2. November 2010

1. Petrus 4,12-19

Freut euch, dass ihr mit Christus leidet

(1. Petr 4,13) sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.

Insgeheim erwarten wir, wenn wir zum Glauben kommen, ein sorgenfreieres und erfolgreicheres Leben ohne Leiden. In der Tat aber erfahren wir teilweise unerträgliche Leiden. Oftmals werden wir ungerechterweise geschmäht. Wir sollen darüber nicht ungehalten sein. Petrus erinnert die Christen daran, dass solches Leiden nichts Seltsames ist, sondern vielmehr ein Grund zur Freude. Das Leiden mit Christus unterscheidet sich vom Leiden wegen der Sünde. Wir leiden mit Christus, aber am Tag des Herrn werden wir Freude und Wonne haben. Wir sind selig, weil Gottes Geist der Herrlichkeit auf uns ruht. Unsere Haltung gegenüber diesen Leiden ist darum ein Gradmesser unseres Glaubens und unserer Hoffnung. Auch brauchen wir uns nicht zu schämen. „Christ“ ist kein Schimpfwort, sondern ein Name, der Gott ehrt, denn er erinnert daran, dass Gott seinen Sohn als den Erlöser in die Welt gesandt und für die Sünder am Kreuz gegeben hat. Dies ist die Zeit der Gnade, doch die Zeit des Gerichts ist bereits gekommen. Was für ein Ende wird es mit denen nehmen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Wir müssen für die Gottlosen und Sünder beten und ihnen die frohe Botschaft von der Erlösung verkündigen. Wenn wir dazu bestimmt sind, zu leiden, sollen wir dem treuen Gott danken und Gutes tun.

Gebet: Herr, danke, dass Christus für mich gelitten hat. Hilf mir, mich im Leiden zu freuen und ihn zu ehren.

Ein Wort: Freut euch, dass ihr mit Christus leidet!

1. November 2010

1. Petrus 4,1-11

Die Liebe deckt der Sünden Menge

(1. Petr 4,8) Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn »die Liebe deckt auch der Sünden Menge« (Sprüche 10,12).

Jesus selbst hat wiederholt denen, die er geheilt hatte, die Orientierung gegeben: „Sündige hinfort nicht mehr!“ (Joh 5,14; 8,11) Wenn wir Jesu Leiden für unsere Sünde aufgenommen und uns entschieden haben, dem Willen Gottes zu leben, haben wir aufgehört mit der Sünde. Es ist genug, dass wir viele Jahre unseres Lebens als Knechte der Begierden und des Götzendienstes verbracht haben. Unsere Freunde und Angehörigen verstehen das oftmals nicht. Wenn wir nicht mehr wie sie unordentlich leben, werden sie ärgerlich und lästern. Doch auch sie werden vor Gott über ihr Leben Rechenschaft geben müssen. Wir dürfen uns in dieser Endzeit nicht täuschen lassen, sondern müssen besonnen und nüchtern zum Gebet bleiben. Vor allen Dingen sollen wir einander lieben. Die Liebe ist der Schlüssel, denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge. Obwohl wir viel an Gott und aneinander gesündigt haben, deckt die Liebe Christi alle diese Sünden zu. Gott hat uns viele Gaben gegeben, mit denen wir einander dienen können. Ein Prediger zu sein heißt, Gottes Wort als Gottes Wort weiterzugeben. Ein Diener zu sein heißt, Gottes Kraft wirken zu lassen. So wird in allen Dingen Gott gepriesen. Die Ehre gebührt ihm allein.

Gebet: Herr, deine Liebe deckt meiner Sünden Menge. Bitte hilf mir, meine Gabe zu deiner Ehre zu gebrauchen.

Ein Wort: Dient einander

30. Oktober 2010

1. Petrus 3,18-22

Christus hat für die Sünder gelitten

(1. Petr 3,18) Denn auch Christus hat “einmal” für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.

Christi Leiden hatte einen absoluten Sinn. Es war der Wille Gottes, dass Christus litt, um die Sünder zu Gott zu führen. Dazu musste er getötete werden nach dem Fleisch, nämlich am Kreuz sterben, und lebendig gemacht werden nach dem Geist, nämlich von den Toten auferstehen. Die Rettung geschieht aus Gnade inmitten einer gerichtsreifen Zeit. Unsere Zeit ist nicht anders als die Zeit Noahs, als Gott Geduld bewies und Noah Gnade finden ließ und ihn und seine Angehörigen errettete. Wir werden durch den Glauben an Christus gerettet. Diejenigen, die im Namen Jesu zu Gott kommen und an seinen Tod für ihre Sünden und an seine Auferstehung glauben, empfangen die Taufe des Heiligen Geistes. Ihr Gewissen wird gereinigt. Christus hat „einmal“ gelitten, aber er ist von den Toten auferstanden und zum Himmel aufgefahren. Er sitzt jetzt zur Rechten Gottes und regiert über alle Mächte und Gewalten. Wir dürfen Gottes Geduld nicht verachten. Christi Leiden hat ein klares Ziel: uns zur Buße und zum Glauben an Gott zu führen. Wir dürfen am übrigen Leiden Christi teilnehmen und so einer gerichtsreifen Welt die rettende Botschaft verkündigen.

