27. November 2010

2. Könige 8,1-15
Elisa weinte
(2. Kön 8,11) Und der Mann Gottes schaute starr und lange vor sich hin und weinte.
Elisa half der Schunemiterin noch ein weiteres Mal. Er schickte sie ins Ausland, weil eine siebenjährige Hungersnot kommen würde. Eigentlich war sie reich gewesen (4,8), aber als sie zurückkehrte, hatte jemand ihren Besitz eingenommen. Sie kam mit diesem Anliegen vor den König. Zur gleichen Zeit hatte Gehasi dem König gerade die Geschichte von der Auferweckung ihres Sohnes erzählt. Sie bekam ihren Besitz zurück. Elisa forderte nicht nur andere heraus, Gott zu gehorchen, er gehorchte selbst dem Herrn, indem er Gottes Auftrag an Elia erfüllte (1.Kön 19,15). Er ging nach Damaskus. Ben-Hadad, der König von Aram, der Feind Israels war todkrank. Er wollte mit Hilfe einer Unmenge an Geschenken erfahren, ob er wieder genesen würde. Dazu sandte er Hasaël zu Elisa. Elisa sagte die Wahrheit. Der König würde genesen, aber doch sterben. Nach dieser Prophezeiung starrte Elisa lange vor sich hin und weinte, denn er wusste, dass Hasaël den König töten und Gottes Volk grausam (10,32) richten würde. Über vierzig Jahre vollzogen Hasaël und sein Sohn das Gericht Gottes über Israel (13,3; 2. Chr 24,24), weil sie Gott verlassen hatten.
Gebet: Herr, ich weine auch, weil du mein Volk auch richten wirst, weil sie dich verlassen haben. Hilf mir, die Wahrheit des Gerichtes zu sagen (Heb 9,27).
Ein Wort: …und weinte