18.Juni 09

Hesekiel 3,22-4,17

Du sollst ihre Schuld tragen

(Hes 4,5) Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes Jahr einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. So lange sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen.

Gott ergriff nun einige drastische Maßnahmen, durch die Hesekiel das Gericht Gottes veranschaulichte. Gottes Ziel war es, sie dadurch zur Buße zu führen. Zuerst musste Hesekiel verstummen. Sein Mund würde sich nur öffnen, wenn Gott sein Wort zu seinem widerspenstigen Volk sprechen wollte. Dann wies Gott Hesekiel an, die Belagerung Jerusalems bildlich darzustellen. Hesekiel baute ein Modell der Stadt und legte sich dann davor auf den Boden, 390 Tage auf der linken Seite und 40 Tage auf der rechten Seite. Solange sollte er die Schuld des Hauses Israel tragen. Die Hingabe und Erniedrigung, die Gott von Hesekiel verlangte, waren zu groß, so ließ Gott ihm etwas davon nach. Doch die Botschaft war klar: Sünde zieht das Gericht Gottes nach sich. Sünde macht uns unrein. Die Sünde, auch wenn sie im Verborgenen begangen wurde, lässt uns vor allen Menschen zur Schande werden und in der Schuld verschmachten.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der meine Schuld getragen hat. Hilf mir, ein mitleidender Hirte zu sein.

Ein Wort: So lange sollt du ihre Schuld tragen