26.November 09

1. Mose 26,34-27,40  

Ein erschlichener einziger Segen

(1. Mo 27,38a) Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater?

Als Esau vierzig war, begann er heidnische Töchter im Lande zur Frau zu nehmen. Diese machten Isaak und Rebekka Herzeleid. Denn sie hatten ein anderes Lebensziel (26,34-35). Isaak war nun alt geworden und wollte seinen Sohn Esau segnen. Das hörte Rebekka (27,1-5). Rebekka glaubte, dass dieser geistliche Segen Jakob zuteil werden müsse. Sie veranlasste, dass Jakob sich als Esau verkleidete und den Segen seines Vaters erschlich. Jakob zögerte davor, seinen Vater zu betrügen. Rebekka setzte sich jedoch dafür ein. Wie groß muss der Glaube von Jakob und Rebekka an den Segen Isaaks gewesen sein (6-13)! Isaak, der nicht mehr gut sehen konnte, wollte unbedingt den vermeintlichen Esau tasten und ihn riechen. Er segnete den als Esau verkleideten Jakob von ganzem Herzen sowohl mit dem Tau vom Himmel und der Fettigkeit der Erde als auch mit dem Privileg der Herrschaft (14-33). Als Esau später zu seinem Vater kam, hatte Isaak keinen Segen mehr übrig. Esau konnte nicht verstehen, warum sein Vater nur einen Segen hat (34-40). Esau kann mit Recht seinen listigen Bruder klagen. Aber irgendwie geschieht ihm zu Recht, weil er bis dahin keine Wertschätzung für den Segen seines Vaters gehabt hatte. Was für ein Begehren und ein Einsatz von Jakob und Rebekka!

Gebet: Herr, hilf mir, deinen Segen für kostbar zu halten.

Ein Wort: Hast du nur einen Segen?

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