringen kann.

Ein Wort: Wenn es erstirbt, bringt es viel Frucht.

23. Januar 2012

Jesu Einzug in Jerusalem

Johannes 12,12-19

(13) nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus
ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in
dem Namen des Herrn, der König von Israel!

Es war die Zeit gekommen, wo Jesus in Jerusalem einziehen sollte.
Die Menschen, vor allem diejenigen, die durch die Auferweckung
des Lazarus zum Glauben an ihn gekommen waren, bereiteten ihm
einen triumphalen Empfang. Sie begrüßten ihn als den König von
Israel. Ihr Ruf „Hosianna!“ bedeutet „Ach hilf!“ oder „Rette doch!“.
Doch Jesus war kein weltlicher König, der gekommen war, die Römer
zu vertreiben und wieder einen mächtigen Staat Israel aufzurichten.
Jesus war ein geistlicher König, der Erretter, der im Alten
Testament durch den Propheten Jesaja angekündigt worden war.
Deshalb ritt er nicht auf einem stolzen weißen Pferd, sondern auf
einem demütigen Eselsfüllen in Jerusalem ein. Der Esel ist das Symbol
der Demut und des Friedens. Jesus ist unser Herr und König,
aber er regiert unser Leben nicht mit Macht und Gewalt, sondern
mit Demut, Liebe und Frieden. Wenn wir Jesus aufnehmen, werden
wir Frieden und Ruhe für unsere Seelen finden.

Gebet: Herr, danke für Jesus, meinen wahren König. Lass mich Jesus
zum Herrn über mein Leben machen.

Ein Wort: Jesus, der wahre König

21. Januar 2012

Das Haus wurde vom Duft erfüllt

Johannes 12,1-11

(3) Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter,
kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete
mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft
des Öls.

Das Passafest, an dem Jesus für die Errettung der Menschen sterben
sollte, war nun ganz nahe. Jesus kam erneut nach Betanien
in das Haus von Maria, Marta und Lazarus. Dort gab man ihm zu
Ehre ein Festessen. Maria aber tat etwas Besonderes. Sie nahm ein
Pfund Nardenöl und salbte damit die Füße Jesu und trocknete sie
mit ihrem Haar ab. Dieses Öl war ein Vermögen wert. Es war sicherlich
alles, was Maria besaß. Normalerweise salbte man mit einigen
Tropfen die Stirn. Doch Maria goss alles auf die Füße Jesu. Sie drückte
damit aus, dass sie sich selbst und alles, was sie hatte, Jesus zu
Füßen legte. Ihre Tat kam aus ihrer großen Dankbarkeit gegenüber
Jesus. Das Haus wurde von dem Duft ihrer Hingabe erfüllt. Judas
konnte sie nicht verstehen. Er dachte und redete pragmatisch. In
Wahrheit gehörte sein Herz weder den Armen noch Jesus. Doch Jesus
verstand Maria vollkommen und nahm ihre Tat an. Menschlich
sah es wie eine Verschwendung aus, aber geistlich gesehen hatte
Maria Jesus auf sein Begräbnis vorbereitet.

Gebet: Herr, ich gehöre dir ganz, mit allem, was ich bin und habe.
Lass mich heute einen Weg finden, meine Dankbarkeit auszudrücken.

Ein Wort: Der Duft der Hingabe

20. Januar 2012

Ein Mensch sterbe für das Volk

Johannes 11,46-57

(50) ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser für
euch, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk
verderbe.

Die Auferweckung des Lazarus war das siebte und letzte Zeichen
des Johannesevangeliums. Jesus hatte das getan, was für Menschen
definitiv unmöglich war, nämlich einen Menschen von den
Toten zu erwecken. Viele kamen dadurch zum Glauben. Doch den
religiösen Führern half auch dieses Zeichen nicht. Anstatt an Jesus
als den Christus und Erretter zu glauben, dachten sie nur an sich
selbst und ihre Macht, die scheinbar durch Jesus in Gefahr war.
Wenn Jesus sein Werk fortsetzen würde, so meinten sie, würden
sie großen Ärger mit der römischen Besatzungsmacht riskieren. Der
Hohepriester Kaiphas sagte dazu, es sei besser, ein Mensch sterbe
für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe. Ungewollt sprach er
damit eine geistliche Wahrheit aus: Jesus sollte stellvertretend für
das Volk, ja sogar für alle Menschen sterben, damit wir nicht vor
das Gericht Gottes treten und dort verdammt werden müssen. Jesus
würde dadurch außerdem die verstreuten Kinder Gottes zusammenbringen.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du für mich gestorben bist. Lass
mich daran mitwirken, die Verstreuten zu dir zu bringen.

Ein Wort: Jesus starb für mich.

19. Januar 2012

Du wirst die Herrlichkeit Gottes sehen

Johannes 11,28-45

(39) Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu
ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon;
denn er liegt seit vier Tagen.

Maria begrüßte Jesus mit demselben Vorwurf wie ihre Schwester.
Sie hatte ihre Gefühle noch weniger unter Kontrolle und weinte.
Auch die Juden, die bei ihr waren, weinten. Schließlich weinte auch
Jesus. Alle dachten, dass Jesus weinte, weil er um Lazarus trauerte.
Hätte Jesus den Tod seines Freundes nicht verhindern können?
Doch Jesus weinte nicht wegen Lazarus, sondern weil sich Gottes
Volk unter der Macht des Todes quälte. Er weinte wegen ihres praktischen
Unglaubens an die Auferstehung. Er entschied sich, diesen
Unglauben herauszufordern. Deshalb befahl er ihnen vor dem Grab:
„Hebt den Stein weg!“ Marta zögerte, weil sie schon den Geruch
des Todes in der Nase hatte. Der Stein vor dem Grab symbolisiert
die Macht des Todes. Er versperrte den Blick auf die Herrlichkeit
Gottes. Als der Stein weggehoben war, konnte Jesus den toten Lazarus
ins Leben zurückrufen. Wenn wir Gottes Herrlichkeit in unserem
Leben sehen wollen, müssen wir die Steine des Unglaubens
wegheben.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich deine Herrlichkeit sehen
lässt. Lass mich den Stein des Unglaubens wegheben.

Ein Wort: Hebe den Stein weg!

18. Januar 2012

Ich bin die Auferstehung und das Leben

Johannes 11,17-27

(25) Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung
und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn
er stirbt;

Als Jesus in Betanien ankam, war Lazarus bereits vier Tage tot. Jesus
wäre also auch dann zu spät gekommen, wenn er sofort aufgebrochen
wäre. Viele Juden waren zu den beiden Schwestern gekommen,
um sie zu trösten. Doch ihr Trost war wirkungslos. Die beiden
Schwestern hatten nicht nur ihren geliebten Bruder, sondern auch
ihre ganze Hoffnung für ihr Leben verloren. Was könnte man ihnen
Tröstendes sagen? Als Jesus ankam, ging ihm Marta entgegen,
während Maria zu Hause blieb. Martas Worte drücken ihre Trauer
und Bitterkeit aus und auch einen versteckten Vorwurf gegenüber
Jesus. Jesus erinnerte sie an die Auferstehung. Martas Glaube war
theologisch korrekt, aber auch sehr abstrakt. Auferstehung war für
sie etwas, was irgendwann viel später passieren würde und ihr jetzt
nicht helfen konnte. Doch Jesus ist jetzt schon die Auferstehung
und das Leben. Wer an Jesus glaubt, der ist frei von der Macht des
Todes. Er hat ewiges Leben schon hier und jetzt.

Gebet: Herr, danke für Jesus, die Auferstehung und das Leben.
Schenke mir praktischen Auferstehungsglauben.

Ein Wort: Der wird leben, auch wenn er stirbt.

17. Januar 2012

Diese Krankheit ist nicht zum Tode

Johannes 11,1-16

(4) Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit
ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der
Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde.

Jesus hielt sich östlich des Jordans auf, als ihn die Nachricht erreichte,
dass sein Freund Lazarus schwer erkrankt war. Lazarus’ Schwestern
hofften natürlich, dass sich Jesus sofort auf den Weg machen
würde. Doch merkwürdigerweise tat er das nicht. Er verzögerte sogar
seine Abreise absichtlich um zwei Tage. In der Zwischenzeit war
Lazarus seiner Krankheit erlegen. Jesus verhielt sich jedoch nicht
deshalb so merkwürdig, weil ihm Lazarus und seine Schwestern
egal waren oder weil er sich davor gefürchtet hätte, nach Judäa zu
gehen, wo man ihm nach dem Leben trachtete. Er war sicher, dass
diese Krankheit nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes
führen werde. Wer dem Willen Gottes dient und durch den Glauben
lebt, der ist wie jemand, der bei Tage umhergeht. Sein Leben
ist in der Hand Gottes. Er lebt nicht unter der Macht des Todes.
Vielmehr kann er in allen Arten von widrigen Umständen eine Gelegenheit
sehen, Gottes Herrlichkeit zu offenbaren.

Gebet: Herr, danke, dass du uns von Todesfurcht und Fatalismus frei
machst. Lass mich unter allen Umständen deine Herrlichkeit offenbaren.

Ein Wort: Zur Verherrlichung Gottes

16. Januar 2012

Glaubt doch den Werken

Johannes 10,31-42

(38) tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken,
wenn ihr mir nicht glauben wollt, damit ihr erkennt und wisst, dass
der Vater in mir ist und ich in ihm.

Die Juden hatten Jesus herausgefordert, ihnen frei heraus zu sagen,
ob er der Christus sei. Als Jesus bekannte, dass er und der Vater
eins waren, waren sie jedoch auch nicht zufrieden, sondern hielten
dies für eine Gotteslästerung und versuchten Jesus zu steinigen. Sie
konnten sich nicht vorstellen, dass Gott in Gestalt eines Menschen
zur Erde kommen könnte. In ihrem vermeintlichen Eifer für Gott
wurden sie geistlich blind. Es gab so viele Zeichen, die Jesus klar als
den Messias auswiesen. Jesus hatte bei der Hochzeit zu Kana Wasser
in besten Wein verwandelt, den Sohn eines königlichen Beamten
geheilt, einen 38 Jahre Gelähmten auf eigene Füße gestellt,
5.000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen gespeist, er war auf
dem See gegangen und hatte schließlich den Blindgeborenen sehend
gemacht. Alles dies war klar das Werk des Messias. Geistliche
Erkenntnis ist nicht eine Frage des Wissens oder des Intellektes,
sondern kommt daher, dass wir Jesus durch den Glauben annehmen.

