29. Februar 2012

Der Tod Sauls

1. Chronik 10,1-14

(13.14a) So starb Saul um seines Treubruchs
willen, mit dem er sich an dem HERRN versündigt hatte, weil er das
Wort des HERRN nicht hielt, auch weil er die Wahrsagerin befragt,
den HERRN aber nicht befragt hatte.

Saul war der von Gott gesalbte erste König von Israel. Mit dem Geist
und der Kraft Gottes hatte er gegen alle umliegenden Feinde gesiegt
(1. Sam 14,47). Gott hatte ihm auch seinen Geist gegeben. Doch
Gott hatte Saul um seines Treubruchs willen verworfen. Saul hatte
die Treue mit Gott gebrochen, indem er das Wort Gottes zweimal
nicht gehalten hatte, einmal aus Unglauben und Hochmut (1. Sam
13,13ff) und einmal um seines materiellen Vorteils willen (1. Sam
15,9.11). In Gottes Augen war Sauls Ungehorsam wie Zauberei (1.
Sam 15,23). Saul hatte sich zudem an dem Herrn versündigt, weil er
eine Wahrsagerin befragt hatte. In der Nacht vor seinem Tod war er
zu einer Wahrsagerin gegangen, die ihm den Geist von Samuel heraufbeschworen
hatte. Dieser Geist hatte Saul dessen Tod und den
seiner Söhne angekündigt, weil er Gottes Wort nicht gehorcht hatte
(1. Sam 28,18ff). Am folgenden Tag starben die Söhne Sauls und
Saul selbst. Gott hatte Saul in seiner einseitigen Gnade als König
erwählt, aber er verlor diese Gnade wegen seines Ungehorsams.

Gebet: Herr, du hast mich in deiner einseitigen Gnade erwählt. Hilf
mir, dir treu zu sein. Treue ist Gehorsam.

Ein Wort: Um seines Treubruch willens