22.Januar 2010

2. Samuel 14,1-33 

Absaloms Rückkehr

(2. Sam 14,14b) Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er ist darauf bedacht, dass das Verstoßene nicht auch von ihm verstoßen werde.

Drei Jahre waren nach dem Tod von Amnon vergangen. David hatte sich über dessen Tod getröstet und sehnte sich nach Absalom. Aber er wollte nicht noch einmal den gleichen Fehler wie bei Amnon begehen und zu nachgiebig mit den Sünden seiner Söhne umgehen. So blieb Absalom im Exil. Als Joab merkte, dass des Königs Herz an Absalom hing, inszenierte er ein Monodrama mit einer klugen Frau, die sich genau an sein Drehbuch hielt. Joab hatte Erfolg. David entschied sich, dass sein verstoßener Sohn wieder zu ihm zurückkehren durfte; doch durfte Absalom sein Angesicht nicht sehen. Nach zwei Jahren schließlich drängte Absalom Joab, ihn zu seinem Vater zu führen. Vers 33 erinnert an die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Lk 15, 20.21). Aber es gibt einen gravierenden Unterschied. Absalom hatte nicht Buße getan. Er war der Überzeugung, dass keine Schuld auf ihm liege (32). Joabs menschliche Lösung führte bald zu einer Katastrophe. Gott will nicht das Leben wegnehmen, dies ist wahr. Gott will die Menschen retten, dafür hat er seinen Sohn gegeben. Aber ohne Buße, bleiben wir Verstoßene und können nicht zu ihm kommen.

Gebet: Herr, hilf mir, den Menschen zu helfen, Buße zu tun, statt nach einer menschlichen Lösung zu suchen.

Ein Wort: Gott nimmt Verstoßene auf, die Buße tun

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