Gebet: Herr, danke für Jesu Werke, die damals wie heute sichtbar
sind. Lass mich Jesus durch den Glauben annehmen.

Ein Wort: Glauben, erkennen, wissen

14. Januar 2012

Noch andere Schafe

Johannes 10,16-30

(16) Und ich habe noch andere Schafe, die sind
nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden
meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Die Juden warteten sehnsüchtig auf einen Messias. Aber sie hatten
eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie er sein sollte und
was er tun sollte. Es sollte ein mächtiger Herrscher wie König David
sein, vor dem alle anderen Völker zittern sollten und der Israel zu
seiner alten glanzvollen Größe führen sollte. Dieser Messias sollte
sich exklusiv nur um die Errettung des Volkes Israel kümmern. Jesus
aber sagte überraschenderweise, dass er noch andere Schafe habe,
die „nicht aus diesem Stall“, das heißt aus dem Volk Israel seien. Er
wollte auch sie herbeiführen, so dass es eine Herde und ein Hirte
werden wird. Gottes Ziel war schon immer die Weltmission gewesen.
Er hatte sein Volk Israel dazu berufen, ein Königreich von Priestern
und ein heiliges Volk zu sein. Doch sie folgten lieber ihren menschlichen
Träumen als dem Willen Gottes. Wer Jesu Stimme hört
und ihm folgt, der wird für immer zu ihm gehören. Er wird nicht für
sich selbst, sondern für die Weltmission leben.

Gebet: Herr, danke für deine Liebe zu allen Menschen. Lass mich an
deinem Herzen teilnehmen und Menschen zu deiner Herde führen.

Ein Wort: Eine Herde, ein Hirte

13. Januar 2012

Ich bin der gute Hirte

Johannes 10,1-15

(11) Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt
sein Leben für die Schafe.

Die religiösen Leiter sollten Hirten für das Volk sein, aber es ging
ihnen nur um sich selbst. Deshalb lehrte Jesus sie die rechte Beziehung
zwischen Hirte und Schafen. Der Hirte geht durch die Tür
zu den Schafen. Wer anderswo einsteigt, ist ein Dieb und Räuber.
Diese Tür ist Jesus selbst. Ein Hirte soll deshalb „durch Jesus“ zu
den Schafen gehen. Ein Hirte kennt seine Schafe mit Namen. Er geht
seinen Schafen voran, und die Schafe erkennen seine Stimme und
folgen ihm nach. Ein Dieb kommt, um für sich selbst auf Kosten der
Schafe einen Vorteil zu haben. Jesus dagegen will seinen Schafen
das Leben und volle Genüge geben. Dafür hat er sogar sein eigenes
Leben gelassen. Ein Mietling sieht in guten Zeiten wie ein Hirte
aus. Aber in der Stunde der Gefahr läuft er davon und überlässt
die Schafe sich selbst. Wie können wir gute Hirten sein? Wir sollen
zuerst gute Schafe Jesu sein, indem wir seine Stimme hören und
ihm nachfolgen. Dann können auch wir unser Leben für die Schafe
lassen.

Gebet: Herr, danke für Jesus, meinen guten Hirten. Lass mich Jesus
hören und ihm nachfolgen und mache mich zu einem Hirten für
hirtenlose Menschen.

Ein Wort: Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

3. November 2011

Eins aber weiß ich

Johannes 9,13-41

(Joh 9,25) Er antwortete: Ist er ein Sünder? Das weiß ich nicht; eins
aber weiß ich: dass ich blind war und bin nun sehend.
Jesus hatte einem Blindgeborenen die Sehkraft geschenkt.

Es war ein offensichtliches Wunder geschehen. Aber die gesetzlichen
Juden wollten dieses Wunder einfach nicht akzeptieren. Sie
behaupteten, Jesus sei ein Sünder, weil er das Heilungswunder an
einem Sabbat vollbracht hatte. Dann zogen sie in Zweifel, dass der
Geheilte überhaupt jemals blind gewesen war. Schließlich drohten
sie, jeden, der sich auf Jesu Seite stellen würde, aus der Synagoge
auszuschließen. Die meisten ließen sich dadurch einschüchtern. Sogar
die Eltern des Blindgeborenen bestätigten zwar, dass er blind
geboren war, verweigerten darüber hinaus aber jede Aussage. Nur
der Geheilte selbst ließ sich nicht unter Druck setzen. Er war kein
Gelehrter und kein Theologe, aber er hielt an der einfachen Tatsache
fest: Er war blind gewesen und jetzt konnte er sehen. Er wurde
zwar aus der Synagoge ausgeschlossen, sodass es ihm menschlich
schlechter ging als vor seiner Heilung. Aber Jesus offenbarte sich
ihm als der Messias.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der meine geistlichen Augen geöffnet
hat. Lass mich an Deiner Gnade immer festhalten.

Ein Wort: Eine Tatsache festhalten

2. November 2011

Jesus machte einen Brei

Johannes 9,4-12

(Joh 9,4) Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt
hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken
kann.

Jesus hatte seinen Jüngern geholfen, den Blindgeborenen mit
den Augen Gottes zu sehen und große Hoffnung für ihn zu haben.
Tatsächlich aber schien die Situation nicht so günstig zu sein. Jesus
war kein Augenarzt, nicht einmal ein Optiker, und er hatte nichts,
womit er dem Blindgeborenen hätte helfen können. Aber er hatte
eine tiefe Überzeugung davon, dass er Gottes Werke tun musste,
solange Gelegenheit dazu war. Deshalb wirkte er mit dem, was da
war. Er spuckte auf die Erde und machte daraus einen Brei, den er
auf die Augen des Blinden strich. Dann gab er ihm die Orientierung,
sich im Teich Siloah zu waschen. Es musste schwer gewesen sein,
den Weg dahin zu finden, aber der Blindgeborene gehorchte und
erfuhr das Wunder der Heilung. Er wurde zu einem neuen Menschen
verändert. Wenn wir durch den Glauben für Gott wirken wollen,
können wir eine Möglichkeit finden, sodass Menschen Heilung
erfahren und ihre geistlichen Augen geöffnet werden.

Gebet: Herr, vergib mir meine negativen Gedanken. Lass mich heute
durch den Glauben einen Weg finden, so dass einem Menschen
geistlich geholfen wird.

Ein Wort: Wirke für Gott, solange es Tag ist

1. November 2011

Es sollen die Werke Gottes offenbar werden

Johannes 9,1-3

(Joh 9,3) Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine
Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an
ihm.

Jesus und seine Jünger kamen an einem Mann vorbei, der
blind geboren war. Er konnte weder seine Eltern sehen, noch mit
anderen Kindern herumtoben noch einen Beruf erlernen. Immer
war er auf die Hilfe anderer angewiesen. Die Jünger dachten, dass
ein solches Unglück die Folge einer schweren Sünde sein müsse.
Doch sie hatten ein theologisches Problem, weil der Mann von Geburt
an blind war. Strafte Gott ein unschuldiges Kind für die Sünde
der Eltern oder hatte das Kind schon vor seiner Geburt sündigen
können? Doch Jesus lehrte sie, die Situation aus einem völlig neuen
Blickwinkel zu sehen. Die Blindheit war nicht die Folge einer Sünde,
sondern es war eine Möglichkeit, die Werke Gottes zu offenbaren.
Die Situationen, die uns so negativ und hoffnungslos oder sogar
als eine Strafe Gottes erscheinen, sind vielmehr oft die beste Gelegenheit,
die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren. Jesus fordert uns
heraus, unseren Fatalismus zu überwinden und die Welt mit den
Augen Gottes zu sehen.

Gebet: Herr, danke dafür, dass in Dir mein Leben niemals negativ
oder hoffnungslos ist. Lass mich heute mit Deinen Augen sehen und
Deine Herrlichkeit offenbaren.

Ein Wort: Offenbare die Werke Gottes

31. Oktober 2011

Abrahams Kinder

Johannes 8,37-59

(Joh 8,51) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält,
der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.

Die Juden waren leibliche Nachkommen Abrahams. Aber
geistlich gesehen waren sie von Abraham weit entfernt. Abraham
war der Stammvater des Glaubens. Abraham hatte zu Gott keine
gesetzliche Beziehung. Er hatte von Gott eine Verheißung empfangen,
die er durch den Glauben annahm, dass er zu einem großen
Volk und zu einem Segen für alle Menschen auf Erden werden sollte.
Sein Vertrauen drückte Abraham durch praktischen Gehorsam
aus. Der Teufel ist der Vater der Lüge. Vor allem versucht er uns
einzureden, dass der Gehorsam gegenüber Gott uns unfrei macht
und dass wir nur glücklich werden, wenn wir von Gott unabhängig
leben. Abraham konnte durch seinen Gehorsam den Segen Gottes
empfangen und zu einem Segen für alle Menschen werden. Durch
den Glauben sah er den Messias Jesus voraus und freute sich sehr.
In Gott fand er ewiges Leben. Die Menschen, die Gottes Wort durch
den Glauben gehorchen, erhalten Glück, Segen und ewiges Leben.

Gebet: Herr, danke für Abraham, den Stammvater des Glaubens.
Lass mich ein geistlicher Nachkomme Abrahams sein, indem ich
Deinem Wort glaube und gehorche.

Ein Wort: Wahre Kinder Abrahams

29. Oktober 2011

Die Wahrheit wird euch frei machen

Johannes 8,30-36

(Joh 8,31b.32) Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid
ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen,
und die Wahrheit wird euch frei machen.

Als Jesus den Leuten erklärt hatte, dass er vom Vater kam
und allezeit tue, was dem Vater gefällt, glaubten viele an ihn. Das
war wunderbar. Jesus jedoch verließ sich nicht auf die Gunst der
Menge. Er lud sie zur wahren Freiheit von der Sünde ein. Hierfür
müssen sie an Jesu Wort bleiben und Jünger Jesu werden. Jesus
sagte, dass wir erst durch den konkreten Gehorsam wahrhaftig seine
Jünger werden würden. Dann können wir die Wahrheit erkennen.
Und diese Wahrheit macht uns frei. Kann man die Reihenfolge
tauschen, dass wir erst die Wahrheit erfahren und dann Jesu Wort
gehorchen? Jesus aber musste bewusst diese Reihenfolge gewählt
haben. Darum sollen wir uns im ‚Gehorsam’ üben. Das Wort „frei
machen“ verletzte das Gemüt der Juden. Sie sagten Jesus, dass
sie als Kinder Abrahams frei seien. Jesus aber erwiderte, dass sie
Knechte der Sünde seien, weil sie gewollt oder ungewollt sündigten.
Man muss erst seine Schwachheit erkennen und bekennen, um
den Wunsch nach der wahren Freiheit zu bekommen. Nicht durch
unseren Stolz, sondern durch die Gnade des Sohnes Gottes werden
wir frei.

