29.Januar 2010

2. Samuel 19,2-41 

David kehrt nach Jerusalem zurück

(2. Sam 19,9) Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. Und man sagte es allem Kriegsvolk: Siehe, der König sitzt im Tor. Da kam alles Volk vor den König.

Der Tag des Sieges wurde ein Tag der Trauer, weil David sein Angesicht verhüllte und nach seinem Sohn Absalom immer wieder schrie. Als das Volk von der Trauer Davids hörte, stahl es sich weg, wie sich ein Volk wegstiehlt, das sich schämen muss, weil es im Kampf geflohen ist. Joab tadelte David, dass er mit diesem Verhalten sein Volk beleidigen würde, weil er lieb hat, die ihn gehasst haben, und hasst, die ihn lieb haben. David nahm diesen Tadel an. Er war demütig und überwand sich, um seinem Volk als König zu dienen. Der Aufstand war vorüber, aber viele im Volk fürchteten sich nun, denn sie hatten David verraten. Jeder König hätte eine „Säuberungsaktion“ angeordnet, aber David dachte an die Einheit. Er vergab allen, die Absalom unterstützt hatten und machte sogar Amasa (17,25) anstelle von Joab zum Oberbefehlshaber. Er gewann die Herzen die Herzen der Menschen von Juda. Auch Schimi vergab er, der ihn so beleidigt hatte, er nahm Mefi-Boschets Entschuldigung an. Barsillai, der ihn aufgenommen hatte, dankte er herzlich. David hatte es gelernt, seinen Stolz und sein Gefühl zu überwinden, zu vergeben und herzlich zu danken.

Gebet: Herr, hilf mir zu lernen, den Tadel anderer zu hören, meinen Stolz zu überwinden und zu vergeben.

Ein Wort: Steh auf!

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