9.November 08

Bedrängt, aber nicht überwältigt

Psalm 129,1-8
Leitvers 129,2

Der Psalmist ermutigte Israel zum Zeugnis über ihre Erfahrungen mit Gott. Von Beginn ihrer Geschichte an waren sie ständig von Feinden bedrängt worden. Die gottlosen, götzendienerischen Völker fielen oft über das Land her. Und doch war es ihnen nicht gelungen, Israel wirklich zu schlagen, denn Gott hatte seinem Volk immer geholfen. Das Bild der gepflügten Furchen lässt uns erahnen, wie schwer ihre Leiden gewesen und wie sehr sie gequält worden waren. Doch Gott hatte sie immer wieder befreit. Auch in seiner Zeit erlebt der Psalmist Anfeindungen gegen Zion. Er betet dafür, dass Gott die Feinde Zions bestrafen möge. Mit Gras auf den Dächern meint er wohl Grassamen, der vom Wind auf die Flach-dächer geweht worden war, wo er keine Wurzeln sch-lagen kann und deshalb verdorren und vergehen muss. Das Leben der Gottlosen, der Feinde Gottes, bringt keine gute Frucht. Wenn die Juden einander begegneten, wünschten sie sich gegenseitig den Segen Gottes. Doch die Feinde Gottes verdienten den Segen nicht. Wir dürfen uns ermutigen lassen und daran glauben, dass Gott auf unserer Seite steht und uns von aller Bedrängnis – auch durch die Sünde in uns – befreit.
Gebet: Herr, oft fühle ich mich bedrängt, durch die äußere Situation, durch andere Menschen oder durch die Sünde in mir. Dank deiner Hilfe werde ich aber nicht überwältigt werden.

Ein Wort: Ich werde nicht überwältigt.

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