Gebet: Herr danke für Jesus, der mich zur Wahrheit führt und mich
wirklich von der Sündenmacht frei macht.

Ein Wort: Die Wahrheit wird euch frei machen

28. Oktober 2011

Ich tue allezeit, was ihm gefällt

Johannes 8,21-29

(Joh 8,29) Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht
allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg und ihr
werdet mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wo ich hingehe,
da könnt ihr nicht hinkommen. Normalerweise ist die Sünde ein
Tabuthema, weil sie die Privatsphäre einer Person betrifft. Jesus
aber wollte die Konsequenz ihrer Trennung von ihm zeigen, dass
sie nicht zu Gott kommen konnten. Da fragten sie ihn: „Wer bist du
denn?“ Und Jesus sprach zu ihnen: „Zuerst das, was ich euch auch
sage.“ Sie verstanden aber nicht, dass er zu ihnen vom Vater sprach.
Da sprach Jesus zu ihnen: „Wenn ihr den Menschensohn erhöhen
werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin.“ Jesus kam von
oben her, um unser Sündenproblem zu lösen. Hierfür musste er
eine Entscheidung treffen, den Willen Gottes vollkommen zu erfüllen,
indem er sein Leben am Kreuz opferte. Jesus aber bekannte
seinen Glauben an Gott so: „Er lässt mich nicht allein; denn ich tue
allezeit, was ihm gefällt.“ Glaube an Jesus ist keine Theorie, sondern
bedeutet, zu verstehen, wie Jesus gelebt hat. Wenn wir Jesu Weg
zur Erhöhung erkennen, haben wir Gemeinschaft mit ihm. Gott
lässt uns nicht allein, wenn wir allezeit tun, was ihm gefällt.

Gebet: Herr Jesus, du gingst durch deinen Gehorsam in das Himmelreich.
Lass mich dir folgen.

Ein Wort: Allezeit tun, was Gott gefällt

27. Oktober 2011

Ich bin das Licht der Welt

Johannes 8,12-20

(Joh 8,12) Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin
das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der
Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Zum Laubhüttenfest gehörte das Anzünden von Lichtern.
Jesus nahm das zum Anlass, um zu lehren: „Ich bin das Licht der
Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Licht gibt dem Leben
Orientierung. Die Sünde hält die Menschen unter der Macht der
Finsternis und im Schatten des Todes. Weltliche Lichter wie Wissenschaft,
Philosophie, Reichtum oder Erfolg können die Menschen aus
dieser Lage der Finsternis nicht befreien. Die Pharisäer sprachen zu
Jesus, dass er Zeugnis von sich selbst gebe. Jesus aber ist das Licht
der Menschen, weil er weiß, woher er kommt und wohin er geht.
Er kann uns eine klare Lebensorientierung geben. Wenn wir Jesus
nachfolgen, werden wir vielleicht viele Schwierigkeiten bekommen.
Wir werden aber nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht
des Lebens haben. Als Jesus wiederholt über seinen Vater sprach,
fragten sie, wo Jesu Vater sei. Natürlich kann man nicht jeder Einladung
folgen. Es gibt aber das Problem, dass man die Finsternis
mehr liebt als das Licht.

Gebet: Herr, danke für die Einladung zur Nachfolge. Die Nachfolge
wird meiner Welt das Licht des Lebens geben. Hilf mir, dir zu folgen.

Ein Wort: Jesus ist das Licht der Welt

26. Oktober 2011

So verdamme ich dich auch nicht

Johannes 7,53-8,11

(Joh 8,11) Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme
ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

Jesus verbrachte die Nacht am Ölberg im Gebet. Er suchte
Gottes Kraft und Orientierung in dieser schwierigen Situation, in
der die jüdischen Oberen verstockt waren und das Volk geistlich
orientierungslos war. Frühmorgens kam er wieder zum Tempel, um
dort Gottes Wort zu lehren. Die Schriftgelehrten und Pharisäer hatten
dagegen die Nacht damit verbracht, eine Falle für Jesus vorzubereiten,
indem sie eine Frau auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen.
Sollte man diese Frau steinigen oder nicht? Sie dachten, dass es
für Jesus unmöglich sei, hier die Liebe Gottes und die Wahrheit des
Gesetzes in Einklang zu bringen. Nach einer Weile forderte Jesus die
Fragenden heraus, dass derjenige, der ohne Sünde ist, den ersten
Stein auf sie werfen sollte. Jesus ließ die Klage bestehen, konfrontierte
sie jedoch mit der Tatsache, dass kein Mensch ohne Sünde
ist. In dem Moment, wo ich andere richte, richte ich mich selbst.
Als alle von dort fortgingen, blieben Jesus und die Frau allein. Jesus
fragte sie, ob niemand sie verdammt hätte. Er sprach zu ihr, dass er
sie auch nicht verdamme, sie aber nicht mehr sündigen solle. Jesus
half ihr, nicht vor den Menschen sondern vor Gott zu leben.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich nicht verdammt. Hilf mir, vor
dir zu leben.

Ein Wort: Geh hin, sündige hinfort nicht mehr

25. Oktober 2011

Nie hat ein Mensch so geredet

Johannes 7,40-52

(Joh 7,46) Die Knechte antworteten: Noch nie hat ein Mensch so
geredet wie dieser.

Die Meinungen der Menschen über Jesus waren zwiespältig.
Einige hielten ihn für den Propheten, der dem Messias vorangehen
sollte, andere für den Christus. Wieder andere bestritten alle guten
Meinungen über Jesus, weil Jesus nicht aus Bethlehem aus Galiläa
käme. Man kann sich gut vorstellen, dass es damals um Jesu
willen einige Unruhe gegeben hatte. Darum wollten die Ordnungshüter
Jesus festnehmen. Niemand aber konnte seine Hand an ihn
legen. Hat man heutzutage eine gute Meinung über Jesus oder eine
schlechte? Die religiösen Leiter der Juden versuchten vergeblich,
Jesus festzunehmen. Denn ihre Knechte, die Jesus festnehmen
sollten, kamen von Jesu Worten berührt zurück. Sie antworteten:
„Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.“ Daraufhin sprachen
die Oberen, dass das Volk so verführt werden konnte, weil es
ungebildet war. Bildung kann die Menschen bewahren. Nikodemus
jedoch verwies die Juden auf ihren noch krasseren Fehler, Jesus
zu richten, ohne ihn zu hören. Bildung allein macht die Menschen
nicht weise.

Gebet: Herr, lass mich jetzt auf mein Herz hören und sein wie diese
Knechte.

Ein Wort: Nie hat ein Mensch so geredet

24. Oktober 2011

Ströme lebendigen Wassers

Johannes 7,25-39

(Joh 7,38) Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib
werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Die Menschen in Jerusalem wunderten sich über die Vollmacht
der Worte Jesu. Sie wunderten sich auch, dass Jesus öffentlich
auftrat, und die religiösen Leiter nichts gegen ihn unternahmen.
Viele zögerten, an ihn als den Christus zu glauben, weil
sie Jesu menschliche Abstammung gut zu kennen glaubten. Einige
ließen sich von den Zeichen und Wundern überzeugen, wieder andere
waren von der öffentlichen Meinung abhängig. Jesus suchte
in diesem Meinungswirbel allein Gott. Denn er ist sein Gesandter.
Jesus aber ermahnte sie, dass sie nicht ewig Zeit hätten. Er würde
nur noch eine kleine Zeit bei ihnen sein. Jesus als den Christus anzunehmen,
ist keine Frage der Intelligenz, sondern eine Frage der
Entscheidung. Die Juden missverstanden Jesu Worte über seinen
Weggang, und dachten, dass Jesus irgendwo anders berühmt zu
werden suchte. Dies zeigt ihren Durst nach der Anerkennung der
Welt. Darum half Jesus ihnen zuletzt durch seine Einladung. Wer an
Jesus glaubt, wird Ströme lebendigen Wassers haben. Wer an Jesus
glaubt, braucht keine Anerkennung der Welt. Denn er oder sie ist
vor Gott die einzige Person in der ganzen Welt, die Gott liebt. Der
Sinn des Laubhüttenfestes besteht darin, in Gottes Gnade fröhlich
zu sein und nur noch für Gott aufgrund seines Wortes zu leben.

Gebet: Herr, ich bin die einzige Person in der ganzen Welt, die du
lieb hast. Lass mich in deiner Gnade leben.

Ein Wort: Ströme lebendigen Wassers in mir

22. Oktober 2011

Meine Lehre ist nicht von mir

Johannes 7,14-24

(Joh 7,16) Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht
von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.

Jesus war heimlich zum Laubhüttenfest gekommen, aber
mitten im Fest ging er in den Tempel, um dort zu lehren. Die religiösen
Juden wunderten sich über Jesus. Wie konnte Jesus Gottes
Wort verstehen und lehren, wenn er keine offizielle theologische
Ausbildung hatte? Die Antwort war ganz einfach. Jesu Lehre kam
nicht von Menschen oder von ihm selbst, sondern von Gott, weil Jesus
Gottes Ehre suchte. Wenn jemand Gottes Willen tun will, kann
er Jesu Worte verstehen. Wir lernen kennen, wie wir die Worte aus
der Bibel gut verstehen können. Wir müssen den Wunsch haben,
Gottes Willen zu tun. Jesus hat am Sabbat einen Menschen geheilt.
Daraufhin sprachen die Juden Jesus an, dass er das Sabbatgesetz
gebrochen habe. Die Juden hielten die Beschneidung am achten
Tage nach der Geburt, um zum Volk Gottes zu gehören. Wenn dieser
achte Tag der Beschneidung der Sabbattag war, brachen sie den
Sabbat. Wie kann die Heilung Jesu am Sabbat ein Gesetzesbruch
sein? Jesus appelliert an die Juden, dass sie gerecht richten sollten.
Die Sucht nach eigener Ehre kann uns blind machen, während uns
die Suche nach der Ehre Gottes das Gesetz richtig ausführen lässt.

Gebet: Herr, danke für deine Lehre. Lass mich deine Ehre suchen.
Schenke mir den Wunsch, deinen Willen zu tun.

Ein Wort: Suche die Ehre Gottes, so wirst du Gottes Lehre haben.

21. Oktober 2011

Mich aber hasst die Welt

Johannes 7,1-13

(Joh 7,7) Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie,
denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.

