21.Mai 09

1. Samuel 22,6-22

Ich bin schuldig

(1. Sam 22,22b) Ich bin schuldig am Leben aller aus deines Vaters Haus.

Saul witterte überall Verrat. Mit dem Spieß in der Hand, mit dem er hatte David und auch schon Jonatan töten wollen, beschuldigte er vor seinen Großen Jonatan des Verrats und behauptete, dass David ihm nachstelle. Als der Edomiter Doëg ihm erzählte, dass Ahimelech David geholfen hat, ließ Saul Ahimelech und alle Priester von Nob zu sich rufen. Saul beschuldigte Ahimelech des Hochverrats und wollte ihn und sein ganzes Haus töten lassen. Doch keiner der Leibwache und Männer des Königs wollten die Priester des Herrn töten. Nur Doëg war bereit zu dieser Bluttat. Er erschlug alle fünfundachtzig Priester des Herrn. Saul verschonte auch die Stadt Nob nicht, die Stadt der Priester, alle starben, auch Kinder, Säuglinge und alle Tiere. Nur ein Sohn Ahimelechs, der hieß Abjatar, konnte entkommen und ging zu David. David hätte nun einen Aufruhr gegen Saul entfesseln können, weil Saul soviel unschuldiges Blut vergossen hatte. Er hätte sicherlich viele im Volk auf seiner Seite gehabt, aber er tat dies nicht. Stattdessen nahm David die Schuld des Massakers auf sich. David hatte Verantwortungsbewusstsein und Glauben an Gottes Souveränität, der ihn als König erwählte hatte.

Gebet: Herr, nicht die anderen sind schuld, sondern ich. Hilf mir, Verantwortungsbewusstsein zu lernen.

Ein Wort: Ich bin schuldig

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