1.Dezember 09


1. Mose 29,31-30,24

Jakobs Kinder

(1. Mo 29,31) Als aber der Herr sah, dass Lea ungeliebt war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.

In den Augen Leas war der Herr ungerecht. Warum hatte der Herr sie nicht so schön wie Rahel gemacht? Wahrscheinlich hatte der Herr Lea mit anderen guten Attributen gesegnet. Der Herr machte Lea fruchtbar. Schließlich kam der Stamm Jesu, Juda, aus ihrem Leib (29,31-35). Als Rahel die Fruchtbarkeit Leas und Jakobs Zuneigung zu den Söhnen sah, wurde sie von Neid erfüllt. Auch aus ihrer Sicht war der Herr ungerecht, weil er sie unfruchtbar gemacht hatte. Sie gab Jakob ihre Magd zur Frau, damit sie durch ihre Magd zu Kindern komme (30,1-8). Lea nutzte dieselbe Methode (9-13). Der Wunsch Leas war die Liebe ihres Mannes. Der Wunsch Rahels war es, Kinder zu haben. Schließlich erbarmte sich der Herr über Rahel (14-24). Je nach dem Blickwinkel schien der Herr, entweder dem einen oder dem andern gegenüber ungerecht zu sein. Der Herr aber sieht alles und handelt gerecht. Vor allem segnete der Herr inmitten des Konkurrenzkampfes Jakob mit vielen Söhnen. Die Sache ist nicht in den Dimensionen der menschlichen Moralvorstellungen regelbar. Der Herr ist der souveräne Herr. Irgendwann erkannten sowohl Lea als auch Rahel die Gerechtigkeit des Herrn an.

Gebet: Herr, du hast alles gut gemacht und bist gerecht. Die Menschlichkeit verstehst du auch und gebrauchst sie zu deinem Segen. Lass mich in allen Dingen dir danken.

Ein Wort: Der Herr sieht, behandelt gerecht und segnet.