Gebet: Herr, danke, dass Christus für mich gelitten hat. Bitte hilf mir, die Sünder zur dir zu führen.

Ein Wort: Christus hat für uns Sünder gelitten

29. Oktober 2010

1. Petrus 3,8-17

Die Hoffnung, die in euch ist

(1. Petr 3,15) Heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.

Die Christen in der Gemeinde sollen eines Sinnes sein, mitleidig, brüderlich, barmherzig und demütig. Wenn wir uns missverstanden oder ungerecht behandelt fühlen, tendieren wir dazu, sofort zu widersprechen. So entsteht ein Klima des Unfriedens. Um Frieden stiften zu können und ein Segen zu sein, sollen wir unsere Zunge hüten. Statt mit anderen zu streiten sollen wir zu Gott beten. Gott sieht. Er hört unser Gebet. Selbst wenn wir wegen unserer Güte und unseres Nachgebens Schmerzen im Herzen tragen müssen, ist dies doch der Weg der Seligkeit, für uns und für die anderen. Entscheidend ist, dass wir den Herrn Christus im Herzen heiligen. Dann sind wir auch bereit, für unseren Glauben und für unsere Hoffnung Rechenschaft zu geben, jederzeit und gegenüber jedermann. Ein Leben des Glaubens bleibt nicht unbemerkt. Viele werden neugierig und empfangen den Wunsch, Christus kennen zu lernen. Einige lästern auch, andere fordern, dass wir uns rechtfertigen. Wenn wir Gott fürchten, sanftmütig bleiben und unser gutes Gewissen bewahren, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen: Gott selbst wird wirken und sein Wille wird erfüllt werden.

Gebet: Herr, danke für die Hoffnung, die du mir gegeben hast. Lehre mich, sanftmütig zu sein und zu beten.

Ein Wort: Sei jederzeit bereit zur Verantwortung

28. Oktober 2010

1. Petrus 3,1-7

Unvergänglicher Schmuck

(1. Petr 3,4) Sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: das ist köstlich vor Gott.

Petrus spricht nun von der Ordnung in der Familie. Die gläubigen Frauen sollen sich ihren Männern unterordnen, insbesondere dann, wenn eine gläubige Frau ihren ungläubigen Mann für Christus gewinnen will. Viele Worte führen nur zu Streit und zur Verhärtung der Fronten. Durch ein reines und gottesfürchtiges Leben aber kann auch das härteste Herz erweicht werden. Viele Frauen denken, den Männern durch äußeren Schmuck gefallen zu können. Vor Gott aber zählt der innere Schmuck eines sanften und stillen Geistes. Eine heilige Frau setzt ihre Hoffnung auf Gott. Sara ist ein gutes Vorbild: Sie achtete Abraham als einen Knecht Gottes hoch und nannte ihn ihren Herrn. Niemand kann sagen, dass Sara eine unselbstständige Frau gewesen wäre. Die jungen Frauen unserer Zeit tun gut daran, als ihre geistlichen Töchter ihrem Beispiel zu folgen. Petrus ermahnt aber nicht nur die Frauen. Auch die Männer müssen lernen, ihre Frauen zu ehren und vernünftig mit ihnen zusammen zu leben. Wenn einer der beiden in der Familie den anderen unterdrückt, wird das gemeinsame Leben belastet. Die gegenseitige Hochachtung und das gemeinsame Gebet machen eine Familie zu einer Hausgemeinde.

Gebet: Herr, hilf mir, das jeweils andere Geschlecht hochzuachten und eine Hausgemeinde zu bilden.

Ein Wort: Ein sanfter und stiller Geist ist köstlich vor Gott

27. Oktober 2010

1. Petrus 2,18-25

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden

(1. Petr 1,3) Der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.

