22.Juni 09
28. August 2008 — Anja
Hesekiel 8,1-18
Sünde im Verborgenen
(Hes 8,12) Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du, was die Ältesten des Hauses Israel tun in der Finsternis, ein jeder in der Kammer seines Götzenbildes? Denn sie sagen: Der Herr sieht uns nicht, der Herr hat das Land verlassen.
Im sechsten Jahr des Exils hatte Hesekiel eine Vision, als gerade die Ältesten von Juda vor ihm saßen. Der Geist ergriff ihn und führte ihn nach Jerusalem. Der Herr zeigte ihm die großen Gräuel, die Israel tat. Am Eingang des Tempels stand ein Götzenbild zum Ärgernis für den Herrn. Im Inneren des Tempels räucherten die Ältesten den gräulichen Götzenbildern, die an der Wand eingegraben waren. Sie taten dies im Verborgenen, in der Finsternis, ein jeder in der Kammer seines Götzenbildes. Sie dachten: „Der Herr sieht uns nicht.“ Der Herr zeigte Hesekiel noch mehr: Beim Tempel saßen Frauen, die den babylonischen Fruchtbarkeitsgott beweinten. Im Inneren des Vorhofs standen Männer, die die Sonne anbeteten. Mit ihrer Sünde betrübten die Israeliten den Herrn. Wir sollen nicht denken, dass Gott unsere Sünde nicht sieht, nur weil wir sie heimlich begehen. Der Herr sieht auch in das Verborgene unseres Herzens.
Gebet: Herr, hilf mir, dich in der Kammer meines Herzens anzubeten.
Ein Wort: Bete Gott im Verborgenen an