17. Juli 2010

Einführung zum 2.  Buch Mose

Die Juden fassten die ersten fünf Bücher des Alten Testaments unter der Bezeichnung „das Gesetz (Tora)“ zusammen. Die Ansicht, dass alle fünf Bücher von Mose verfasst seien, wird angezweifelt. Vom Sinn her kann man aber diese Bücher als vom Geist Moses stammend betrachten.

Das zweite Buch beginnt damit, dass ein Volk, das von einem gläubigen Stammvater abstammte, unter der Sklaverei in Ägyptenland lebte und von dort auszog. Das 2. Buch Mose („Exodus”) enthält:

1.      Die Rettung aus Ägypten (2. Mo 1-15),

2.      Die Bewahrung in der Wüste (2. Mo 16-18),

3.      Die Gesetzesoffenbarung und den Bundesschluss am Sinai (2. Mo 19-24),

4.      Die Gesetze zum Bau des Heiligtums (2. Mo 25-31),

5.      Krise und Erneuerung des Bundes (2. Mo 32-34),

6.      Den Bauplan des Heiligtums (2. Mo 25-31) und dessen Ausführung (2. Mo 35-40).

In allen diesen Ereignissen offenbart sich Gott als der Herr. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ (2. Mo 3,14)

Der Herr hatte großes Erbarmen mit Israel und hatte ein Ziel, es für die Erlösung aller Welt zu gebrauchen. Und er sprach (2. Mo 19,5-6):

 „Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“

2. Mose 1,1-22 

Israels Unterdrückung in Ägypten

(2. Mo 1,13) Da zwangen die Ägypter die Israeliten unbarm­herzig zum Dienst.

Gott der Herr gab den Nachkommen Israels eine gute Umgebung in Ägyptenland, in der sie sich mehren konnten. Ein neuer ägyptischer König aber fürchtete sich davor, die Arbeitskraft der Israeliten bei einem möglichen Krieg zu verlieren. Sein Misstrauen kam aus seiner Furcht vor dem Verlust und trieb ihn dazu, das Volk Israel zu misshandeln und zu versklaven. Wir müssen uns vor Gier schützen, da die Begierde uns furchtsam macht und uns zur Sünde verleitet. Wir sind in die Welt gekommen, nicht um viel zu besitzen sondern um zu dienen. Als Gott das Volk Israel trotz der Unterdrückung weiter vermehrte, ergriff der König ein grausames Mittel. Die Hebammen sollten die israelitischen Jungen bei der Geburt töten. Die Hebammen aber fürchteten Gott mehr als den König. Gott schützte Israel durch ihre Gottesfurcht. Der König Pharao aber fürchtete sich so sehr vor dem möglichen Widerstand Israels, dass er alle neugeborene Söhne Israels in den Nil werfen ließ. Gott aber hatte sein Volk Israel aus einer ungläubigen Welt auserkoren, damit es ihm diente.

Gebet: Herr, hüte mich davor, in falsche Furcht vor Verlust zu geraten und dadurch Böses zu tun. Lass mich wie die Hebammen dich mehr fürchten als jede sündige Macht.

Ein Wort: Die Sündenmacht unterdrückt  das Volk Gottes

  • Share/Bookmark

Leave a Reply