6. Februar 2012

Der Herr soll Herrscher sein

Richter 8,4-35

(23) … Ich will nicht Herrscher über euch sein, und
mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der
Herr soll Herrscher über euch sein.

Bei der Verfolgung der Midianiter bat Gideon die Einwohner von
Sukkot und Pnuël um Unterstützung durch Proviant. Doch die
beiden Städte verweigerten die Hilfe, vielleicht weil sie den Ausgang
des Kampfes für unsicher hielten. Gideon gelang es, das übrige
Heer der Midianiter trotz der immer noch großen Übermacht zu
überwältigen. Er bestrafte die Bewohner von Sukkot und Pnuël
hart und tötete die beiden Midianiterkönige. Die Israeliten waren
von Gideon begeistert und boten ihm und seinen Nachkommen
das erbliche Königtum an. Gideon widerstand der Versuchung mit
den Worten: „Der Herr soll Herrscher über euch sein!“ Doch seine
Worte und seine Taten stimmten nicht überein. Er nahm von der
Kriegsbeute etwa 20 kg Gold und machte daraus ein Götzenbild,
das er in seiner Heimatstadt aufstellte. Dieser Götze wurde Gideon
und seiner Familie zum Fallstrick. Offenbar lebte Gideon von da an
nach seinem Gefühl. Er hatte viele Frauen und eine Nebenfrau. Sein
Familienleben sollte in der nächsten Generation zur Katastrophe
führen. Ihn selbst segnete Gott trotz allem mit einem langen Leben
und gab dem Land Ruhe. Nach seinem Tod wandte sich Israel erneut
dem Götzendienst zu.

Gebet: Herr, du allein sollst Herrscher über mein Leben sein. Hilf
mir, dir bis zum Ende meines Lebens treu zu sein.

Ein Wort: Der Herr soll mein Herrscher sein.