Die Sklaven waren oft der Willkür ihrer Herren ausgesetzt. Sie mussten sich danach gesehnt haben, frei zu kommen, besonders die, deren Herren nicht gütig oder freundlich waren. Petrus gab denen unter ihnen, die Christen geworden waren, die Orientierung, sich unterzuordnen, auch wenn sie Unrecht leiden mussten. Es ist Unsinn, darunter zu leiden, dass wir unsere selbstsüchtigen Wünsche nicht erfüllen können. Es ist aber Gnade bei Gott, für das Heil der anderen zu leiden. Denn Gott hat uns dazu berufen, den Fußtapfen Jesu zu folgen. Jesus hat nicht um seiner selbst willen gelitten. Er war ohne Sünde. Er ertrug vielmehr alle Schmähungen um unsretwillen, ohne widerzuschmähen. Schließlich trug er unsere Sünde selbst an seinem Leib hinauf auf das Kreuz. Durch seine Wunden hat er uns heil gemacht. So hat er uns ein Vorbild hinterlassen. Wir waren wie irrende Schafe ohne Hirten, doch nun folgen wir unserem guten Hirten Jesus. Er hat uns selbst zu Hirten eingesetzt, damit wir der Herde Gottes als ein Vorbild vorangehen, auch wenn dieser Weg mit Leiden und Schmerzen verbunden ist.

Gebet: Herr, vergib meine Selbstsucht. Hilf mir, Jesu Vorbild zu folgen und für das Heil der Schafe zu leiden.

Ein Wort: Durch seine Wunden seid ihr heil geworden

26. Oktober 2010

1. Petrus 2,11-17

Ein rechtschaffenes Leben unter den Heiden

(1. Petr 2,12) Und führt ein rechtschaffenes Leben unter den Heiden, damit die, die euch verleumden als Übeltäter, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.

Als Fremdlinge und Pilger müssen wir uns vor den fleischlichen Begierden in Acht nehmen, die gegen die Seele streiten. Diejenigen, die Christus nicht kennen, verleumden uns schnell als Übeltäter. Mit Worten können wir sie meist nicht überzeugen. Wenn sie aber unser heiliges Leben und unsere guten Werke sehen, können sie zur Einsicht kommen und schließlich Gott preisen. Wir sollen darum ein ordentliches Leben in der Welt führen. Das heißt auch, dass wir uns Gesetzen und Autoritäten unterordnen. Es heißt nicht, unsere Identität aufzugeben oder die Lebensweise der weltlichen Menschen gutzuheißen. Wir bleiben Knechte Gottes. Unser Ziel ist es, die Menschen aus dieser Welt zu retten und sie für Christus zu gewinnen. Bei den weltlichen Menschen ist es modern, die Obrigkeit zu kritisieren und gegen jede Ordnung zu rebellieren. Wir aber sind frei von Geltungssucht und Neid. Wir sind frei, die Menschen wahrhaft zu ehren, die Brüder zu lieben und Gott zu fürchten. Das rechtschaffene Leben der ersten Christen unter den Heiden war so wirksam, dass es schließlich das ganze römische Reich veränderte. Unser rechtschaffenes Leben kann auch unserer Gesellschaft verändern.

Gebet: Herr, hilf mir, ein rechtschaffenes Leben in der Welt zu führen und viele für Christus zu gewinnen.

Ein Wort: Damit sie eure guten Werke sehen

25. Oktober 2010

1. Petrus 2,1-10

Die königliche Priesterschaft

(1. Petr 2,9) Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.

Petrus vergleicht die Christen mit neugeborenen Kindern. Neugeborene sind ganz hilflos, wenn sie aber Hunger haben, schreien sie mit aller Kraft, bis sie die Milch bekommen, die sie zum Wachsen brauchen. Wir sollen auch solches Verlangen nach dem Wort Gottes haben. Gottes Wort ist die vernünftige, lautere Milch für unsere Seele. Wir wachsen dadurch zu lebendigen Steinen. Aus solchen lebendigen Steinen erbaut sich ein geistliches Haus mit Jesus als kostbarem Eckstein. Dies gibt uns eine ganz neue geistliche Identität. In der Gnade Jesu sind wir Gottes auserwähltes Geschlecht. Wir sind auch die königliche Priesterschaft, die als Mittler zwischen dem heiligen Gott und den sündigen Menschen arbeitet. Wir sind das heilige Volk, das Volk des Eigentums. Gott hat uns dazu berufen, seine Wohltaten in der ganzen Welt zu verkündigen. Er hat uns von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht in Christus geführt. Er hat uns, die wir von Gott entfernt lebten und nicht zu ihm gehörten, zu seinem Volk gemacht. Die Ungläubigen stoßen sich an Jesus und kommen zu Fall. Wir müssen uns jederzeit daran erinnern, wer wir sind, und gemäß der Gnade als königliche Priesterschaft leben.

Gebet: Herr, ich bin deine königliche Priesterschaft. Bitte hilf mir, allen Menschen deine Wohltaten zu verkündigen.

Ein Wort: Ihr seid die königliche Priesterschaft

23. Oktober 2010

1. Petrus 1,13-25

Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit

(1. Petr 1,23) Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.

