3.November 08
3. Juni 2008 — Anja
Elifas’ Anklage
Hiob 22,1-23,17
Leitvers 23,12
Anfangs sprach Elifas sanftmütig, aber jetzt, da er zum dritten Mal redet, wird er ungeduldig. Elifas beschuldigt Hiob nun direkt. Er ist sich sicher, dass Hiob, der einst ein reicher Mann war, sich an den Armen, den Hungrigen, den Witwen und Waisen versündigt hat und damit schul-dig ist. Beweis dafür ist das Leiden Hiobs, das er als Gottes gerechte Strafe ansieht. Er und Hiob wissen beide, dass Gott Gerechtigkeit und Barmherzigkeit verlangt. Elifas ruft Hiob zur Buße auf. Seine Worte sind gut, aber er kennt Gott nicht. Er denkt, dass Gott die Güte eines Menschen nicht nötig habe, sondern nur die Sünde bestraft. (1-5) Hiob weiß, dass er sich nicht, wie beschuldigt, an den Armen und Bedürftigen versündigt hat. Er weist diese Anklage noch ausführlich in Kapitel 29 zurück. Jetzt sehnt er sich danach, Gott zu finden. Er hat Gottes Wort geliebt und versucht, den Weg Gottes zu folgen. Aber wie kann er Gott begegnen und Gott selbst sprechen? Es gibt viel Wahres an Elifas’ Ausruf zur Buße. (22,21-23) Wenn wir Gottes Wort zu Herzen nehmen, uns zu Gott bekehren und vor ihm demütigen, dann werden wir in Liebesbeziehung mit Gott viele gute Früchte des Lebens hervorbringen.
Gebet: Herr, lass mich dein Wort höher achten als mein tägliches Brot. Lehre mich, mit demütigen und zerknirschten Herzen auf dich zu warten.
Ein Wort: Suche Gott und vertraue seinem Wort.