2.Dezember 08

Trügerische Propheten

Klagelieder 2,1-22    

Leitvers 2,14

Jerusalem war der geistliche Mittelpunkt Israel, es war wie der Fußschemel Gottes. Dort im Tempel war der Ort, wo Menschen Gott persönlich begegneten. Israel galt als das von Gott auserwählte Volk, das Gott dazu bestimmt hatte, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein. Jetzt aber mussten sie den Zorn Gottes spüren. Nicht nur hatte Gott sich abgewendet, er war sogar wie ihr Feind geworden. Der Verfasser hatte sich fast die Augen ausgeweint über diese nationale Katastrophe. Wie hatte es dazu kommen können? Jeremia sieht die Schuld bei den Propheten. Sie haben das geredet, was die Menschen hören wollten, anstatt sie zur Erkenntnis ihrer Sünde zu führen. Geistliche Leiter tragen eine große Verantwortung. Sie dürfen niemals Gottes Wahr-heit verdrehen. Sie können guten oder schlechten Ein-fluss auf ein ganzes Volk ausüben. Gott hatte seinem Volk durch sein Wort, vor allem aus dem 5. Mose, die Folgen von Ungehorsam und Sünde klar vor Augen gestellt. Deshalb sollte sein Gericht keine Überraschung für sie sein. Was sollten sie in dieser Lage tun? Nur Gott allein könnte ihre Hilfe sein. Deshalb sollten sie sich im Gebet an Gott wenden. Jeremia stimmte in ihr flehent-liches Gebet mit ein und brachte die Not der Stadt im Gebet zu Gott.

Gebet: Herr, lass mich das geistliche Elend meines Volkes zu dir im Gebet bringen. Lass mich dein Wort unverfälscht weitergeben.

Ein Wort: Gottes Wahrheit und flehentliches Gebet