10.November 08
5. Juni 2008 — tbroot
Einleitung zum 1. Buch Mose
Das 1. Buch Mose heißt auf Hebräisch “bereschit” (am Anfang), auf Griechisch und Lateinisch “Genesis” (Ent-stehungsgeschichte). Wie der Titel sagt, ist es ein Buch der Anfänge: der Entstehung des Universums und der Menschheit, des Einbruchs der Sünde in die Welt mit dem Leben unter dem Fluch als Folge und des Beginns von Gottes Plan, durch sein Volk alle Völker auf Erden zu segnen. Die biblischen Bücher und die jüdische Tradition schreiben die Abfassung der Genesis Mose zu. 1. Mose will Gott nicht beweisen, sondern geht als selbstver-ständlich davon aus, dass alles, was existiert, seine Ur-sache in Gott hat. Darüber hinaus wird er als der offen-bart, der die Geschichte lenkt. Die ersten elf Kapitel be-schreiben grundlegende Ereignisse, welche die ganze Menschheit betreffen. Gottes Handeln ist von Anfang an auf alle Menschen ausgerichtet. Durch Schöpfung, Garten Eden, Sündenfall, Ausbreitung der Sünde, Sintflut, Rettung eines Restes und neuerlichen Hochmut der Menschen werden wir zur Berufung Abrahams geführt, die im Zentrum der Geschichte steht und der Ausgangs-punkt des Heils für alle Völker ist. Abrahams Person lehrt uns, dass Glaube bedeutet, auf Gottes Verheißung absolut zu vertrauen (Kapitel 12-21) und Gott mehr als seinen Segen zu lieben (Kapitel 22). Über drei Genera-tionen hinweg wächst Abrahams Familie auf siebzig Seelen, die Gott nach Ägypten verpflanzt, wo sie später zu dem Abraham verheißenes großes Volk werden wird, das Kanaan in Besitz nehmen wird. Durch dieses Buch können wir uns in Gott finden.
Gott ist der allmächtige Schöpfer
1. Mose 1,1-2,4a
Leitvers 1,1
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Unsere Augen sehen, unsere Ohren hören, unsere Hände spüren die Dinge, die existieren. Das erste Buch der Bibel beginnt mit dem Schöpfungsbericht. Da niemand je Gott gesehen hat, kann man sich Gott schwer vorstellen. Trotzdem fragt ein Mensch stets danach, woher alles kam.
In diesem Schöpfungsbericht jedoch kann man Gott näher kennen lernen. Denn Gott ist der Schöpfer. Für das mit „Gott“ übersetzte Wort steht das hebräische Wort Elohim, was den Allmächtigen bezeichnet. Gott ist all-mächtig. Wie kann man den Schöpfer anders beschrei-ben als dass man ihn für allmächtig erklärt? Was Gott sprach, geschah genau so. Die Progression der Schöp-fungsakte in 6 Tagen zeigt, dass die Schöpfung nach der Ordnung Gottes stufenweise geschaffen wurde.
Nachdem Gott alles geschaffen hatte, schuf Gott die Menschen als Herrscher über seine Schöpfung. Am siebenten Tag war der Akt der Schöpfung abgeschlossen. Gott ruhte. Jetzt kennen wir Gott näher. Er ist der Schöpfer. Er ist allmächtig. Der Glaube an die Schöpfung ist die Basis zur Erkenntnis der Daseinsbedeutung und der Zuversicht für die Menschen.
Gebet: Herr, ich kenne dich nun näher. Du bist der Schöpfer. Wie groß und allmächtig bist du!
Ein Wort: Gott ist der Schöpfer