09. März 2010

Hesekiel 44,1-31

Das Tor bleibt geschlossen

(Hes 44,3) Und der Herr sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und nicht aufgetan werden, und niemand soll dort hineingehen. Denn der Herr, der Gott Israels, ist dort eingezogen; darum soll es zugeschlossen bleiben.

Das Osttor ist das Tor des Tempels, durch das die Herrlichkeit des Herrn eingezogen war (43,4). Das Tor blieb darum geschlossen, und niemand sollte dort hineingehen. Nur dem Fürsten war es erlaubt, dort im Tor zu sitzen und das Opfermahl zu halten vor dem Herrn. Für die Juden spielte das Tor im Osten des Tempels und der Stadt Jerusalem eine wichtige Rolle, denn sie erwarteten, dass der Messias von Osten her die Stadt betreten würde. Im 16. Jahrhundert wurde das Osttor darum von den Osmanen zugemauert. Doch Jesus war bereits als der Messias von Osten her in Jerusalem eingezogen (Lukas 19). Sie hatten ihn nicht als den Messias angenommen. Nicht nur das Tor, sondern ihre Herzen waren verschlossen. Die Leviten hatten Kompromisse geschlossen und Fremde mit unbeschnittenen Herzen im Tempel dienen lassen. Daher durften sie keinen Priesterdienst, sondern nur den Hausdienst versehen. Die Priester waren ganz dem Herrn geweiht. Der Herr selbst war ihr Erbbesitz und ihr Eigentum.

Gebet: Herr, danke, dass du als der verheißene Messias in mein Leben eingezogen ist. Bitte hilf mir, den priesterlichen Dienst ohne Kompromiss zu versehen.

Ein Wort: Der Herr ist dort eingezogen

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