3.Dezember 08
28. August 2008 — tbroot
Seine Barmherzigkeit ist alle Morgen neu
Klagelieder 3,1-66
Leitvers 3,22+23
Dieses Kapitel bildet das Kernstück des ganzen Buches. Jeremia identifiziert sich hier so intensiv mit den Leiden des Volkes, dass er sie körperlich spüren kann. Er fühlt sich in der Finsternis eingeschlossen und von Gott abgeschnitten. Andererseits wird er von Gottes Pfeilen tief getroffen. Sein Leiden ist vor allem ein geistliches Leiden. Seine Seele ist aus dem Frieden vertrieben und seine Hoffnung auf den Herrn schwindet. In dieser Situation blickt Jeremia weg von sich selbst und erinnert sich an die Eigenschaften Gottes: seine Güte, seine Barmherzigkeit und seine Treue. Da wo Menschen ver-sagen, bleibt Gott treu. Er bietet uns seine Barmherzig-keit jeden Morgen von neuem an. Egal wie weit wir uns von Gott entfernt haben, wir dürfen seine Gnade jeden Morgen von neuem in Anspruch nehmen. Deshalb gibt es in Gott nie eine hoffnungslose Situation. Gott ist immer freundlich zu den Menschen, die nach ihm fragen und die zu ihm umkehren. Dieser Gedanke leitet uns zum Gebet. Anstatt über unsere Lage zu murren, sollen wir lieber wider unsere Sünde murren. Wir sollen unseren Wandel prüfen und uns zum Herrn bekehren, indem wir unsere Sünde vor ihm bekennen. Dann kann unsere Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden. Jeremia erinnert sich hier, wie Gott ihm bereits einmal aus einer ausweglosen Situation geholfen hat (Jer 38,6).
Gebet: Herr, danke für deine Güte, Barmherzigkeit und Treue, die jeden Morgen neu sind.
Ein Wort: Gottes Gnade ist jeden Morgen neu