5. Dezember 2011

Wie ein schlaffer Bogen

Hosea 6,7-7,16

(Hos 7,16a) Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie
ein schlaffer Bogen.

Dieser Abschnitt befasst sich detailliert mit der Sünde Israels.
In der Zeit zwischen 747 und 732 v. Chr. starb von fünf Königen
Israels nur einer eines natürlichen Todes. Es gab eine Vielzahl von
Verschwörungen und Revolutionen. Bündnisse wurden übertreten
und unschuldiges Blut wurde vergossen. Priester, die doch den
Menschen helfen sollten, zu Gott zu kommen, wurden zu Räubern
und Mördern und begingen Schandtaten. Gott wollte die Sünden
seines Volkes heilen, doch die Menschen dachten, sie könnten ihre
Bosheit vor Gott verborgen halten. Ihr Herz war vor Bosheit glühend
wie ein gerade eingeheizter Backofen. Sie träumten von einem
außenpolitisch starken Israel, während ihre Könige fielen wie
die Dominosteine. Dabei gab es niemanden, der auf die Idee gekommen
wäre, Gott anzurufen. Stattdessen hofften sie auf starke
Bündnispartner wie Ägypten oder Assyrien. Sie merkten nicht, dass
die fremden Völker sie nur ausnutzen und ihre Kraft fressen wollten.
Anstatt Gott anzurufen, wandten sie sich heidnischen Kulten
mit Geheul und Selbstverletzung zu. Einige wollten zu Gott umkehren.
Doch ihre Buße war nicht aufrichtig. Deshalb waren sie wie ein
schlaffer Bogen, der keine Kraft hat, einen Pfeil zum Ziel zu bringen.

Gebet: Herr, ich will mich nicht oberflächlich, sondern von ganzem
Herzen zu dir wenden.

Ein Wort: Lebe aufrichtig vor Gott