31. Dezember 2010
2. Petrus 3,1-18
Der Herr hat Geduld mit euch
(2. Petr 3,9) Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.
Vor seiner Himmelfahrt kündigte der auferstandene Jesus seine baldige Rückkehr und die endgültige Erlösung der Gläubigen an. Die ersten Christen lebten mit dieser lebendigen Hoffnung der künftigen Herrlichkeit. Wegen dieser Erwartung konnten sie auch das Leiden mit Freude erdulden. Je mehr Zeit aber verging, desto mehr Spötter traten auf und fragten: „Wo bleibt die Verheißung seines Kommens?“ Sie fragten so, weil sie ihr sündiges Leben rechtfertigen wollten. Dadurch verführten sie auch andere, wieder nach ihren Begierden zu leben. Sie waren wie diejenigen, die sagen: „Warum sollen wir nicht sündigen? Es passiert ja doch nichts.“ Wir müssen aber wissen, dass das Gericht Gottes gewiss ist. Wir müssen auch wissen, dass vor Gott ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre sind wie ein Tag. Was die Spötter als Verzögerung bezeichnen, ist in Wirklichkeit Gottes Geduld mit uns Sündern. Gott will, dass keiner verloren geht, sondern dass alle zur Buße finden und gerettet werden. Der Tag des Herrn kommt gewiss. Wie Jesus gesagt hat, kommt dieser Tag wie ein Dieb, wenn wir es nicht erwarten. Wir sollen darum wachen und heilig und fromm leben. Gott hat einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißen, in denen Gerechtigkeit wohnt.
Gebet: Herr, danke für deine Geduld. Bitte lass jedermann dein Wort hören und zur Buße finden.
Ein Wort: Gott will, dass jedermann zur Buße finde