11. Dezember 2011
Gebet in Bedrängnis
Psalm 86,1-17
(Ps 86,6) Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme
meines Flehens!
Dieser Psalm ist ein persönliches Gebet von David. Er wird
von denen verfolgt, die sein Königtum nicht anerkennen. Er ist in
Bedrängnis, ermüdet und verzagt. Wie sollen wir, wenn wir verzagt
sind, beten? Erstens sollen wir Gott täglich im Gebet anrufen (1-7).
David kommt als armer und elender Knecht und sucht täglich nach
Gottes Gnade und Vergebung. Er verlangt nach Gott. In der Not ruft
er Gott flehentlich an (7). Er glaubt, dass allein Gott sein Problem
lösen kann. Zweitens sollen wir für ein Leben der Ehre Gottes beten
(8-13). David lobt Gott von ganzem Herzen und wünscht sich, zur
Ehre Gottes zu leben (11,12). Denn Gott hat ihn aus der Tiefe des
Todes errettet. Wenn wir daran glauben, dass Gott uns von der Tiefe
des Todes errettet hat, dann können wir uns selbst für die Ehre
Gottes hingeben (Kol 3,17; 1.Petr 4,11) und alles zur Ehre Gottes
tun (1. Kor 10,31). Drittens sollen wir uns Gottes Eigenschaften bewusst
sein (14-17). David befindet sich unter stolzen Menschen, die
Gott verachten und ihn umbringen wollen. In solch einer Gefahr erinnert
er sich an Gottes Eigenschaften (15): Er ist barmherzig, gnädig,
geduldig und von großer Güte und Treue. Gott kümmert sich
um einen Menschen, der zu ihm kommt und demütig nach seiner
Gnade sucht.
Gebet: Herr, vernimm mein Gebet und merke auf die Stimme meines
Flehens.
Ein Wort: Gebet in Verzagtheit!