2. Dezember 2011

Sie werden Gott suchen, aber nicht finden

Hosea 5,1-14

(Hos 5,6) Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern,
den Herrn zu suchen, aber ihn nicht finden; denn er hat sich
von ihnen gewandt.

Hosea wendet sich an die Priester als geistliche Leiter, das
Haus des Königs als die politischen Führer, aber auch an das Volk
(das Haus Israel). Ihnen war das Recht anvertraut. Gott hatte ihnen
sein Wort gegeben. Doch sie verstrickten sich in den Götzendienst
und fielen schließlich in die Grube, die sie sich selbst gegraben hatten.
Anstatt durch Gottes Wort von Gottes Geist erfüllt zu werden,
herrschte in ihren Herzen ein Geist der Hurerei, das heißt des Götzendienstes
und der Untreue gegenüber Gott. Ihre bösen Taten hinderten
sie daran, zu Gott umzukehren. In der Zeit der Not würden
sie versuchen, ihre Beziehung zu Gott durch allerlei Opfer wiederherzustellen.
Doch durch äußerliche Zeremonien würden sie Gott
nicht finden können. Gott sieht nicht zuerst auf das Opfer, sondern
auf den Opfernden. Nachdem Kain sein Herz für Gott verschlossen
hatte, konnte er den Weg zurück zu Gott auch durch das Opfer nicht
mehr finden. In derselben Situation befand sich Israel. Gott bereitete
sich darauf vor, sein Gericht zu vollstrecken, nicht nur an Israel,
sondern auch an Juda. Zuerst war er nur wie eine Motte oder
Made, die schleichend zerstört. Später würde er wie ein Löwe sein.
Israel wurde 722 v. Chr. durch die Assyrer erobert, Juda entkam 701
v.Chr. nur knapp.

Gebet: Herr, vergib mir meine Untreue und lass mich rechtzeitig zu
dir umkehren und dich von Herzen suchen.

Ein Wort: Suche Gott, solange er zu finden ist