6.November 08

Die Furcht des Herrn, das ist Weisheit

Hiob 27,1-28,28
Leitvers 28,28

Hiob will trotz aller Schuldzuweisungen seiner Freunde daran festhalten, dass er unschuldig und gerecht ist und keine der Sünden begangen hat, die seine Freunde ihm vorwerfen. Er erklärt noch einmal, dass er ein reines Gewissen vor Gott hat. Daran, dass er trotz aller Leiden seine Hoffnung immer noch auf Gott setzt, an Gott seine Lust hat und Gott anruft, sollten sie eigentlich erkennen, dass er unschuldig ist. Dies wird ein Gottloser nicht tun. Hiob hält an seiner Überzeugung fest, dass der Allmächtige den Gottlosen ihren Lohn geben wird. Sie scheinen reich zu sein; aber der Schrecken wird sie überfallen wie die Flut. Darum versteht Hiob nicht, warum er wie die Gottlosen leidet. Er beschreibt die Methode, mit der die Menschen voller Eifer nach Edelmetallen und Edelsteinen suchen und dafür wie Feuer die Erde zerwühlen. Aber wo kann man Weisheit finden? Die Weisheit zu finden ist unendlich viel schwieriger. Hiob weiß, dass die Weisheit kostbarer als alles Gold und alle Edelsteine der Welt ist. Nur Gott kennt den Weg zur Weisheit und kennt deren Stätte. Bei der Erschaffung der Welt lehrte er schon dem Menschen, dass die Furcht des Herrn, die Weisheit ist, indem er ihnen ein Gebot gab. Gott zu fürchten meint, dass wir in der Liebebeziehung als ver-gebene Sünder vor seinen Augen leben und ihm und seinem Wort gehorchen.
Gebet: Herr, hilf mir, nach der Weisheit weiter zu suchen, indem ich dir und deinem Wort gehorchen lerne.

Ein Wort: Die Furcht des Herrn ist Weisheit

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