Jesus zog umher in Galiläa und wollte nicht nach Judäa, weil
ihm die Juden nach dem Leben trachteten. Als das Laubhüttenfest
der Juden nahe war, sprachen seine Brüder zu ihm, dass er sich in
Judäa einen Namen machen solle. Sie glaubten, dass Jesus berühmt
werden wollte. Dafür sollte man ihrer Meinung nach sich vor der
Welt offenbaren. Jesus aber ist bereits berühmt bei Gott, denn er
ist der Sohn Gottes. Darum kommentiert Johannes, dass ihre Worte
aus dem Unglauben kamen. Auf die Forderung der Brüder antwortete
Jesus, dass er in der Welt nicht berühmt werden wollte,
denn er bezeuge der Welt, dass ihre Werke böse sind. Dass Jesus
später doch hinauf nach Jerusalem ging, liegt daran, dass er der
Welt dienen wollte. Über Jesus gab es verschiedene Meinungen.
Die Menschen konnten sich kein echtes Urteil über ihn bilden, weil
sie fürchteten, von den Machthabern benachteiligt zu werden.
Wir lernen durch den heutigen Text, dass Jesus mutig war und ein
dienendes Leben führte, weil er bereits bei Gott berühmt war. Er
suchte nur seine Zeit, für die er gekommen war. Da wir alle Gottes
Kinder sind, brauchen wir keine zusätzliche Anerkennung von der
Welt. Die Werke der Welt sind böse, weil sie die Anerkennung der
Menschen suchen.

Gebet: Herr, ich lerne, dass Jesus nur dienend war, weil er keine
Anerkennung von der Welt brauchte.

Ein Wort: Du bist bereits Gottes Kind, hab keine Angst in der Welt

20. Oktober 2011

Der Geist ist’s, der lebendig macht

Johannes 6,60-71

(Joh 6,63) Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts
nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und
sind Leben.

Nicht nur das Volk, sondern auch die Jünger Jesu waren nicht
ganz zufrieden mit der Lehre Jesu. Sie sprachen: „Das ist eine harte
Rede; wer kann sie hören?“ Jesus ging jedoch unbeirrt seinen Weg
weiter. Er sprach zu den Jüngern: „Ärgert euch das? Wie, wenn ihr
nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor
war? Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts
nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und
sind Leben.“ Jesus wünschte, dass seine Jünger die geistliche Welt
sähen. Ein Verräter Jesu aber konnte in Jesu Worte keine Hoffnung
finden. Auch wir werden zu Verrätern Jesu, wenn wir seine Worte
nicht aufnehmen. Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab
und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Jesus hätte seine Lehre ändern
können, um mehr Leute um sich zu haben. Stattdessen forderte
er eine Entscheidung von den Zwölfen. Da antwortete ihm Simon
Petrus: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen
Lebens.“ Wer das ewige Leben sucht, kommt zu Jesus. Das aber
geschieht nicht durch Leistung, sondern durch Gnade. Jesu Worte
sind Geist und Leben. Das Fleisch wird eines Tages verwesen.

Gebet: Herr, danke für deine Lehre, dass der Geist lebendig macht.

Ein Wort: Der Geist ist’s, der lebendig macht.

19. Oktober 2011

Murrt nicht untereinander

Johannes 6,41-59

(Joh 6,43) Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander.

Dem Volk gefiel nicht, dass Jesus von sich sagte, dass er vom
Himmel gekommen sei. Sie konnten mit dem Wort Jesu, dass ein
Mensch wie Jesus ihr Brot sei, nichts anfangen. Heutzutage gefällt
das Christentum vielen nicht, weil Jesus sagt, dass er der Christus
ist. Was sagte Jesus zu der Menge? Jesus sprach zu ihnen, dass sie
nicht murren sollten. Wer das ewige Leben sucht, hat keinen Grund
gegen Jesu Worte zu murren. Jesus zitierte Jesaja, wonach man eines
Tages von Gott direkt lernen würde. Wer an Jesus glaubt, hat
das ewige Leben. Jesus lehrte in der Synagoge, dass er das lebendige
Brot ist und sein Fleisch und sein Blut als Speise geben würde.
Nur so habe ein Mensch das ewige Leben. Und dieser Mensch,
der Jesu Fleisch isst und sein Blut trinkt, wird um Jesu willen leben,
so wie Jesus um seines Vaters willen im Himmel lebt. So hat ein
Mensch das ewige Leben. Wir werden wie die Leute im heutigen
Text von Jesus enttäuscht sein, wenn Jesus uns nicht die Speise gibt,
die wir wollen. Wir sollen aber nicht murren, sondern über die Speise
Jesu tief nachdenken. Dann haben wir das ewige Leben.

Gebet: Danke Herr Jesus, dein Fleisch und dein Blut sind mir die
wahre Speise, die zum ewigen Leben bleiben. So wie du mir dein
Leben gegeben hast, möchte ich um deinetwillen leben.

Ein Wort: Murre nicht über Jesu Worte

18. Oktober 2011

Ich bin das Brot des Lebens

Johannes 6,28-40

(Joh 6,35) Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens.
Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt,
den wird nimmermehr dürsten.

Als Jesus zum Volk gesagt hatte, dass es sich unvergängliche
Speise schaffen solle, fragten sie ihn, was sie tun müssten. Jesus
sagte ihnen, dass sie an ihn glauben sollten. Hier lernen wir kennen,
dass wir immer etwas leisten wollen, um für unsere Leistung belohnt
zu werden. Den Glauben halten wir nicht für eine Arbeit oder
eine Leistung. Aber der Glaube ist die wahre Leistung.

Das Volk verglich Jesus mit Mose und forderte von ihm, dass
er wie Mose Brot vom Himmel geben solle. Jesus aber sprach zu ihnen,
dass er selbst das Brot vom Himmel sei. Jesus versprach, dass
die, die zu ihm kommen, weder Hunger noch Durst leiden würden.
Jesus wird niemanden hinausstoßen. Hier lernen wir, dass Gott in
seiner Liebe Jesus zu uns in die Welt gesandt hat. Er stößt uns nicht
hinaus und erweckt uns am Jüngsten Tage auf.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich nie hinausstößt, sondern sättigt
und tränkt und am Jüngsten Tag auferweckt. Hilf mir, Jesus als
das Brot des Lebens fest zu halten.

Ein Wort: Jesus ist das Brot des Lebens.

17. Oktober 2011

Schafft euch unvergängliche Speise

Johannes 6,22-27

(Joh 6,27a) Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern
die bleibt zum ewigen Leben.

Das Volk hatte gesehen, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern
weggefahren war. Und sie sahen nur ein Boot am Ufer des Sees. Sie
kamen zu dem Schluss, dass Jesus noch mit ihnen war. Sie wussten
nicht, dass Jesus auf dem See zu seinen Jüngern gegangen und bereits
an das andere Ufer gekommen war. Sie stiegen in das Boot und
fuhren nach Kapernaum. Als sie dort Jesus sahen, fragten sie ihn,
wann er dort angekommen sei. Wir lernen hierdurch kennen, dass
Jesus nicht immer dort ist, wo wir ihn zu finden glauben.

Jesus warf ihnen vor, dass sie ihn suchten, nicht weil sie Zeichen
gesehen hatten, sondern von dem Brot gegessen hatten, das
er ihnen gegeben hatte, und satt geworden waren. Die Speise, die
das Volk bekommen hatte, konnte ihnen jedoch kein ewiges Leben
geben. Jesus kann dem Volk Gottes die unvergängliche Speise geben.
Auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. Jesus wusste, wer er
ist und wozu Gott ihn gesandt hat. Er wollte dem Volk das ewige
Leben geben. Was suchst du in Jesus?

Gebet: Herr, lass mich in Jesus nicht nur die vergängliche Speise
suchen, sondern auch die unvergängliche Speise.

Ein Wort: Schafft euch unvergängliche Speise.

15. Juli 2011

Ich bin’s; fürchtet euch nicht

Johannes 6,16-21

(Joh 6,20) Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s; fürchtet euch nicht!

(16-19) An jenem Abend der Brotvermehrung gingen die
Jünger hinab an den See. Sie stiegen in ein Boot und fuhren über
den See nach Kapernaum. Es war dunkel. Jesus war nicht bei ihnen.
Und der See war aufgewühlt von einem starken Wind. Man kann
auf einem See kaum weiter fahren, wenn der Wind entgegensteht.
Nachdem sie eine Stunde gerudert hatten, waren sie wahrschein-
lich sehr müde. Sie fragten sich wohl, wozu sie solch eine Mühe auf
sich nehmen müssten. In diesem Moment kam Jesus zu ihnen auf
dem See. Sie fürchteten sich, weil sie ihn für ein Gespenst hielten.
(20-21) Jesus aber sprach zu ihnen: „Ich bin’s; fürchtet euch
nicht!“ Jesus ist der Herr unseres Lebens. Wenn jemand an unsere
Tür klopft, fragen wir, wer da draußen ist. Wenn dieser uns bekannt
ist und uns sagt, er sei es, dann nehmen wir ihn auf. Jesus wollte,
dass seine Jünger auf ihn vertrauten und durch den Glauben an ihn
keine Angst haben sollten. Als sie Jesus aufgenommen hatten, hat-
ten sie schon das nächste Ziel erreicht.

Gebet: Herr, hilf mir, mich nicht zu fürchten, wenn ich dir nachfol-
ge. Denn du bist es, für den ich leben soll. Du bist der Herr meines
Lebensboots.

Ein Wort: Fürchte dich nicht

14. Juli 2011

Wo kaufen wir Brot?

Johannes 6,1-15

(Joh 6,5) Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu
ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit
diese zu essen haben?

(1-4) Jesus hatte viele Kranke geheilt. Da zog ihm viel Volk
nach. Jesus setzte sich auf einen Berg. (5-10) Als Jesus seine Au-
gen aufhob, sah er das hungrige Volk. Er sprach Philippus an und
fragte, wo er für die Menge Brot kaufen solle. Philippus rechnete
durch und sprach, dass zweihundert Silbergroschen nicht reichen
würden. Da antwortete ein anderer unangemeldet und sprach: „Es
ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische.“ Er war
Andreas.
(11-13) Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische an. Er
dankte für diese Gaben und begann sie unter die Menge zu teilen.
Da geschah ein Wunder, dass die Leute sich satt essen konnten und
zwölf Körbe voll übrig ließen. Wo kaufen wir Brot? Jesus glaubte,
dass auch wenige Gaben Wunder bewirken werden, wenn sie durch
den Glauben zu Gott gebracht werden.
(14-15) Als die Menschen dieses Zeichen sahen und sich satt
essen konnten, wollten sie Jesus zum König machen. Obwohl Jesus
die Speisung angefangen hatte, wollte er nicht ein König für das
Brotproblem werden. Daher zog er sich zurück.

