1. Dezember 2011
Mein Volk ist ohne Erkenntnis
Hosea 4,1-19
(Hos 4,6) Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. Denn du
hast die Erkenntnis verworfen; darum will ich dich auch verwerfen,
dass du nicht mehr mein Priester sein sollst. Du vergisst das Gesetz
deines Gottes; darum will auch ich deine Kinder vergessen.
Gott hatte Grund zur Klage gegen sein Volk. Es gab keine Treue,
keine Liebe und keine Erkenntnis Gottes mehr im Lande. Stattdessen
hatten Verfluchen, Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen als
klare Verstöße gegen die Zehn Gebote überhandgenommen. Unter
der Sünde der Menschen musste auch die Natur leiden. Wie hatte
es dazu kommen können? Gott sieht die Schuld bei den Priestern
und Propheten. Bei ihnen lag die Verantwortung, Gottes Wort an
das Volk weiterzugeben und den Menschen zur Erkenntnis Gottes
zu helfen. Doch sie hatten selbst die Erkenntnis Gottes verworfen.
Sie vergaßen Gottes Wort. Anstatt den Menschen zu helfen, ihr
Sündenproblem vor Gott zu lösen, waren sie nur auf ihren Anteil
an den Sündopfern aus. Sie bereicherten sich damit noch an der
Sünde des Volkes. Die Folge war, dass das Volk bei verschiedenen
Götzen Halt und Orientierung suchte. Anstatt zu Gott im Gebet zu
kommen, standen sie vor einem Götzenbild (=Holz) und befragten
ein Orakel (=Stab). Wem Gottes Wort anvertraut ist, der trägt für
sein Volk eine besondere Verantwortung. Ohne Erkenntnis Gottes
geht ein Volk zugrunde.
Gebet: Herr, danke, dass du mir dein Wort anvertraut hast. Lass
mich die Erkenntnis Gottes weitergeben.
Ein Wort: Ein Volk ohne Erkenntnis Gottes ist dahin