15.November 08
5. Juni 2008 — tbroot
Sei fromm und herrsche über die Sünde
1. Moser 4,1-16
Leitvers 4,7
Im heutigen Text kommt das Wort „fromm“ vor. Anhand der Haltung zur Opfergabe von Kain und Abel kann man erkennen, dass diese Frömmigkeit nicht äußerlich zu beobachten ist. Jedoch hat sie eine deutliche Folgeerscheinung. Ist ein Mensch nicht fromm, so kann er seinen Blick nicht frei erheben. Denn dort ist Gott. Und die Sünde lauert bei solch einem Menschen vor der Tür. Die Sünde flüstert einem nicht Frommen die bösen Gedanken ein. Der Rat des Herrn an Kain zeigt, wie man mit solch einem eigenen Zustand umgehen kann. Man soll seinen Zustand erkennen und über die Sünde herrschen. Als Kain den Rat des Herrn nicht hörte, musste er seinen eigenen Bruder töten. Die darauf folgenden Versuche des Kain, seine Sünde zu verharmlosen, machten ihn noch elender. Diese Folgen sind jedoch nicht Gottes Strafe, sondern die Folgen seiner zerbrochenen Beziehung zu Gott. Gott selbst liebte Kain unverändert und schützte ihn sogar. Gott ist Liebe. Wenn jemand Gott versteht, kann er seine Brüder unabhängig von ihrer Schuld und Umständen lieb haben.
Gebet: Herr, ich lerne heute kennen, dass die Frömmigkeit eine große Rolle spielt. Lass mich zu dir kommen, wie ich bin. Ohne die Frömmigkeit werde ich von der Sünde bedrängt. Hilf mir, auf deinen Rat zu hören und über die Sünde zu herrschen.
Ein Wort: Sei fromm und herrsche über die Sünde