Gebet: Herr, hilf mir auf das zu schauen, was ich habe. Nimm mein
Leben und gebrauche es kostbar.

Ein Wort: Kaufe nicht, sondern bringe, was du hast

13. Juli 2011

Das Zeugnis für Jesus

Johannes 5,31-47

(Joh 5,46) Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn
er hat von mir geschrieben.

(31-37a) Jesus wies die Juden darauf hin, dass der Täufer Jo-
hannes von ihm ein gutes Zeugnis gegeben hatte. Jesus wies sie
auch auf sein Werk hin, das ein besseres Zeugnis war als das eines
Menschen. Das Werk Jesu ist das Zeugnis von Gott. (37b-40) Man
kann Gott nicht sehen. In der Schrift erkennt man aber die Attribu-
te Gottes. Die Erkenntnis der Schrift aber kann falsch sein, wenn
man Jesus ablehnt. (41-44) Ebenso wird man vergeblich nach der
Wahrheit suchen, wenn man anstatt der Ehre Gottes die Ehre von
Menschen sucht.
(45-47) Schließlich sagte Jesus, wenn die Juden an die Schrift
von Mose ernsthaft geglaubt hätten, könnten sie Jesus glauben.
Warum fehlt ihnen diese ernsthafte Haltung bzw. der Glaube an die
Schrift von Mose, die sie doch festhalten wollen? Es taucht immer
wieder die Frage Jesu an den Kranken am Anfang des Kapitels auf:
„Willst du gesund werden?“ Gott richtet am jüngsten Tag die Men-
schen aufgrund ihres eigenen Wortes. Wer sucht, kommt zu Jesus.

Gebet: Herr, hilf mir, Jesus als meinen wahren Heiland festzuhalten.
Lass mich von Herzen zu Jesus kommen, den Du für mich gesandt
hast.

Ein Wort: Wenn ich Mose glaube, werde ich auch Jesus glauben.

12. Juli 2011

Wer mein Wort hört, kommt nicht in das Gericht

Johannes 5,19-30

(Joh 5,24) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört
und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben
und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben
hindurchgedrungen.

(19-23) Jesus erklärte den Juden, dass er nicht von sich aus
etwas tut. Jesus tut, was Gott tut. Gott hatte ihm seine Macht über-
geben. (24-29) So wie der geheilte Kranke sich entschuldigte, wer-
den die Menschen am Jüngsten Gericht versuchen, sich vor Gott zu
entschuldigen. Wer aber Jesu Wort hört und glaubt, dass Gott Jesus
gesandt hat, kommt nicht in das Gericht. Jesu Worte werden den
Schwachen Kraft geben und den Armen reich machen und Tote auf-
erwecken. Wer absichtlich Jesu Stimme ignoriert, wird überrascht
sein, weil alle Menschen seine Stimme hören werden.
(30) Jesus sprach vom Gericht, weil er den Willen Gottes
suchte. Denn der Wille Gottes ist, dass alle Menschen geheilt und
vom Tode zum Leben hindurch dringen werden (24).

Gebet: Herr, ich erkenne deinen Willen, dass ich vom Tode zum Le-
ben hindurch dringen soll. Ich halte Jesus fest, der mich heilen kann
und mich zum ewigen Leben führt. Lass mich den Wunsch haben,
geheilt zu werden.

Ein Wort: Wer daran glaubt, dass Gott Jesus gesandt hat, kommt
nicht in das Gericht

11. Juli 2011

Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag

Johannes 5,1-18

(Joh 5,17) Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf
diesen Tag, und ich wirke auch.

(1-4) Zu einem Fest der Juden zog Jesus hinauf nach Jerusa-
lem. Dort beim Schaftor gab es einen Teich und an dem Teich fünf
Hallen. Der Teich hatte ab und zu eine heilende Wirkung gezeigt, so
dass viele Kranken dort waren. (5-9a) Jesus sah dort einen Mann,
der seit achtunddreißig Jahren krank war. Aus großem Mitleid frag-
te Jesus ihn, ob er gesund werden möchte. Das war nicht allein sein
Mitleid, sondern das Herz Gottes (Vgl. 17). Der Kranke entschuldig-
te sich, als ob Jesus ihn für seinen Zustand angeklagt hätte. Jesus
half ihm, einfach durch den Glauben aufzustehen und zu gehen. Er
wurde geheilt.
(9b-13) Der geheilte Kranke bekam Angst, als ihn die Juden
für seine Bewegung am Sabbat beschuldigten. Er schob die Schuld
auf Jesus. (14-18) Jesus erschien dem Kranken wieder und half ihm,
Gott zu danken und für Gott zu leben. Jesus war ganz anders als der
Kranke und antwortete den Klagenden mutig, dass er wirke, weil
Gott, sein Vater, bis auf diesen Tag noch arbeitet.
Man lernt hier, dass man alles tun kann, wenn man auf Gott
schaut. Wenn man auf Gott schaut, kann man auch von seiner chro-
nischen Krankheit geheilt werden.

Gebet: Herr, danke dafür, dass ich Jesu Vorbild lernen darf. Hilf mir,
geheilt zu werden.

Ein Wort: Ich möchte wirken, weil Gott heute noch wirkt

09. Juli 2011

Das zweite Zeichen

Johannes 4,43-54

(Joh 4,48) Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und
Wunder seht, so glaubt ihr nicht.

(43-45) Jesus wurde daheim nicht als Prophet erkannt. In Ga-
liläa aber hatten viele über die Taten Jesu in Judäa erfahren. (46-48)
Jesus kam abermals nach Kana (s. Joh 2,1). Da kam ein Diener des
Königs zu Jesus und bat ihn um die Heilung seines todkranken Soh-
nes. Jesus hatte jedoch etwas gegen seinen Glauben und sprach:
„Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.“
(49-53) Der königliche Beamte ging von Jesus fort, indem er
an Jesu Worte glaubte. Während er noch unterwegs war, meldete
sein Knecht ihm die gute Nachricht der Heilung. Er aber erkundig-
te sich genau nach der Zeit der Heilung und erkannte, dass es die
Stunde Jesu war.
Was sagt dies aus? Glaube ich, weil ich gesehen habe? Jesus
wünscht, dass wir zuerst an ihn glauben. Wir beten wahrhaftig Gott
an, wenn wir an ihn glauben. Sonst beten wir unsere Anliegen an,
für die Gott arbeiten soll. Das ist das zweite Zeichen Jesu, durch
das wir lernen, dass wir vor dem Ergebnis zuerst an Jesus und Gott
glauben sollen.

Gebet: Herr, lass mich zuvor an Dich glauben, wie der königliche
Beamte getan hat. Hilf mir, deine Wirksamkeit zu erkennen, damit
ich noch mehr an Dich glaube.

Ein Wort: Das Zeichen folgt meinem Glauben

08. Juli 2011

Heiland der Welt

Johannes 4,27-42

(Joh 4,42) und sprachen zu der Frau: Von nun an glauben wir nicht
mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und
erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.

(27-30) Die Jünger Jesu wunderten sich, dass Jesus mit ei-
ner Frau redete. Die Frau aber ging in die Stadt und bezeugte, dass
Jesus ihr geistliches Problem gelöst habe. (31-38) Als die Frau weg
war, rieten die Jünger Jesus das Mahl zu halten. Jesus aber war be-
reits satt, als er die Veränderung einer Frau erfuhr. Jesus lud seine
Jünger zu einer anderen Art der Mahlzeit ein.
(39-42) Viele Samariter kamen auf das Zeugnis der Frau hin
zu Jesus und baten ihn, bei ihnen zu bleiben. Jesus konnte zwei Tage
lang dort über Gott sprechen. Was war das Ergebnis? Sie sprachen
zu der Frau: „Von nun an glauben wir nicht mehr um deiner Rede
willen; denn wir haben selber gehört und erkannt. Dieser ist der
Welt Heiland.“ Nicht nur die Frau mit den fünf Männern, sondern
auch alle Samariter konnten nun selbst Gott anbeten. Sie erkann-
ten in Jesus den Heiland, der ihnen, die in Samaria ohne Sinn des
Lebens lebten, begegnete. Jesus heilt die Welt in mir.

Gebet: Herr, du bist der Heiland der Welt. Ohne dich ist die Welt in
mir in Chaos und Finsternis. Lass mich dem Glaubenszeugnis ande-
rer zuhören und zu dir kommen.

Ein Wort: Jesus heilt die Welt in mir.

07. Juli 2011

Bete Gott im Geist und in der Wahrheit an

Johannes 4,15-26

(Joh 4,24) Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im
Geist und in der Wahrheit anbeten.

(15-18) Die samaritische Frau bat Jesus um sein Wasser. Denn
sie dachte sich, dass sie dann nicht mehr zum Schöpfen zu kom-
men brauchte. Die Frau hatte einen Grund, warum sie ungerne zum
Brunnen kam (siehe Vers 18). Jesus forderte sie auf, ihren Mann zu
ihm zu bringen. Das tat Jesus, um ihr zu helfen, ihr geistliches Prob-
lem zu erkennen. Sie konnte ihr Verlangen nach einem Mann nicht
erfüllt bekommen.
(19-26) Als Jesus ihr Problem annahm, befragte sie selbst Je-
sus wegen ihres Anbetungsproblems. Die Juden sagten, dass man
in Jerusalem Gott anbeten sollte. Seit der Trennung NordIsraels von
Juda beteten ihre Vorfahren aber auf ihren eigenen Bergen. Da sie
in jener politischen Diskussion unsicher geworden war, suchte sie
ihr Glück aus eigener Kraft. Jesus aber half ihr, Gott im Geist und in
Wahrheit anzubeten unabhängig vom Ort. Denn Gott ist Geist. Aus
voller Überzeugung sprach Jesus zu ihr, Gott suche Menschen wie
sie, die wahrhaftig Gott suchen und ihn anbeten wollen. Die Frau
wünschte sich, dass der Messias ihr direkt erscheinen würde. Jesus
offenbarte ihr, dass er es war, der mit ihr redete.

Gebet: Herr, ich auch möchte eine wahre Anbeterin sein. Hilf mir,
unabhängig vom Ort, dich im Geist und in der Wahrheit anzubeten.

Ein Wort: Gott ist Geist, bete ihn im Geist und in der Wahrheit an!

06. Juli 2011

Jesus verspricht einer Samariterin
das lebendige Wasser

Johannes 4,1-14

(Joh 4,14) wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe,
den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm
geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das
in das ewige Leben quillt.

