14. Juli 2010

2. Korinther 12,11-21

Ich will gerne hingeben

(2. Kor 12,15) Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?

Paulus warb weiter um die Herzen der Gläubigen in Korinth. In den Augen der törichten Menschen war er ein Narr und ein Nichts, doch waren in der Tat die Zeichen eines Apostels, das heißt Gottes Wirken in Wundern und Taten, unter ihnen geschehen. Er wollte nun zum dritten Mal zu ihnen kommen. Dabei suchte er nicht materiellen Gewinn von ihnen, sondern sollte sie selbst gewinnen. Er war ihr geistlicher Vater. Als Vater wollte er für seine Kinder sorgen. Er wollte gerne hingeben, sogar selbst hingegeben werden. Sein Hauptinteresse war das Heil ihrer Seelen. Dejenigen, die er zu ihnen gesandt hatte, hatten ihnen mit demselben Geist gedient. Er plante nun, sie wieder zu besuchen. Er hoffte, dass er, wenn er käme, alles in geistlicher Ordnung fände, doch fürchtete er auch, dass er viele finden würde, die nicht Buße getan hatten. Obwohl es für ihn Leiden bedeuten würde, war er bereit dazu, weil er sie liebte. Als Hirten sollen wir nicht an unseren eigenen Vorteil denken. Das Hirtenamt gibt uns keinen materiellen Gewinn. Wir sind die Eltern der uns anvertrauten Menschen. Wir sollen darum gerne bereit sein, uns für sie hinzugeben, auch wenn es mit Schmerzen und Leiden verbunden ist. Dann werden sie und auch wir selbst erbaut, und ihre Seelen können gerettet werden.

Gebet: Herr, gebrauche uns als geistliche Eltern für das Seelenheil derer, die du uns anvertraut hast.

Ein Wort: Hingabe für eure Seelen

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