14.Dezember 09

2. Samuel 3,1-39

Abner geht zu David über

(2. Sam 3, 20) Als nun Abner nach Hebron zu David kam und mit ihm zwanzig Mann, machte ihnen David ein Mahl.

Aus der Machtgier Abners entwickelte sich ein über sieben jähriger Kampf zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids. David nahm immer mehr zu an Macht und das Haus Sauls immer mehr ab. Solange der Kampf dauerte, stärkte Abner das Haus Saul. Aber als er merkte, dass er auf der Verliererseite war, nahm er eine Streitigkeit mit Isch-Boschet um eine Nebenfrau von Saul als willkommenen Anlass die Seiten zu wechseln. Er bot Da-vid einen Bund an, ganz Israel zu ihm zu führen. David willigte ein. Abner hatte David und seinen Männer, sowie ganz Israel mit seiner Machtgier viel Leid zugeführt. Es war für David deshalb nicht leicht, Abner aufzunehmen, aber David dachte mehr an die Einheit seines Volkes, statt an seine persönlichen Gefühle. Joab hingegen konnte seine persönlichen Hassgefühle gegenüber Abner nicht unterdrücken, weil dieser seinen Bruder getötet hatte. So tötete er Abner selbst. David verurteilte Joabs Tat und trauerte und fastete mit dem ganzen Volk. Ein Leiter muss seine persönlichen Gefühle beherrschen können, sonst wird nur Leid und Tod über das Volk Gottes kommen.

Gebet: Herr, hilf mir, solche Leute wie Abner aufzunehmen und die Einheit im Volk Gottes zu schaffen, statt nach meinen persönlichen Gefühlen zu handeln.

Ein Wort: Schaffe Einheit im Volk Gottes