(1-4) Jesus entschied sich, das Land Judäa zu verlassen, um
den Streit mit den Pharisäern zu meiden. (5-10) Auf dem Weg nach
Galiläa nahm Jesus die Route durch Samarien, die die Juden mög-
lichst vermieden (siehe Vers 9). Samarien aber gehörte einst auch
zum Volk Gottes und zum gleichen Stammvater Jakob. In einer Stadt
Samariens namens Sychar am Brunnen Jakobs traf Jesus eine Sama-
riterin, die in der Mittagshitze allein zum Schöpfen kam. Jesus bat
sie um Wasser zu trinken. Sie war überrascht, als Jesus sie ansprach.
Jesus wusste das. Dennoch hat er diesen Schritt gewagt, um ihr das
lebendige Wasser zu geben.
(11-14) Die Frau war skeptisch gegenüber dem lebendigen
Wasser, das Jesus erwähnte. Jesus half ihr zu verstehen, dass sein
Wasser in einem Menschen eine Quelle des Wassers wird, so dass
er ewiglich von dieser Quelle trinken kann. Solch ein Wasser brau-
chen alle Menschen. Dafür bemüht Gott sich, mich und dich zu er-
reichen. Wenn man das erkennt, hat man plötzlich eine Quelle des
Wassers in seinem Herzen.

Gebet: Herr, ich danke Dir dafür, dass du meinen Durst kennst und
mich ansprichst. Hilf mir, dein Wasser anzunehmen

Ein Wort: Jesus, eine Quelle des Wassers in mir

05. Juli 2011

Das letzte Zeugnis des Täufers von Jesus

Johannes 3,22-36

(Joh 3,36) Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer
aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen,
sondern der Zorn Gottes bleibt über ihn.

(22-24) Jesus verbrachte während seines Missionswerkes
einige Zeit mit dem Täufer Johannes im Lande Judäa. (25-30) Da
erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und ei-
nem Juden über die Reinigung. Ein anderer Jünger des Täufers be-
richtete über Jesu Missionsarbeit. Die Jünger des Johannes sahen
sowohl durch die Juden als auch durch Jesus ihren Meister in des-
sen Autorität angegriffen. Was sagt Johannes zu ihnen? Ein Mensch
könne nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.
Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräuti-
gams aber freue sich über die Stimme des Bräutigams. Jesus müsse
wachsen, er, Johannes, aber müsse abnehmen.
(31-36) Für Johannes gab es zwei Arten der Menschen. Einer
kommt von der Erde und redet von der Erde. Der andere kommt
vom Himmel und redet vom Himmel. Es ist schwierig, die Rede vom
Himmel anzunehmen. Man soll aber wissen, dass der, den Gott ge-
sandt hat, Gottes Worte redet. Gott hat ihm alles gegeben. Dar-
um sprach Johannes zum Schluss, dass derjenige, der an den Sohn
glaubt, das Leben hier und für immer haben wird. Wer die Rede
vom Himmel nicht hören will, der wird das ewige Leben nicht haben
und muss alles hier lassen und gehen.

Gebet: Vater, ich sehe, dass Johannes der Täufer auch an Jesus ge-
glaubt hat. Lass mich an Jesus glauben.

Ein Wort: Glaube an den Sohn Gottes

04. Juli 2011

Also hat Gott die Welt geliebt

Johannes 3,1-21

(Joh 3,16) Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen ein-
zigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer-
den, sondern das ewige Leben haben.

Es war in Israel Zurzeit Jesu lebte in Israel ein Mann namens
Nikodemus. Er war angesehen und einer von den Oberen der Ju-
den. Er besuchte Jesus bei Nacht. Da Jesus wusste, was er suchte,
antwortete er ihm, dass man wieder geboren werden muss, um in
das Reich Gottes zu kommen. Nikodemus konnte mit dieser Wei-
sung Jesu nichts anfangen.
Um Nikodemus zu helfen, legte Jesus ein Ereignis im Alten
Testament aus. Gott ließ Mose eine bronzene Schlange an einem
Stab aufrichten, die er zuvor als Strafe geschickt hatte. Damit ist
diese Schlange nicht ein Richter, sondern ein Opfer geworden. Auf
gleiche Weise starb Jesus am Kreuz, denn Jesus ist gekommen, nicht
die Welt zu richten, sondern zu retten. Sobald ein sündiger Mensch
auf diese Schlange schaut, wird er geheilt. Wer jedoch nicht an ihn
glaubt, hat sich selbst gerichtet. Nikodemus schien moralisch ein
einwandfreier und sogar ein vorbildlicher Mensch zu sein. Er aber
liebte die Welt mehr als Gott. Er war noch verloren. Jesu Gehorsam
bis zum Tod am Kreuz jedoch konnte ihm helfen (Vgl. Joh 19,39).

Gebet: Herr, ich bin verloren. Lass mich daran glauben, dass du
mich so sehr geliebt und deinen eingeborenen Sohn gegeben hast,
damit ich nicht verloren werde, sondern das ewige Leben habe.

Ein Wort: Glaube an den eingeborenen Sohn und erlange das ewige
Leben

02. Juli 2011

Jesu Eifer um das Haus Gottes

Johannes 2,13-25

(Joh 2,17) Seine Jünger aber dachten daran, dass geschrieben steht
(Psalm 69,10) „Der Eifer um dein Haus wird mich fressen.“

Das Wort „Eifer“ enthält die Bedeutung „aus Sorge“. Als Je-
sus eines Tages den Tempel in Jerusalem ansah, hatte er eine große
Sorge. Die Anbetung Gottes wurde so kommerzialisiert, dass der
Tempel voll von Tierhändlern und Geldwechslern war.
„Tempel“ bedeutet „Gebäude“ bzw. einen abgegrenzten hei-
ligen Bezirk. Jesus nannte ihn „das Haus meines Vaters“. Als Jesus
wegen seines Eifers um den Tempel umgebracht worden war und
dann am dritten Tage von den Toten auferstanden ist, verstanden
die Jünger die Worte Jesu, wie er einen Tempel, der in sechsund-
vierzig Jahren erbaut worden war, in drei Tagen wieder aufrichten
würde.
Durch den heutigen Text erfahren wir, dass Jesus sich große Sor-
gen macht, wenn ein Mensch im Tempel statt Gott andere Dinge
anbetet. Da Jesus durch seine Auferstehung einen neuen Tempel
aufgerichtet hat, können wir durch den Glauben an ihn den wahren
Tempel haben.

Gebet: Herr Jesus, du machst dir große Sorgen um den Tempel und
um mein Herz. Deswegen vertraue ich dir umso mehr wie die Jün-
ger, weil du dich wirklich um mich sorgst und für mich am Kreuz
gestorben bist. Du gibst mir die Hoffnung, durch die Auferstehung
das Angesicht meines himmlischen Vaters mit dir zu schauen.

Ein Wort: Jesu Eifer um mein Herz

01. Juli 2011

Das erste Zeichen

Johannes 2,1-12

(Joh 2,11) Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in
Kana in Galiläa und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jün-
ger glaubten an ihn.

Das Wort „Zeichen“ kommt aus dem indogermanischen Wort
„die“ für „hell glänzen“. Dem deutschen Wort liegt ursprünglich die
irdische Erscheinung einer höheren Macht zugrunde. Jesus ver-
wandelte das Wasser in Wein bei einer Hochzeit in Kana in Galiläa
und offenbarte sein erstes Zeichen, dass ihm eine höhere Macht
zusteht.
Wie geschah dies? Jesu Mutter Maria erkannte die peinliche
Situation jenes Hochzeitsfestes, denn sie hatten keinen Wein mehr.
Sie wandte sich an Jesus. Jesus aber lehnte ihre Bitte ab, denn er
handelte nach einem anderen Zeitplan. Maria aber wies die Diener
an, dass sie Jesu Worten gehorchen sollten. Schließlich befahl Jesus
den Dienern, die Wasserkrüge mit Wasser zu füllen und das Wasser
zum Speisemeister zu bringen. Da wurde das Wasser in Wein ver-
wandelt.
Wenn wir uns in der Not an Jesus wenden und dann seinem
Wort gehorchen, erfahren wir seinen Segen. Jesus zeigte durch sein
erstes Zeichen, dass ihm die segnende und verändernde Macht
Gottes zusteht.

Gebet: Herr, ich danke Dir dafür, dass ich heute das erste Zeichen
Jesu kennen lernen konnte. Hilf mir in meiner Not mich an Jesus zu
wenden und seinem Befehl zu gehorchen. Lass mich dies im Gebet
und durch das Bibellesen tun.

Ein Wort: Jesus steht die segnende Macht Gottes zu.

25. April 2011

Thomas kann durch den Glauben seliger leben

Johannes 20,24-31

(Joh 20,29) „Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Tho-
mas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glau-
ben!“

Thomas war nicht dabei gewesen, als Jesus seinen Jüngern
erschien. Er tat die Zeugnisse der anderen Jünger als Quatsch ab
und sagte, dass er nicht glauben könne, wenn er nicht selbst seine
Hand in die Seite Jesu legen könnte. Die Jünger gerieten gemein-
sam in Zweifel. Jesus erschien ihnen aber noch einmal. Jesus wand-
te sich direkt an Thomas und half ihm, seine Hand in seine Seite zu
legen. Als Thomas das tat, wurde er von seinen Zweifeln befreit.
Gott oder die Auferstehung war für ihn immer eine Fantasie gewe-
sen. Er hatte nicht gewusst, wie er leben sollte. Denn die Macht
des Todes ist da. Thomas konnte nun durch seine prüfende Hartnä-
ckigkeit seinen Zweifel ablegen und seinen Herrn und seinen Gott
erkennen. Dieses Bekenntnis erleichterte und befreite ihn von tau-
send Lasten des Gesetzes, denn er hat ja seinen Herrn. Jesus aber
sprach zu Thomas, dass diejenigen selig sind, die nicht sehen und
doch glauben. Thomas sollte sich nicht jedes Mal von Zweifeln in
der Finsternis quälen. Jesu Auferstehung erlöst uns von dem Zwei-
fel und hilft uns für den Herrn zu leben.

Gebet: Herr, du bist mein Herr und mein Gott. Für dich will ich le-
ben, auch wenn ich dich nicht sehe.

