9. Dezember 2011
Gottes Herz ist anders
Hosea 11,1-11
(Hos 11,8) Wie kann ich dich preisgeben, Ephraim, und dich ausliefern,
Israel? Wie kann ich dich preisgeben gleich Adma und dich
zurichten wie Zebojim? Mein Herz ist andern Sinnes, alle meine
Barmherzigkeit ist entbrannt.
Gott betrachtete sein Volk als seinen Sohn, den er aus der
Sklaverei in Ägypten adoptiert hatte. Er lehrte sie gehen und trug
sie, wenn sie zu schwach waren. Er gab ihnen eine Aufgabe, die sie
mit ihren menschlichen Fähigkeiten erfüllen konnten. Er half ihnen,
wenn es zu schwer wurde und ernährte sie. Sie wurden von den Seilen
der Liebe Gottes gehalten. Sie sollten nie wieder nach Ägypten,
in die Knechtschaft der Sünde, zurückkehren. Doch sie bemerkten
Gottes Liebe und Hilfe nicht einmal. Nun drohte Assyrien mit der
Eroberung. Es war Gottes Warnung, zu seiner Liebe zurückzukehren.
Doch die Israeliten wollten nicht umkehren. Keiner achtete auf
die Predigt des Propheten. Deshalb sollte Gott sie nun dem Gericht
ausliefern. Adma und Zebojim waren die Städte, die gemeinsam mit
Sodom und Gomorrha von Gott vernichtet wurden. Doch Gottes
Herz war anders als das der Menschen. Gottes Herz ist voller Gnade
und Barmherzigkeit. Er möchte vergeben und erneuern und nicht
strafen und verderben. Er wartet mit Geduld, dass die Menschen zu
ihm umkehren. Er brüllt wie ein Löwe, damit die Menschen seine
Stimme hören und wieder herbeikommen, um ihm nachzufolgen.
Gebet: Herr, danke für deine Geduld mit den Sündern. Lehre mich
dein Herz für verlorene Menschen.
Ein Wort: Schenke auch mir ein anderes Herz