3. Dezember 2011
Lust an der Liebe und Erkenntnis Gottes
Hosea 5,15-6,6
(Hos 6,6) Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an
der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
Gott wartete darauf, dass sein Volk zu ihm umkehrt. Die
Menschen sollten ihre Schuld vor ihm erkennen und zu ihm umkehren.
Tatsächlich schienen Israel und Juda auf Gottes Angebot
einzugehen, als sie sich in Not befanden. Kapitel 6,1-3 enthalten
ihre Antwort an Gott in Form eines kurzen Liedes. Sie erkennen
Gott als denjenigen an, der ihre Not zugelassen hat, und der sie
wieder aufrichten und lebendig machen wird. Doch es gibt kein
Bekenntnis ihrer Schuld. Ihre Hinwendung zu Gott ist eine religiöse
Routine. Sie halten Gottes Erbarmen für so selbstverständlich
wie die Erscheinungen der Natur. Sie wollen eine schnelle Lösung
ihrer momentanen Probleme. In zwei oder drei Tagen sollte alles
wieder in Ordnung sein. Ihre Begeisterung für Gott war so flüchtig
wie eine Wolke oder der Tau am Morgen. Doch Gott wünscht nicht
solche oberflächliche Umkehr. Seine Gnade kann nicht durch Opfer
erkauft werden. Saul hatte seine Beziehung zu Gott auch durch ein
Opfer wiederherstellen wollen, doch Gott hatte ihn gelehrt: Gehorsam
ist besser als Opfer. (1. Sam 15,22) Gott wünscht unsere Liebe
und unser ganzes Herz. Er möchte der Herr unseres Lebens sein. Er
wünscht sich, dass wir von ganzem Herzen zu ihm umkehren; dass
wir unsere eigene Schuld und seine Gnade tief erkennen.
Gebet: Herr, vergib mir meine Oberflächlichkeit. Lass mich dich von
Herzen lieben und tief erkennen.
Ein Wort: Gott wünscht Liebe und Erkenntnis