28.Dezember 08

An den Wassern zu Babel

Psalm 137,1-9
Leitvers 137,5

Dieser Psalm spricht von der babylonischen Gefangenschaft, wohl von der Endzeit des Exils, als der persische König schon dabei war, den Babyloniern die Vorherr-schaft zu entreißen. Die Wasser von Babel waren wohl der Euphrat sowie seine Kanäle und Wasserstraßen. Dort saßen die Israeliten und weinten über die Zerstörung Jerusalems. Ihr Kummer war so groß, dass sogar ihre Sänger schwiegen. Sie konnten ihre Lieder, die von ihrer Sehnsucht nach ihrer Heimat handelten, nicht mehr singen, weil ihre Bedrücker sie dafür ver-höhnten.
Der Psalmist gelobte, Jerusalem nie zu vergessen. Eher würde seine rechte Hand verdorren oder seine Zunge an seinem Gaumen kleben (d.h. er würde stumm werden), wenn er Jerusalem nicht die Treue halten würde. An Jerusalem zu denken, war im Exil eine höchste Freude. Wir dürfen auch die geistliche Verwüstung unseres Landes beklagen und für seine Wiederherstellung beten.
Die Edomiter hatten die Feinde Jerusalems in ihrem Tun bestärkt. Der Psalmist verwünschte sie und auch die Babylonier. Die Perser, die Babel zerstörten, dagegen pries er.
Gebet: Herr, unser Land liegt geistlich verwüstet da. Bitte stelle es geistlich wieder her.

Ein Wort: Gedenke im Gebet deines Landes!