Ein Wort: Selig kann ich leben, wenn ich nicht sehe und doch glaube

24. April 2011

Die Vollmacht der Jünger

Johannes 20,19-23

(Joh 20,23) „Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlas-
sen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

Da die Juden Jesus als einen Gotteslästerer gekreuzigt hat-
ten, waren die Jünger voller Furcht vor den Juden. Wer konnte ih-
nen helfen? Der auferstandene Jesus gab ihnen Frieden. Wir ler-
nen hier kennen, dass Jesus allein uns den wahren Frieden geben
kann. Und dieser Friede in unserem Herzen ist für unser Leben ganz
wichtig. Die Jünger hassten die Juden, die ihren Meister gekreuzigt
hatten. Umgekehrt fürchten sie sich, dass sie von ihnen verfolgt
würden. Wie kann man da Frieden haben? In Vers 20 sehen wir,
dass Jesus seinen Jüngern seine Hände und seine Seite zeigte. Wir
können den wahren Frieden haben, wenn wir an die Allmacht Got-
tes glauben, mit der Gott Jesus sogar von den Toten auferweckte. In
diesem allmächtigen und gerechten Gott allein haben wir den wah-
ren Frieden. Sehen wir uns die Verse 21-23 an. Jesus sandte seine
Jünger in die Welt, wie er einst von Gott in die Welt gesandt war.
Die Jünger Jesu mussten ihre Mission von Gott aufnehmen, weil sie
in dieser Welt leben. Dann könnten sie sich vor der Welt nicht mehr
fürchten. Häufig werden die Menschen von dem Geist der Furcht
gefangen. Darum soll man bewusst den heiligen Geist anziehen und
der Welt die Sündenvergebung verkündigen. Wenn wir im Namen
Gottes die Vergebung aussprechen, wird es auch im Himmel so ge-
schehen.

Gebet: Herr, ich habe Frieden in Dir, weil du gerecht und allmächtig
bist. Die Auferstehung Jesu gibt mir den Frieden und die Vollmacht
der Sündenvergebung in deinem Namen.

Ein Wort: Mir ist gegeben alle Macht von dem auferstandenen Jesus

23. April 2011

Maria von Magdala brauchte ihren himmlischen Vater
und ihren Gott

Johannes 20,11-18

(Joh 20,17) „… Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater,
zu meinem Gott und zu eurem Gott.“

Es gibt viele Menschen, die wegen der scheinbaren Sinnlo-
sigkeit des Lebens von allen Arten der Geister gefangen sind. Maria
von Magdala zählte auch zu diesen Menschen. Jesus aber heilte sie.
(Vgl. Lk 8,2 Mk 16,9). Sie stand immer noch vor dem Grab. Jesus
war ihr neuer Halt gewesen. Nach seinem Tod war sie nun wie ein
Waisenkind geworden. Als sie weinte, sah sie zwei Engel in weißen
Gewändern sitzen. Die Engel fragten sie, warum sie weine. Sie ant-
wortete, dass die Feinde Jesu seinen Leichnam weggenommen hät-
ten. Sie dachte aber nicht daran, was sie mit dem Leichnam Jesu
machen wollte. Da erschien ihr Jesus. Er rief sie beim Namen und
sprach „Maria“. Jesus half ihr, ihre Hoffnung nicht auf irdischen Je-
sus, sondern auf den auferstandenen Jesus im Himmel zu setzen.
Maria war in diesem Moment verändert, sodass sie nun den Jün-
gern bezeugte, dass sie den Herrn gesehen habe. Alle Evangelien
bezeugen, dass sie die erste Zeugin der Auferstehung Jesu war.
Ohne Glauben an die Auferstehung Jesu werden wir von der Fins-
ternis beherrscht. Jesus aber ruft uns beim Namen und hilft uns.

Gebet: Herr, ich danke dir dafür, dass du mich bei meinem Namen
rufst, wenn ich verzweifelt bin.

Ein Wort: Der auferstandene Jesus ruft mich bei meinem Namen

22. April 2011

Das leere Grab am Ostermorgen

Johannes 20,1-10

(Joh 20,9) Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von
den Toten auferstehen müsste.

Maria von Magdala kam am ersten Tag der Woche nach
der Grablegung Jesu zum Grab. Warum nahm sie fest an, dass Jesu
Leichnam von anderen weggenommen worden sei? Sie sah ja nur,
dass der Stein vom Eingang des Grabes weggewälzt war. Die Un-
gerechtigkeit, die die bösen Menschen Jesus angetan hatten, hatte
eine tiefe Wunde in ihr Herz geritzt. Sie lief sofort zu Petrus und zu
Johannes und berichtete, dass jemand den Leichnam Jesu gestoh-
len habe. Die beiden rannten zum Grab. Petrus sah die Leinentü-
cher dort liegen. Das Schweißtuch aber war gewickelt und lag an
einem besonderen Ort. Der andere Jünger ging später zum Grab
hinein und glaubte. Woran glaubte dieser? Er glaubte, dass Maria
Magdala recht hatte, dass jemand Jesu Leichnam gestohlen hatte.
Denn die Jünger konnten zu der Zeit die Schrift nicht verstehen, dass
Jesus von den Toten auferstehen müsste. Das leere Grab am Oster-
morgen verwirrte Maria und die zwei Jünger, weil sie die Realität
der Auferstehung nicht mit der Schrift, sondern mit ihrer „Vernunft“
verstehen wollten. Dennoch ist das leere Grab ein besonderes Zei-
chen der Auferstehung Jesu. Wie kann man dies anders erklären als
nur durch die Schrift?

Gebet: Herr, manchmal trübt meine „Vernunft“ und Meinung mei-
ne Sicht. Hilf mir, das leere Grab Jesu anzunehmen und die Schrift
zu verstehen.

Ein Wort: Er ist auferstanden gemäß der Schrift

21. April 2011

Jesu Grablegung

Johannes 19,38-42

(Joh 19,18) „Danach bat Josef von Arimathäa … den Pilatus, dass er
den Leichnam Jesu abnehmen dürfe. …“

Jesus starb am Kreuz. Josef von Arimathäa kam zu Pilatus
und bat ihn, dass er Jesu Leichnam abnehmen dürfe. Johannes
schreibt über ihn, dass er heimlich ein Jünger Jesu war. Er verbarg
seine Anhängerschaft, weil er sich vor den Juden fürchtete. Der Tod
Jesu befreite ihn von seiner Furcht. Wenn wir den Tod nicht mehr
fürchten, können wir mutig werden, uns selbst zu bekennen. Auch
Nikodemus, über den Johannes in Kapitel 3 berichtet hatte, kam
zu Jesus mit Myrrhe. Seine Hoffnung auf diese Erde hatte ihn dar-
an gehindert, die Lehre Jesu über die Wiedergeburt anzunehmen.
Unser Leben auf dieser Erde ist kurz. Unser Glaube aber gilt für
immer. Diese beiden Menschen hatten die Gelegenheit verpasst,
Jesus zu seinen Lebzeiten als Christus zu bekennen. Durch Jesu Tod
aber wurden sie zum Reich Gottes geführt. Weil Jesus am Rüsttag
starb, durfte man gemäß der Satzungen keinen langen Weg auf sich
nehmen. Jesu Leichnam wurde in ein neues Grab in einem Garten
in der Nähe von Golgatha gelegt.

Gebet: Herr, hilf mir, an den Tod Jesu zu denken. Jesus wartete auf
mich, bis ich meine Furcht vor den Menschen überwinden und mich
mutig zu ihm bekennen würde. Doch starb er ohne mein Bekennt-
nis zu hören. Befreie mich von meiner Furcht.

Ein Wort: Jesus starb für mich, der ich nur heimlich sein Jünger bin

08. April 2011

Johannes 1,40-51

Der Himmel öffnet sich über dem Menschensohn

(Joh 1,51) „Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf
und herabfahren über den Menschensohn.“

Zuerst berichtet Johannes über die Begegnung des Andreas
mit Jesus. Was hat Andreas von Jesus erfahren? Als Andreas seinen
Bruder Simon zu Jesus einlud, wurde dies offenbart. „Wir haben
den Messias gefunden.“ Gott verhieß seinem Volk bzw. der Mensch-
heit einen Messias, der die Welt retten soll. Andreas war ein aktiver
Mann. Er fand in Jesus den, dem er folgen wollte, so dass er an der
Rettung der Welt teilnahm. Dagegen hatte Simon wegen seiner Dis-
krepanz zwischen seinem großen Willen und seinem Tun ein Prob-
lem. Jesus verhieß ihm, dass er wie ein Fels (Kephas bedeutet Fels)
werden würde. Jesus ließ Philippus, der sehr viel über die Schrift
wusste, ihm folgen und die Schrift praktisch erfahren. Philippus, der
einen großen Wert auf die Schrift setzte, wurde nicht enttäuscht.
Er lud Nathanael ein. Jesus erkannte sofort in Nathanael die Groß-
artigkeit des inwendigen Menschen, der die Falschheit mied (Vgl.
Röm 2,29). Nathanael fand in Jesus seine wahre Erlösung. Jesus,
der im Anfang war, wurde Mensch, um ein wahrer Mittler zwischen
Gott und Menschen zu werden. In ihm wurden alle Menschen le-
bendig (Vgl. 1. Kor 15,45).

Gebet: Herr, danke dir, dass du als Mensch gekommen bist, um
mein wahrer Erlöser und Mittler zu werden.

Ein Wort: Ihr werdet den Himmel offen sehen über dem Menschen-
sohn.

07. April 2011

Johannes 1,35-39

Kommt und seht!

(Joh 1,39) Er sprach zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und
sahen’s und blieben diesen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte
Stunde.

Am heutigen Leitvers 1,39 belegen viele Wissenschaftler,
dass das Johannesevangelium von einem Augenzeugen verfasst
worden sei, da sogar der genaue Zeitpunkt der Begebenheit fest-
gehalten wurde. Johannes der Täufer war weiter am Werk. Aber
sein Ziel war es, Menschen zu Jesus zu führen. Zum zweiten Mal
bezeugte Johannes, dass Jesus Gottes Lamm sei. Viele waren trotz
dieses Zeugnisses des Täufers bei ihm geblieben. Die Aussage des
Johannes interessierte sie nicht. Zwei seiner Jünger aber fragten
sich, was es bedeutete. Daher folgten sie Jesus. Jesus fragte sie, was
sie suchen. Kann man auf diese Frage leicht antworten? Was suche
ich? Wir sollten uns diese Frage einmal selbst stellen. Sie antwor-
teten und fragten Jesus, wo seine Herberge sei. Sie wollten ihn er-
fahren, denn die Erfahrung wird schon Antwort geben. Aber seinem
suchenden Herzen nachzugeben kostet Zeit und bedeutet Risiko, da
die Suche ja auch vergeblich sein könnte. Habe ich aber alles? Jesus
antwortete ihnen: Kommt und seht! Jesus wollte sie persönlich er-
fahren lassen. Auch heute noch lädt er uns zu sich ein. Wir können
ihn in der Bibel oder in der Gemeinschaft kennenlernen.

