20. Januar 2012
Ein Mensch sterbe für das Volk
Johannes 11,46-57
(50) ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser für
euch, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk
verderbe.
Die Auferweckung des Lazarus war das siebte und letzte Zeichen
des Johannesevangeliums. Jesus hatte das getan, was für Menschen
definitiv unmöglich war, nämlich einen Menschen von den
Toten zu erwecken. Viele kamen dadurch zum Glauben. Doch den
religiösen Führern half auch dieses Zeichen nicht. Anstatt an Jesus
als den Christus und Erretter zu glauben, dachten sie nur an sich
selbst und ihre Macht, die scheinbar durch Jesus in Gefahr war.
Wenn Jesus sein Werk fortsetzen würde, so meinten sie, würden
sie großen Ärger mit der römischen Besatzungsmacht riskieren. Der
Hohepriester Kaiphas sagte dazu, es sei besser, ein Mensch sterbe
für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe. Ungewollt sprach er
damit eine geistliche Wahrheit aus: Jesus sollte stellvertretend für
das Volk, ja sogar für alle Menschen sterben, damit wir nicht vor
das Gericht Gottes treten und dort verdammt werden müssen. Jesus
würde dadurch außerdem die verstreuten Kinder Gottes zusammenbringen.
Gebet: Herr Jesus, danke, dass du für mich gestorben bist. Lass
mich daran mitwirken, die Verstreuten zu dir zu bringen.
Ein Wort: Jesus starb für mich.