Weil unsere Hoffnung nicht in der Welt ist, sollen wir nüchtern sein, die Begierden zurückweisen und Gottes Wort gehorchen. Kurz gesagt sollen wir heilig leben. Heilig zu sein ist Gottes Befehl. Wenn wir Gottesfurcht haben und daran denken, wie er uns erlöst hat, können wir diesem Befehl gehorchen. Er hat uns nicht mit Gold oder Silber von der Sünde erkauft, sondern mit dem teuren Blut Jesu Christi. In seinem Blut dürfen wir unsere Seelen reinigen. Petrus ermutigt uns, uns untereinander mit beständiger Liebe zu lieben. Wie konnten wir Glauben und Hoffnung empfangen? Wir konnten allein durch das lebendige Wort Gottes wiedergeboren werden. Alles menschliche Bemühen ist nichtig. Auch menschliche Herrlichkeit vergeht, so wie auch die schönste Blüte welkt und abfällt. Allein des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit. Petrus und die anderen Apostel hatten dieses lebendige Wort Gottes, nämlich das Evangelium von Jesus Christus, unter Einsatz ihres Lebens in allen Gemeinden verkündigt. Auch wir haben erlebt, dass dort, wo das Wort Gottes gepredigt wird, die Sünder zu einem heiligen Leben in Gott wiedergeboren werden. Lasst uns darum in einer Zeit, in der uns das Fleisch mit seiner Herrlichkeit blenden will, nüchtern bleiben und das lebendige Wort Gottes mit aller Kraft verkündigen.

Gebet: Herr, dein Wort bleibt in Ewigkeit. Hilf mir, heilig zu leben und dein Wort zu verkündigen.

Ein Wort: Säe den unvergänglichen Samen

22. Oktober 2010

1. Petrus 1,1-12

Eine lebendige Hoffnung

(1. Petr 1,3) Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Apostel Petrus schrieb diesen Brief an die Christen, die wegen der Verfolgung in ganz Kleinasien verstreut wohnten. Der Verlust ihrer Heimat musste sie schwer getroffen haben. Doch Petrus nannte sie „auserwählte Fremdlinge“ und segnete sie mit Gnade und Friede. Sie waren von Gott auserwählt, als heilige Kinder Gottes zu leben. Sie waren Fremdlinge überall in dieser Welt. Weil wir nicht mehr an die Dinge der Welt gebunden sind, können wir Gott loben. Nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Was ist diese lebendige Hoffnung? Es ist das Erbe, das Gott im Himmel für uns aufbewahrt. Die Hoffnungen dieser Welt wie Schönheit, Reichtum oder menschliche Ehre sind vergänglich, von der Sünde befleckt und verwelklich. Das Erbe im Himmel ist ewig, rein und unverwelklich. Obwohl die Christen sich in verschiedenen Anfechtungen befinden, erfahren sie am Ende die Seligkeit und damit unaussprechliche und herrliche Freude. Selbst die Propheten, die schon das künftige Heil vorausgesagt haben, konnten diese Seligkeit nicht erfahren, sondern nur den Weg bereiten. Unsere Hoffnung in Christus ist die künftige Herrlichkeit.

Gebet: Herr, ich lobe dich für die lebendige Hoffnung auf das unvergängliche Erbe im Himmel.

Ein Wort: Das Erbe im Himmel für dich

22. Oktober 2010

1. Petrus 1,1-12

Eine lebendige Hoffnung

(1. Petr 1,3) Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Apostel Petrus schrieb diesen Brief an die Christen, die wegen der Verfolgung in ganz Kleinasien verstreut wohnten. Der Verlust ihrer Heimat musste sie schwer getroffen haben. Doch Petrus nannte sie „auserwählte Fremdlinge“ und segnete sie mit Gnade und Friede. Sie waren von Gott auserwählt, als heilige Kinder Gottes zu leben. Sie waren Fremdlinge überall in dieser Welt. Weil wir nicht mehr an die Dinge der Welt gebunden sind, können wir Gott loben. Nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Was ist diese lebendige Hoffnung? Es ist das Erbe, das Gott im Himmel für uns aufbewahrt. Die Hoffnungen dieser Welt wie Schönheit, Reichtum oder menschliche Ehre sind vergänglich, von der Sünde befleckt und verwelklich. Das Erbe im Himmel ist ewig, rein und unverwelklich. Obwohl die Christen sich in verschiedenen Anfechtungen befinden, erfahren sie am Ende die Seligkeit und damit unaussprechliche und herrliche Freude. Selbst die Propheten, die schon das künftige Heil vorausgesagt haben, konnten diese Seligkeit nicht erfahren, sondern nur den Weg bereiten. Unsere Hoffnung in Christus ist die künftige Herrlichkeit.

Gebet: Herr, ich lobe dich für die lebendige Hoffnung auf das unvergängliche Erbe im Himmel.

Ein Wort: Das Erbe im Himmel für dich