Gebet: Herr, danke, dass du mich einlädst. Lass mich dich erfahren
und das Zeugnis erklärt bekommen. Ich will suchend zu deiner Her-
berge kommen.

Ein Wort: Kommt und seht.

06. April 2011

Johannes 1,29-34

Das Zeugnis des Täufers vom Lamm Gottes

(Joh 1,29) Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm
kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sün-
de trägt!

Viele hatten die Vergebung der Sünden durch die Taufe
von Johannes empfangen und waren bereit, ein neues Leben für
Gott zu führen. Eines Tages sah Johannes Jesus zu ihm kommen. Da
sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt. Ein
Mensch ist kein Lamm. Johannes aber sieht in Jesus das Lamm, das
von Gott dazu bestimmt war, die Schuld aller Menschen auf sich zu
nehmen. Die Sünde verlangt das Opfer. Johannes sah, dass es not-
wendig war, dass ein Mensch als Lamm Gottes die Sünde der Welt
trägt. Johannes wusste nicht, wer dieses Lamm ist. Gott aber gab
ihm die Weisung zur Erkenntnis, nämlich würde der Heilige Geist
auf ihn kommen. Johannes sah dies und bezeugte ihn als Gottes
Sohn. Fassen wir zusammen: Jesus tauft uns mit seinem Heiligen
Geist. Er wird wie ein Lamm für die Sünde der Welt sterben, obwohl
er der Sohn Gottes ist. Was für ein Mensch! Das höchste Gut und
der größte Schmerz vereinen sich in Jesus.

Gebet: Herr, danke dafür, dass du für mich ein Lamm vorbereitet
hast, das meine Sünde trägt. Danke für das Lamm, das dein lieber
Sohn ist.

Ein Wort: Gotte hat seinen geliebten Sohn als Lamm vorbereitet

05. April 2011

 

Das Zeugnis des Täufers über sich selbst und über den
noch unbekannten Christus

(Joh 1,27) Der wird nach mir kommen, und ich bin nicht wert, dass
ich seine Schuhriemen löse.

Die Priester und Leviten, die gemäß der Schrift für den
Gottesdienst legitimiert waren, hatten eine Autoritätsfrage an Jo-
hannes den Täufer. Sein sensationeller Auftritt als Bußprediger gab
ihnen Anlass zur Frage, ob Johannes nicht der verheißene Christus
sei. Wie antwortete Johannes auf die Frage der Gesandten? Drei-
mal antwortete mit Nein. Nein, er sei nicht der Christus, nein, auch
nicht Elia, nein, auch kein Prophet. Er identifizierte sich mit einer
Stimme aufgrund der Schrift des Propheten Jesajas. Die Frage, wie
groß er ist oder wer er ist, ist ihm gleichgültig. Entscheidend ist,
dass er die Stimme in der Wüste ist. Er will die Taufe nicht als Instru-
ment seiner Autorität missbrauchen, sondern sie dazu gebrauchen,
die Menschen auf Christus vorzubereiten. Apostel Johannes betont
hier, dass Johannes der Täufer gesagt habe, dass ein Mensch unter
ihnen erschienen sei, der höher ist als er. Menschen verachten an-
dere Menschen. Johannes erhöhte jedoch den, den er noch nicht
sah, so hoch, dass er ihm seine Schuhriemen nicht lösen könnte.
Bist du ein Mensch, der für seine Macht lebt oder für seine Missi-
on? Kannst du auch andere mit geistlichen Augen sehen und unter
ihnen einen Verheißenen Gottes erkennen wie Johannes der Täu-
fer?

Gebet: Herr, schenke mir die geistlichen Augen, Jesus als Christus
zu bekennen.

Ein Wort: Hab eine geistliche Ansicht

04. April 2011

Johannes 1,14-18

Das Wort ward Fleisch

(Joh 1,17) Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und
Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Das Fleisch verlangt das Sichtbare und das Mitfühlende.
Liebe ist ein guter Begriff. Aber ohne Fleisch kann man sie nicht
erleben. Das Wort ward Fleisch. Der Verfasser war begeistert von
der Tatsache, dass das Wort in Jesus als Fleisch in die Welt kam. Der
ewige unsichtbare Gott ist erschienen. Er sah erst durch Jesus die
Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade
und Wahrheit. Mose konnte durch seine Gebete für das Volk Israel
das Gesetz von Gott bekommen. Die Gnade und die Wahrheit aber
sind durch das Leben Jesu geworden. Gottes unsichtbares Wesen
und seine Gottheit sind seit der Schöpfung an seinen Werken zu
ersehen (Vgl. Röm 1,20). So wie Gott sich an der Natur offenbart
hatte, offenbarte er sich in Jesus. Es ist eine Sehnsucht aller Men-
schen, Gott zu sehen (Vgl. Joh 14,8). Gott aber offenbart sich durch
alles und vor allem durch seinen eingeborenen Sohn Jesus. Auch
wir sind sein Werk, geschaffen zum guten Werk (Vgl. Joh 9,3). Dar-
um sollen wir die Gnade von der Fülle durch Jesus empfangen und
Gottes Herrlichkeit durch unser Leben offenbaren.

Gebet: Danke, dass deine Gnade und deine Wahrheit durch das Le-
ben Jesu geworden sind. Hilf mir, von deiner Gnade und Wahrheit
erfüllt zu werden.

Ein Wort: Die Gnade und die Wahrheit sind durch die Fleischwer-
dung des Wortes geschehen.

02. April 2011

Johannes 1,6-13

Der Glaube an das wahre Licht macht einen jeden
Menschen zum Kind Gottes

(Joh 1,12) Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

In Vers 6 taucht ein Mensch namens Johannes auf. Der Verfasser wollte diesen Johannes erwähnen, um ihn mit dem wahren Licht zu vergleichen. Johannes war nicht das Licht, sondern ein Zeuge von dem Licht. Es gab in der Welt so viele Leute, die sich als das Licht ausgaben. Sie alle waren Lügner. Niemand kann sich ehrlich als das wahre Licht angeben. In diesem Sinne war Johannes der Täufer ein besonderer Mann Gottes. Der Verfasser war begeistert von der Ehrlichkeit Johannes des Täufers. Obwohl er nicht das wahre Licht war, war er doch groß vor Gott (Vgl. Lk 1,15 Röm 3,7). Das wahre Licht kann jeden Menschen erleuchten, unabhängig davon, ob jemand jung oder alt, Mann oder Frau ist. Seine Nationalität oder Reichtum spielt keine Rolle. Das wahre Licht scheint jedem, der in dieser Welt ist. Das wahre Licht ist immer da, und die Welt ist durch ihn gemacht. Alles ist sein Eigentum. Jeder Mensch kann Gottes Kind werden, wenn er das wahre Licht aufnimmt. Umgekehrt kann ein Mensch trotz seiner Anstrengung niemals Gottes Kind werden.

Gebet: Herr, ich bin dein Kind, wenn ich nur an dich glaube. Du gibst mir die Macht, dein Kind zu werden, wenn ich nur das wahre Licht aufnehme. Ich erkenne, dass dieses Recht unabhängig von meiner Leistung ist.

Ein Wort: Ich bin Gottes Kind

01. April 2011

Einführung in das Johannesevangelium

Der Verfasser ist der Apostel Johannes. Johannes beschreibt
sich in den Versen seines Evangeliums (Joh 13,23; 19,26; 21,20.24)
als „den Jünger, den der Herr lieb hatte“. Das Buch wurde Schätzun-
gen nach ca. 70 n.Chr. in Ephesus geschrieben.

Der Inhalt lässt sich grob wie folgt gliedern:
1. Das ewige Wort kam in die Welt                                                     Kap 1
2. Jesu öffentliche Wirksamkeit                                                         Kap 2-12
3. Jesu Abschiedsreden an die Jünger                                            Kap 13-17
4. Jesu Leiden und Sterben                                                             Kap 18-19
5. Erscheinungen des Auferstandenen                                           Kap 20-21

Die Absicht des Verfassers wird von ihm selbst in Joh 20,31
genannt: „Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus
der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben
das Leben habt in seinem Namen.“
Hiernach ist der Glaube an Jesus insofern wichtig, als dass
man durch den Glauben an ihn das Leben haben kann. Das ewige
Leben bedeutet nämlich Gott zu kennen (Joh 17,3). Gott ist jedoch
unsichtbar. Als Augenzeuge Jesu berichtet Johannes nun aber, dass
der unsichtbare Gott in der Gestalt Jesu sichtbar geworden ist. Als
Leitvers für das Buch kann daher Vers Joh 1,14 verstanden werden:
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen
seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes
vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Durch dieses Evangelium können wir erfahren, wie wir durch
den Glauben an Jesus das Leben in voller Genüge haben können.

Johannes 1,1-5

Im Anfang war das Wort

(Joh 1,1) Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und
Gott war das Wort.

Der heutige Abschnitt beginnt mit den Worten „im An-
fang“. Dieser Ausdruck bezeichnet einen Zeitraum vor dem Beginn
aller sichtbaren Schöpfung. In dieser Ewigkeit vor der Schöpfung
sei das Wort. Das Zusammensein des Wortes mit Gott bedeutet,
dass Gott eigentlich das Wort sei. Warum schreibt Johannes dann
nicht einfach: „Im Anfang war Gott.“? Warum schreibt er (Vers 2):
„Dasselbe(das Wort) war im Anfang bei Gott.“, so dass man zwei
Wesen im Anfang sieht? Johannes will damit sagen, dass Gott in
einer gegenseitigen Unterhaltung mit dem Wort war. Es gab eine
ewige Gemeinschaft. In Vers 4 lesen wir, dass Gott alles Sichtba-
re durch dieses Wort im Anfang geschaffen hat. So können wir die
Welt und alles Sichtbare aus der unsichtbaren Gemeinschaft im An-
fang herleiten. So ist alles aus dem Einen entstanden (vgl. 1. Kor
15,28). Wenn ein Mensch den Ursprung allen Lebens in diesem
ewigen Wort zu verstehen beginnt, gibt es für diesen Menschen das
Licht. Ohne diese Erkenntnis bleibt der Mensch in der Finsternis.

Gebet: Herr, ich sehne mich ab und zu nach der Ewigkeit und frage
mich, woher alles kommt. Lass mich auch in deine Gemeinschaft
eintreten, indem ich an das Wort im Anfang glaube.

Ein Wort: Im Anfang war das Wort und Gott war das Wort.