10. Februar 2012

Ist Christus etwa zerteilt?

1. Korinther 1,10-17

(17) Denn Christus hat mich nicht gesandt zu
taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten,
damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Durch einen Brief von Chloë hatte Paulus erfahren, dass es Spaltungen
in der Gemeinde in Korinth gab. Es hatten sich verschiedene
menschenzentrierte Parteien gebildet, die sich um ihre jeweiligen
Anführer oder Vorbilder gruppierten. Einige sagten, sie gehörten
zu Paulus, vielleicht weil sie meinten, sie seien besonders missionarisch
ausgerichtet. Einige sagten, sie gehörten zu Apollos, weil sie
sich für besonders intellektuell hielten. Andere sagten, sie gehörten
zu Kephas, weil sie sich als traditionsbewusste Juden fühlten. Wieder
andere sagten, sie gehörten zu Christus, so als ob alle anderen
nicht zu Christus gehörten. Angesichts dieses Durcheinanders war
Paulus froh, dass er nur wenige Menschen in Korinth selbst getauft
hatte, sodass diese Art Spaltung nicht noch dadurch gefördert würde.
Er war gekommen, das einfache Evangelium zu predigen, nicht
Menschen an seine Person zu binden. Er ermahnte die Korinther
zur Einigkeit. Sie sollten eines Herzens und eines Sinnes zusammenarbeiten
und einander hochachten und lieben.

Gebet: Herr, danke für das einfache Evangelium, das mich errettet
hat. Lass mich eines Herzens und Sinnes mit den Glaubensgeschwistern
zusammenarbeiten.

Ein Wort: In einem Sinn und in einer Meinung