4.Dezember 08

Deine Schuld ist abgetan

Klagelieder 4,1-22   

Leitvers 4,22

Hier wird der Zustand der eroberten Stadt mit dem vor ihrer Zerstörung verglichen. Die Einwohner Jerusalems glichen in Gottes Augen früher Gold und kostbaren Edel-steinen. Jetzt waren sie wertlos wie irdene Töpfe. Vor der Eroberung genossen die Einwohner Jerusalems den vielfältigen Segen Gottes, jetzt mussten sie Hunger und Elend leiden. Ihre Fürsten hatten ihre Hoheit verloren. Gegenüber den Schwachen gab es keine Barmherzigkeit mehr. Priester und Propheten, die ein heiliges Leben führen sollten, wurden befleckt und unrein. Zu einem ähnlichen Kontrast käme man, würde man den Zustand der Menschen vor und nach dem Sündenfall vergleichen. Die Menschen vor dem Sündenfall spiegelten das Bild Gottes wider, nach dem Sündenfall wurde dieses Bild durch die Sünde getrübt. Gottes Segen wurde in Fluch verwandelt. Die Menschen verloren ihre Identität als Gottes Verwalter und Stellvertreter auf Erden. Heiligkeit wandelte sich in Unreinheit. Mit dem „Gesalbten des Herrn“ (V. 20) ist in erster Linie der König von Juda gemeint; es ist aber auch ein Hinweis auf Jesus Christus, der, um uns zu erlösen, in der Grube des Todes leiden musste. Die gute Nachricht für die Menschen, die unter der Sünde leiden, besteht darin, dass Gott unsere Schuld in Jesus schon abgetan hat; dass er bereit ist, uns wiederherzustellen.

Gebet: Herr, danke für Jesus, den Gesalbten, durch den meine Schuld vor dir abgetan ist.

Ein Wort: Der Herr hat unsere Schuld abgetan